Emsland 2016: Kernkraft ist nicht das Problem …

Renaissance der Atomkraft?

An: Forum@Sueddeutsche.de 15. Dezember 2015

SZ-Leserbrief (Nicht veröffentlicht)

Zu: „Uns bleibt immer Paris: Wird es nun eine weltweite Renaissance der #Atomkraft geben?“ vom 15. Dezember 2015, Seite 16

#Kernkraft ist harmloser als bislang angenommen und sofort verfügbar!

„Erreichen ließe sich dieses ambitionierte Ziel (= Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad, Anm. d. Autors) durch eine extrem schnelle, radikale Neuausrichtung des weltweiten Energiesystems.“

Weiter unten in dieser bemerkenswerten Übersicht wird zwar erstmals, Paris 2015 betreffend, die Atomkraft als mögliche Alternative diskutiert. Die Wiedereinschaltung stillgelegter Atomkraftwerke wird allerdings nicht thematisiert. Atomkraft wird bislang, nicht nur in Deutschland, als zu bedenklich erachtet.

Zu Unrecht: Niedrige und mittlere #Strahlenbelastungen werden vom Körper viel besser verkraftet als bislang angenommen! Vor allem die umfangreichen Daten aus der medizinischen Diagnostik und Therapie lassen für den Oxford-Professor Wade Allison, keinen anderen Schluss zu.

Er hat schon 2009 das bahnbrechende Buch „Radiation and Reason“ geschrieben und jetzt „Nuclear is for Life“ (beide bei Amazon.de). Bei sorgfältiger Analyse von siebzig Jahren Strahlenforschung kommt er, trotz oder eher wegen Hiroshima, Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima zu seinen bahnbrechenden Schlussfolgerungen. Leider sind Allison‘s Bücher bislang noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Gute Klimalösungen werden viele Kompromisse verlangen. Und dazu gehört nach Meinung des Autors auch die Neubewertung und angemessene Nutzung der Kernenergie.

Anmerkung: Ich hatte auch zu Thema „Aus Liebe zum Atom“ vom 7. Dezember 2015, am 8.12.2015 einen SZ-Leserbrief eingereicht.

An: Forum@Sueddeutsche.de 8. Dezember 2015

SZ-Leserbrief (Nicht veröffentlicht)

Zu: „Aus Liebe zum Atom“ vom 7. Dezember 2015, Seite 17

Deutschland gegen England?

„… in der Energiepolitik trennen die deutsche und die britische Regierung Welten.“

Muss das so sein? Sollten wir nicht eher aufeinander zugehen? Haben die Engländer vielleicht einen Joker in Reserve?

Wade Allison, Professor der Physik aus Oxford, hatte schon 2009 das bahnbrechende Buch „Radiation and Reason“ geschrieben und jetzt „Nuclear is for Life“ (beide bei Amazon.de). Bei sorgfältiger Analyse von siebzig Jahren Strahlenforschung kommt er, trotz oder eher wegen Hiroshima, Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima zu dem Schluss, dass niedrige und mittlere #Strahlenbelastungen auf Dauer vom Körper viel besser verkraftet werden, als bislang angenommen. Vor allem die umfangreichen Daten aus der medizinischen Diagnostik und Therapie lassen für ihn keinen anderen Schluss zu. Leider sind Allison,s Bücher bislang noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie („Erste-Hilfe-Kasten fürs Leben“, SZ Nr. 231) hat kürzlich Allison,s Überlegungen an Hand von Zell-Reparatur-Mechanismen bestätigt.

Der totale #Kohleausstieg der Engländer bis 2025 erscheint sehr radikal. Er berücksichtigt wohl kaum, dass es heute wesentliche Effizienzsteigerungen und #Umweltverbesserungen auch bei Kohlekraftwerken gibt. Ebenso scheint bei uns der totale Atomausstieg 2022, trotz funktionstüchtiger Kernkraftwerke, nicht das Gelbe vom Ei. Gute #Klimalösungen werden viele Kompromisse verlangen.

Email: DHoegg@aol.com