Demonstranten in Tataouine fordern Jobs

Foto: Signs / by Andrew Eick

Wie das arabische Nachrichtenportal “Al-Araby Al-Jadeed” am 5. Mai meldete, habe das oesterreichische Oel- und Gasfoerderunternehmen OMV nach eigenen Angaben bereits Ende April 700 Vertrags- sowie nicht zur Kernbelegschaft gehoerende Mitarbeiter aus Suedtunesien abgezogen. Grund sei die Drohung von Demonstranten in der Stadt Tataouine, die vom Unternehmen benutzten Verkehrswege zu seinen Oel- und Gasfeldern zu blockieren. Damit wollen die Protestierenden ihrer Forderung nach Arbeitsplaetzen Nachdruck verleihen.

Allerdings gehe die Produktion trotzdem weiter, so die Firma. Man beobachte nun die Lage und sei bereit, Schritte zu unternehmen, um die Sicherheit zu gewaehrleisten.
Bei den Demonstranten handele es sich, so das arabische Blatt, um etwa tausend junge Leute, welche fuer wirtschaftliche Entwicklung und Jobs auf die Strasse gehen. Der Protest, wird resuemiert, sei also in den vergangenen Tagen in den Sueden Tunesiens zurueckgekehrt, und zwar insbesondere dort, wo Oelfirmen aktiv seien. Dabei werde eine bessere Verteilung der Ressourcen auf die verschiedenen Regionen des Landes angemahnt.
Kritische Beobachter wuerden zudem monieren, dass die wirtschaftlichen Reformen der letzten Jahre keine Erfolge gezeitigt haetten.

Quelle:

https://www.alaraby.co.uk/economy/2017/5/5/شركة-نمساوية-تنقل-موظفيها-من-تونس-بسبب-احتجاجات-تطاوين