Urlaub in einem Strohballenhaus mit Stil und höchstem Komfort

Unser wunderschöner Kurzurlaub ist leider schon wieder vorbei. Wir, meine Frau und ich, waren nun schon zum zweiten Mal zu Gast im Strohballenhaus am Esserhof in Lana in Südtirol. Das erste Mal hauptsächlich, weil ich einmal in einem Lasttragenden Strohballenhaus wohnen wollte. Dieses Mal wegen der spitzen Wohnqualität, weil die Region Meran in Südtirol extrem viel zu bieten hat und weil die Gastgeberfamilie so sympathisch ist.

Ich möchte euch heute über meine Eindrücke berichten, die ich von unserem Urlaub im Strohballenhaus mitgenommen habe.

Die lasttragende Bauweise, eine faszinierende Art Strohballenhäuser zu bauen

Ich habe im Artikel „9 Gründe für Strohdämmung“ bereits darüber berichtet, dass unser eigenes strohgedämmtes Haus, mit der “konservativen” Holzriegelbauweise errichtet wurde. Die Wände bestehen in unserem Fall aus einem Holzrahmen, der auch die Dachlast trägt und das Stroh dient lediglich als Dämmstoff. Das Strohballenhaus am Esserhof wurde mit der sogenannten lasttrageden Bauweise errichtet. Dazu werden Strohballen zu Wänden aufgeschichtet und die gesamte Dachlast wird ohne zusätzliche Stützen von den Strohwänden getragen. Die Strohwände werden mit Kalk oder Lehm verputzt und sind damit vor äußeren Einflüssen geschützt. Diese Bauweise hat einen eindeutigen Kostenvorteil, was allerdings viel Eigenleistung voraussetzt. Das Strohballenhaus am Esserhof wurde von dem Pionier auf dem Gebiet der Lasttragenden Bauweise, dem schweizer Architekten Werner Schmidt gebaut.

Ich muß zugeben, dass beim Bau unseres Hauses die lasttragende Variante deswegen keine Option war, weil uns die Unsicherheiten damals zu groß waren. Nach unserem zweiten Urlaub in so einem Haus muss ich jetzt aber sagen: Richtig gemacht funktioniert auch das. Und zwar wirklich gut!

Modernes Design und höchster Wohnkomfort

Das Objekt umfasst drei kleine Ferienwohnungen mit separaten Zugängen und einem gemeinsamen Garten. Was die Bauherrenfamilie und Werner Schmidt hier geschafft haben, ist die Kombination einer alternativen Bauweise mit modernem Design, was mir sehr gut gefällt. Meine persönliche Erfahrung ist, dass modernes Design mit “Style” sehr oft zu lasten der Wohnlichkeit geht. Genau das ist aber in den Ferienwohnungen am Esserhof nicht der Fall. Als ich die Wohnung zum ersten Mal betreten habe war ich beeindruckt von dem modernen Design, gezeitigt hatte ich aber auch ein Gefühl behaglicher Geborgenheit.

Die Wohnungen sind in Dreiecksform angelegt. Sozusagen am Spitz des Dreiecks befindet sich der Schlafraum, etwa in der Mitte wird es schon bereiter und dort befindet sich der mit einer Glaswand abgetrennte Raum mit Dusche, Waschbecken und WC. Danach wird es es noch breiter und ein großer Wohnraum mit hoher und breiter Glasfront bietet einen fantastischen Ausblick auf Terrasse Garten und den angrenzenden Weingarten. Wir haben uns wie Zuhause gefühlt, was bei unseren Ansprüchen wirklich nicht einfach zu erreichen ist.

Was gibt’s in Lana und Umgebung zu entdecken?

Lana hat aber noch mehr zu bieten als ein lasttragendes Strohballenappartment. Es liegt in einer Ferienregion mit unglaublich vielen Freizeitmöglichkeiten. Hier nur ein paar mögliche Aktivitäten: Wandern, Klettersteige, Klettern, Rad- bzw. Mountainbike-Touren, Yoga, Thermenbesuch, Shoppen z.B. in Meran oder Bozen, Buschenschank, Weinverkostungen, gute italienische Pizzas essen, zahlreiche Burgen oder Schlösser besuchen (z.B. die wunderschönen Gärten von Schloss Trauttmansdorff), ect.

Und wenn das Wetter einmal nicht so gut ist, was in der Region Bozen und Meran aufgrund des begünstigten Klimas eher selten vorkommt, kann man mit dem Auto auch ganz leicht einen Tagesausflug in den Süden an den Gardasee machen.

Im folgenden möchte ich noch zwei Highlites vom letzten Urlaub etwas genauer beschreiben:

1. Wanderung auf den Großen Laugen 2432 m:

Vom Gampenpass über den über den Laugensee. Von dort zur Laugenalm und danach wieder Zurück zum Gampenpass. Vom Laugen hat man einen grandiosen Ausblick. Wir hatten großartiges Wetter und konnten den Rundblick vom Ortler über die Hohen Tauern, die Dolomiten bis zum Brenta Gebirge im Süden genießen.

2. Wanderung auf die Hirzerspitze 2.781m:

Mit der Hirzer Seilbahn bis zur Bergstation Klammeben und dann bis zur Hirzerhütte (1980m) gehen. Von dort beginnt der Aufstieg zum Gipfel des Hirzers. Zurück am selben Weg. Weil der nordseitige Aufstieg schon recht stark mit Schnee gefüllt und fest gefroren war, war der Aufstieg etwas mühsam. Der Gipfel, wieder bei traumhaften Wetter, war dafür eine umso größere Belohnung :-).

Ausblick auf weitere Urlaubsmöglichkeiten in Strohhäuser:

Ich hab noch zwei weitere Unterkünfte mit Strohdämmung im Visier. Sobald ich dazu komme diese zu testen, werde ich hier natürlich berichten.

Wenn du mir zum Thema etwas mitteilen möchtest oder vielleicht eine Idee hast wozu ich in Zukunft hier etwas schreiben soll, schreib mir einfach einen Kommentar oder ein Email an strohblogger@a1.net. Ich freue mich über jede Anregung. Auch wenn dir etwas nicht gefällt schreibe es einfach, ich bin wirklich über jedes Feedback dankbar!

Links:

Esserhof

Atelier Werner Schmidt

Lana

Hirzer

Yoga im Hotel Schwarzschmied (vorher anmelden)