Mein 2015

2015 war für mich ein absolutes Seuchenjahr. Da klingt für den außenstehenden Leser jetzt wahrscheinlich sehr dramatisch und vielleicht ein wenig überzogen. Aber für mich war es genau das, ein absolut beschissenes Jahr.

Mich begleiten seit vielen Jahren Bauchschmerzen, die ich v.a. auf der rechten Seite habe. Klar, jeder sagt und denkt sofort “Der Blinddarm ist’s!”. Aber leider ist es nicht so einfach, denn es ist nicht der Blinddarm. Im Frühjahr hatte ich eine Phase, in der die Schmerzen fast unerträglich waren. Mein alter Hausarzt konnte mir nicht weiterhelfen, da die Ultraschalluntersuchungen unauffällig waren. Für ihn war ich kern gesund. Also habe ich mich weiter geschleppt bis es wirklich nicht mehr ging. Denn hey, der Arzt hat gesagt, alles ist ok und jetzt stellt dich nicht so an. Aber es war nicht ok. Schon die Fahrt zur Arbeit war die Hölle, ganz zu schweigen von der Arbeit an sich.

Auf Empfehlung meiner Mutter habe ich dann ihren Hausarzt aufgesucht, von dem sie sehr angetan ist. Also bin ich dorthin. Abtasten, ergebnislose Ultraschalluntersuchung, Überweisung ins Krankenhaus. Dort bin ich jedoch nicht hin. Was sollten die dort feststellen, was man im Ultraschall nicht hätte sehen können? Ich wiege knapp über 60kg bei 1,70m — es gibt keine Zentimeter dicke Wampe, die irgendwas versteckt… Also bin ich, nachdem ich gut zwei Wochen krank geschrieben war und die Schmerzen etwas besser geworden sind nochmal zum Arzt. Da ich noch lebe, hat auch mein neuer Hausarzt augenscheinlich bemerkt, dass es wohl nicht der Blinddarm ist… Also Darmspiegelung — Juhu! Und die hat ergeben, dass zumindest im Darm alles in Ordnung ist.

Eigentlich sollte ich froh sein, dass mir nichts fehlt. Aber diese Bauchschmerzen sind halt immer noch da. Langsam glaube ich, dass sie psychosomatischer Natur sind und mein Körper mir sagen will, du kannst so nicht mehr weitermachen. Und das kann ich auch nicht.

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