Digitaler Lokaljournalismus hat ein Nachfrageproblem
Konrad Lischka
114

Spannende These! Als eine Erklärung für die Diskrepanz in der Reichweite zwischen überregionalen und lokalen/regionalen Angeboten würde ich die oft veralteten Webauftritte der lokalen/regionalen Anbieter ansehen. Diese führen dazu, dass weniger (vor allem junge) Menschen das Angebot nutzen, da sie nicht attraktiv genug anmuten, nicht vom Inhalt sondern von der Optik. Zudem ist es auch so, dass lokale/regionale Anbieter in den sozialen Medien, wo sie mehr junge Menschen erreichen könnten, weniger professionell und weniger zielgerichtet unterwegs sind als überregionale Anbieter.

Dazu kommt, dass die Leser von lokalen/regionalen Angeboten im Schnitt deutlich älter sind, als die überregionaler Anbieter. Das verstärkt die zuvor genannten Effekte zusätzlich. Das kann ich nicht alles mit Zahlen belegen, aber ein Blick auf viele Web- und Social Media-Auftritte lokaler/regionaler bzw. überregionaler Anbieter legt diesen Schluss wie ich finde ziemlich nahe.

One clap, two clap, three clap, forty?

By clapping more or less, you can signal to us which stories really stand out.