10 Fakten über Klimawandel und Hunger

Der Klimawandel heizt nicht nur die Atmosphäre, sondern auch den Welthunger an. Fluten, Stürme und Dürren nehmen Menschen ihre Lebensgrundlage, zerstören Weide- und Anbauflächen. WFP hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, Klimawandel und Hunger gleichzeitig zu bekämpfen. Erfahren Sie hier mehr über den unmittelbaren Zusammenhang.

Extrem wechselhaftes Wetter und immer häufigere Wetterdesaster bedrohen die Existenz von armen Familien weltweit. Copyright: WFP/Rein Skullerud

Der Klimawandel treibt den Hunger an — vor allem, wenn er wirtschaftliche schwache Länder und Völker trifft. Da Regenfälle und Dürren immer unvorhersehbarer werden, ist es für Kleinbauern zunehmend schwerer, ausreichend Nahrungsmittel für sich und ihre Familien zu produzieren. Klimabedingte Naturkatastrophen können Landwirtschaft, Infrastruktur und somit Lebensunterhalte zerstören. Wenn Naturkatastrophen ansteigen, wird es die Ärmsten, Frauen und Kinder, am schwersten treffen: da sie kaum Vermögen oder soziale Absicherungen haben, sind sie am gefährdetsten, zu Hungernden zu werden.

So drohen häufigere Naturkatastrophen, Hunger und Mangelernährung weltweit zu verschärfen. Die nächsten zehn Fakten belegen den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Klimawandel und Hunger.

10 Fakten über Klimawandel und Hunger

  • Fakt 1 Fast 80 % der Menschen, die Hunger leiden, leben in Ländern in denen sie Naturgefahren ausgesetzt sind.
  • Fakt 2 Experten gehen davon aus, dass bis 2050 bei einem ungebremsten Klimawandel die Zahl der Hungernden weltweit um 20% zusätzlich steigen wird.
  • Fakt 3 Es wird erwartet, dass bis 2050 24 Millionen Kinder zusätzlich unter Mangelernährung leiden werden — wenn der Klimawandel nicht gebremst wird. Knapp die Hälfte, rund 10 Millionen Kinder, wird in Sub-Sahara Afrika leben.
  • Fakt 4 In den letzten zehn Jahren hat sich Zahl von Naturkatastrophen verdoppelt — auf durchschnittlich 335/Jahr.
  • Fakt 5 Laut Experten der FAO werden durch den Klimawandel bis 2025 zwei Drittel der momentan verfügbaren Ackerbauflächen unbrauchbar werden.
  • Fakt 6 Bereits 2030 könnten Ernten je nach Region um 5 bis 30 Prozent geringer ausfallen. Dadurch steigen auch die Nahrungsmittelpreise.
  • Fakt 7 Wie ein Bericht von Oxfam voraussagt, werden aufgrund des Klimawandels die Nahrungsmittelpreise bis 2030 um 50–90 % mehr steigen, als dies ohnehin der Fall wäre.
  • Fakt 8 2010 wurden 300 Millionen Menschen Opfer von klimabedingten Naturkatastrophen und Desastern — oftmals in Ländern mit wenig Mitteln, die dramatischen Folgen abzufedern.
  • Fakt 9 WFP gibt jährlich knapp 2,3 Milliarden US-Dollar (ein Drittel des gesamten Budgets) aus, um Klimarisiken einzudämmen und die Resilienz der unmittelbar Betroffenen zu stärken.
  • Fakt 10 Um das globale Nachhaltigkeitsziel — eine Welt ohne Hunger bis 2030 — erreichen zu können, hat es sich WFP zur Aufgabe gemacht, den Klimawandel und den Hunger gleichzeitig zu bekämpfen.

Abschwächung des Klimawandels

Um Länder künftig besser gegen Klimakatastrophen zu rüsten, hat WFP über die Jahre viele Regierungen und Gemeinden dabei unterstützt, Millionen Bäume zu pflanzen, tausende Kilometer von Bewässerungskanälen zu errichten, Straßen zu sanieren, sowie Staudämme und Millionen Hektar Terrassen zu bauen. Projekte zur Aufforstung und Wiederbewaldung sollen langfristig zur Verbesserung der Ernährungssicherheit sowie zur Reduzierung von Abgasen und Klimarisiken beitragen. Gleichzeitig fördert WFP die Verwendung von innovativen, energiesparenden Technologien wie zum Beispiel energieeffizienten Heizöfen.

Risikominimierung und Krisenreaktionsfähigkeit

WFP unterstützt Regierungen, regionale Organisationen, gefährdete Gemeinden und andere Partner dabei, klimabezogene Risiken vorherzusehen und sich auf diese vorzubereiten. Hier kommen vor allem die Erfahrungen von WFP in der Gefährdungsanalyse und Kartierung, in der Krisenreaktionsfähigkeit und bei Frühwarnsystemen sowie in Logistik und Informationstechnologie zur Geltung.

Um den Klimawandel in den nächsten Jahren entschieden einzudämmen, hat WFP eine weitere Vielzahl an Maßnahmen beschlossen, die sie hier einsehen können.

Hier gelangen Sie zu unserer ausführlichen Themenseite: de.wfp.org/klimawandel.

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