„liebe freund*innen,
 mitten in den sommerferien, wo vielleicht viele von euch unterwegs sind,
 nun dies:

wieder einmal sind skandale über sexuelle gewalt in lagern bekannt
 geworden. und zwar erneut im berüchtigten notaufnahmelager burbach, in
 dem 2014 securities geflüchtete ein- und ausgesperrt und gewaltsam
 erniedrigt und gefoltert hatten. damals war european homecare der
 betreiber, der aus burbach wegen der brutalen ss-methoden von
 security-rassisten entfernt wurde, aber seitdem mit unglaublich vielen
 kommunen riesengeschäfte bei der herstellung und dem betreiben neuer
 lager für geflüchtete gemacht hat.

statt dem ehc wurde das drk in burbach eingesetzt — die securityfirma
 allerdings wurde beibehalten, im gegenteil: sie ist inzwischen mit dem
 drk eng verbandelt, leitende angestellte wechselten zwischen drk und
 bewa hin und her. bei der securityfirma bewa sollen mitarbeiter einem
 rechten us-rockerclub angehören, der sich auch aus mitgliedern von
 polizeien und militärs rekrutieren soll und in rechte gewalt sowie
 handel mit frauen und prostitutionsgeschäfte involviert ist.

der skandal um sog. prostitution und sexuelle erpressung von vorwiegend
 alleinstehenden geflüchteten jungen frauen ist zwar bereits seit ende
 juni durch das engagement der bonner gruppe refugees welcome
 veröffentlicht und auch von einigen medien aufgegriffen worden. aber im
 gegensatz zum vorherigen burbach-skandal tut die bezierksregierung
 ahrnsberg sowie das drk alles, um die poliz. ermittlungen zu behindern,
 drk-landesleitung in münster und in die lagerleitung in burbach
 streiten alles ab, und mitarbeiter*innen des drk versuchten durch
 kriminalisierung der albanischen zeugen alles zu vertuschen zu
 verzögern… es scheint ein verzweigtes korruptes nest von ahrnsberg bis
 zum drk zu geben, denen alles daran liegt, dass diese unglaublichen
 ekelhaften dinge kein aufsehen erregen! der wdr wollte zwar diesen
 donnerstag in der aktuellen stunde sowie im monitor seine umfänglichen
 recherchen dazu veröffentlichen, aber auch die journalist*innen werden
 mit allen mitteln von den offiziellen hingehalten, so dass es auch jetzt
 noch nicht zum platzen der bombe zu kommen scheint.

ihr könnt über folgende links und die website von refugees welcome bonn alles nachlesen:

ich nehme an, diejenigen, die bisher meinten, die wohlfahrtsverbände wie
 insbes. das drk gehörten doch wohl eher zu den „guten“, lassen sich
 eines besseren belehren. gerade das drk hat im gegensatz zu seinen
 schönen website-verlautbarungen eine lange geschichte von brutaler
 durchsetzung und beihilfe zu staatlichen sowie eigenen gewaltmaßnahmen
 gegen geflüchtete in lagern, die im gegensatz zu seinen öffentlichen
 selbstverpflichtungen zu humanität und menschenrechten stehen, weshalb
 gerade sie ein großes „diskretions“bedürfnis an den tag legen.

das drk beteiligte sich schon zu beginn der 90er jahre an der
 abschiebung von roma nach mazedonien und der zerschlagung ihrer damals
 großen bleiberechtskämpfe. ende der 90er versuchten sie einen
 hungerstreik von roma in einem berliner lager gegen mieses fertigessen
 und abschreckende lagerbedingungen zu verhindern und dann zu vertuschen.
 die liste ist natürlich sehr lang, aber vieles blieb und bleibt im
 dunkeln. in letzter zeit betreiben sie notlager und abschiebelager, in
 denen gewalt gegen frauen usw. geduldet und systematisch vertuscht wird,
 z.b. die vorgänge im kölner notlager vom februar 16.

es wird daher nun wirklich höchste zeit, dass alle geflüchteten in
 öffentlich zugänglichen und geschützten wohnungen untergebracht werden!
 bis dahin müssen wir dafür sorgen, dass die blackboxen abschiebe- und
 notlager gerade in nrw endlich geschlossen werden und der zugang der
 geflüchteten zur bevölkerung und zu uns sowie umgekehrt nicht mehr durch
 die rechtswidrigen kontaktsperren verhindert werden kann.

viele grüße“

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