Kehraus beim Straßenfest am Samstagabend
Ein Gastkommentar von Ulrike Speidel
Ein herrlicher Samstagabend beim Straßenfest wird durch das Fußballspiel der deutschen Nationalelf nicht zum „Straßenfeger“ sondern zum „Kehraus“.
Die bis etwa 20.30 Uhr gut gefüllten Straßen durch die Festbesucher sind fast ausgestorben und viele sind in andere Lokalitäten abgewandert, um das Spiel verfolgen zu können. Musik und Darbietungen auf den Bühnen sind auf ein Minimum reduziert oder finden gar nicht statt. Das Engagement der Standbetreiber und Vereine wird mit Abwesenheit bestraft. Bürokratie verhindert das Verfolgen des Deutschlandspiels während des Straßenfests. Selbst Kleinstgeräte müssen bei Androhung von Beschlagnahme abgeschaltet werden.
Wo war die Möglichkeit zum Verfolgen des Spiels? Das Puplic Viewing auf dem Wettbachplatz hätte sicher einen Ort gefunden, z. Bsp. auf der Marktplatzbühne, um die Gäste auf dem Fest zu halten. Und die Möglichkeit an dem einen oder anderen Stand einen Fernseher zu platzieren war sicher gegeben. Aber da setzt die Bürokratie ihre Grenzen und schickt lieber die Ordnungshüter auf das Fest, um auch möglichst noch die letzten verbliebenen Gäste zu vertreiben.
Schade, denn den Vereinen und Ständen geht nicht nur der Umsatz verloren, auch das Fest wurde dadurch seines Flairs beraubt.
Wir erinnern uns an das Straßenfest vor 4 Jahren. Da war das Zuschauen auch während des Straßenfests auf dem Wettbachplatz möglich und das hat dem Fest nicht geschadet. Es hat viel mehr den ein oder anderen Besucher noch dazu gebracht zu bleiben bzw dazu zu kommen.
Das öffentliche Verfolgen der Spiele kostet die Stadt viel Geld. Was kostet das Ansehen der Stadt bei unseren ausländischen Gästen?
Gastkommentar von Ulrike Speidel
Ein Beitrag der Sindelfingen-App.