
Apple ist jetzt aber wirklich DOOMED!!!
Warum Apples letzte Quartalszahlen keinen Anlass zur Schwarzmalerei geben.
Es war klar, dass dieser Tag einmal kommen musste. Nun wissen wir, dass es der 26. April 2016 war; der Tag, an dem Apple bei der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen aufzeigte, dass erstmals seit Erscheinen des Ur-iPhone im Jahr 2007 die Verkaufszahlen des iPhone geringer ausgefallen sind als im selben Quartal des Vorjahres.
Diese Meldung — für sich alleine genommen — kommt nicht wirklich überraschend. Tatsächlich ist es eher schierer Wahnsinn, dass sie erst jetzt kommt. Denn anders betrachtet heißt das, dass Apple seit dem ersten iPhone aus dem Jahr 2007 in jedem darauffolgenden Quartal mehr iPhones verkaufte als im gleichen Zeitraum des Vorjahres; bis jetzt. Fast zehn Jahre lang hat Apple also die Verkaufszahlen eines Produkts kontinuierlich steigern können. Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen.
Das ist ein Wachstum, von dem Apples Konkurrenz nur träumen kann. Alle anderen Mitbewerber im Smartphone-Geschäft straucheln schon seit geraumer Zeit, und das trotz meist größerer Geräteauswahl und günstigerer Preise.
In jedweder Form nach Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen davon zu sprechen, es ginge Apple schlecht oder sie wären dem Untergang geweiht, wirkt ziemlich lächerlich angesichts des Umsatzes, den Apple trotz des Rückgangs nicht nur bei iPhone, sondern auch bei iPad und Mac, erzielt hat. Ich meine — jetzt mal ganz ehrlich: 32,9 Milliarden Dollar Umsatz allein mit dem iPhone? Und 5,1 Milliarden Dollar Umsatz mit Macs? Welcher Konkurrent kann derartige Zahlen vorweisen, die auch nur annähernd an Apple heranreichen?
Interessant ist auch der immer wieder mit den letzten Quartalszahlen einhergehende Vergleich mit dem Jahr 2003. Das war jenes Jahr, in dem Apple das letzte Mal einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte. Erinnern wir uns doch einfach einmal daran, was daraufhin folgte: mehr als ein Jahrzehnt des schier endlosen Erfolges; nichts von wegen Apple ist doomed. Wer das einmal auf die aktuelle Situation überträgt, dem geht vielleicht ein Lichtlein auf.
Ganz zu schweigen davon, das andere Sparten bei Apple deutlich wachsen. App Store-Umsätze, Services, Apple Watch und Apple TV sorgen in den entsprechenden Kategorien für ein ordentliches Umsatz-Plus. Gerade die viel belächelte Apple Watch, die im geschätzten Jahresumsatz bereits Rolex überholt hat, zeigt deutlich, dass Apple auch unter Tim Cook alles andere als Flops produziert. Wobei Apple selbst ohne diese Produkte und Dienstleistungen noch immer herausragend dastehen würde.
Ob Apple langfristig Erfolg haben wird? Wir werden sehen. Ob es die Firma in zehn Jahren noch geben wird? Das weiß kein Mensch. Aber von den letzten Quartalszahlen Untergangsszenerien zu kreieren, ist mit das Lächerlichste, was ich seit langer Zeit gesehen habe; die Naivität des Internet at its best! Allein mit den Barreserven, die Apple zur Verfügung steht, könnten sie noch ein ganzes Weilchen überleben, aber mit einem lächerlichen Quartalsumsatz von gerade einmal 50,6 Milliarden Dollar ist der Tod der Firma natürlich bereits besiegelt.
Rest in Piece, Apple.
*facepalm*