In 7 Schritten zum wirklich nachhaltigen Teamevent
In diesem Beitrag zeige ich Ihnen die aus meiner Sicht 7 wichtigen Schritte, um mit Teamevents oder Teambuildings wirklich nachhaltige Ergebnisse zu erreichen.
Dabei reicht es nicht nur, einfach eine kurzweilige Veranstaltung zusammen zu stellen.
Was dann?
Das habe ich Ihnen in den folgenden Kapiteln in Bulletpointform niedergeschrieben:
#1 — Brechen mit gewohnten Mustern.
Das brechen mit gewohnten Mustern lässt sich sich durch 6 Dinge erreichen:
#1 — Außergewöhnliche Locations. Dabei geht es gar nicht um hochwertig und teuer, sondern einfach um „anders“.
#2 — Außergewöhnliches Programm. Eine andere Reihenfolge, andere Programmpunkte, ein Corporate Bar Camp und so weiter. Sie finden gute Ideen für Ihr nächstes Event beispielsweise hier oder hier.
#3 — innovative interaktive Methoden. Selbst wenn es um Wissensvermittlung geht, lässt sich das ganze mal vollkommen anders gestalten. Bspw. mit Methoden des Flipped Classroom, World-Cafés, Spiele, Dialogposter, Design-Thinking, LSP, Improtheater und vielen mehr. Eine große Auswahl finden Sie unter workshop- helden.de/ und in meinem Artikel: 6 Dinge, die Sie über Planspiele und Businessgames wissen sollten!
#4 — Weniger ist mehr: Statt alles auf einmal erreichen zu wollen, fokussieren Sie die Veranstaltung auf ein bis zwei Themen und halten Sie die einzelnen Elemente kurz.
#5 — Verzichten Sie auf Präsentationen. Lassen Sie stattdessen Ihre Teilnehmer selber etwas tun: Videos produzieren, Inhalte erarbeiten, präsentieren, fragen
stellen, Perspektiven wechseln.
#6 Storytelling — Das Gehirn denkt und erinnert Geschichten, nicht Fakten. Dazu jedoch mehr in einer weiteren Mail.
#2 — Spaß und Energie
Spaß und Energie bedeutet nicht nur gute Laune und permantes Gelächter, sondern beinhaltet auch den so genannten„hard fun“, der Lernen und Erfolgserlebnisse ermöglicht. Ihn kann man folgendermaßen erreichen:
Stellen Sie das Team vor (Team)Aufgaben, die aktivieren, spannend sind, herausfordern und einen Transfer in den Alltag zulassen. Garniert man das Ganze mit einer kleinen Portion Wettbewerb, kann sich kaum einer der entstehenden Energie entziehen.
Hierzu eignen sich erlebnisorientierte Aufgaben oder gleich so etwas wie ein
Planspiel.
Allerdings gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten:
Wählen Sie Herausforderungen die nachbesprechbar sind und einen Transfer zum Alltag gewährleisten. Die Begeisterung, Spaß oder auch mal Enttäuschung, wenn es nicht ganz so gut gelaufen ist, tragen dazu bei, das erlebte und besprochene länger im Gehirn zu verankern.
Auch Scheitern ist kein Problem, denn:
Fehler, die zum Scheitern führen, sind perfekte Lernchancen und oft lohnt ein Blick hinüber ins echte Leben, um zu prüfen ob ähnliche Mechanismen auch dort Erfolge verhindern. Oder zumindest Einigen das Leben schwerer machen.
#3 Gamification
Einige Möglichkeiten, Gamification in Veranstaltungen wie Seminare, tagungen,Konferenzen und ähnliches einzubauen gibt es:
- Interaktive Quizzes: Hier können Sie beispielsweise den kostenfreien Dienstkahoot nutzen, um Ihre Inhalte in einem spielerischen Wettbewerb zwischen Ihren Teilnehmern oder Teilnehmergruppen zu vermitteln oder zu vertiefen.
- Geobased Games
- Teambuilding Übungen
- Unsere Mission Axolotl(Link) als tagesfüllendes Spiel
- um nur einige zu nennen!
Eine Kleinigkeit ist bei jedem Spiel besonders wichtig: - Die Herausforderung des Spiels an das Wissen und Können der jeweiligen Gruppe anzupassen.
#4 Storytelling
Im Artikel haben wir schon über die Macht der Geschichten geschrieben. Hier nun einige kleine, aber hilfreiche Tips, wie die Umsetzung gelingt.
- Suchen Sie aktiv nach Geschichten, die Sie erzählen können.
- Suchen Sie nach Eigenschaften einer Situation und versuchen Sie eine
- Analogie zu finden
- Schreiben Sie Geschichten auf. Das führt dazu, dass Ihnen mehr davon einfallen.
- Erzählen Sie diese Geschichten und achten Sie auf die Reaktionen.
- Wenn Sie eine dieser Reaktionen hervorrufen möchten, erzählen Sie die entsprechende Geschichte.
- Zur Umsetzung in Teambuilding Workshops bietet sich folgendes an:
- Betten Sie das komplette Training in eine Rahmengeschichte, die die Erinnerung der Teilnehmer an den Tag verstärkt.
- Bereiten Sie kleine Stories vor, die den Punkt, den Sie vorbringen, unterstützen.
- Testen Sie diese Geschichten vorher, damit die gewünschte Wirkung eintritt.
#5 Aktive Beteiligung und Bewegung
Hier empfehlen sich zweierlei Dinge:
- #1 Das aktive Einbinden aller Teilnehmer.
Hier ist unsere Empfehlung durch ein Tool wie Poll Everywhere oder VoxR das Publikum permanent aktiv einzubinden. Durch Fragen, Q&A Sessions oder IceBreaker Spiel.
Mit einem Tool wie diesem lässt sich das Publikum aktiv in Präsentationen einbinden oder zu Beginn einer Veranstaltung miteinander in Kontakt bringen.
Unsere Empfehlung: Am Ende von Präsentationsphasen eine kurze Frage- und Antwortrunde mittels PollEverywhere einbauen. So werden ALLE Teilnehmer eingebunden und sie bekommen auch die Fragen, Sorgen und Hoffnungen derjenigen, die das normalerweise nicht in großer Runde kundtun würden.
#2 Tatsächliche Bewegung
- Hier können Energizer-Übungen für Ihre Teilnehmer zu Beginn und nach Pausen kleine Wunder wirken.
- Eine Abfolge aktiver Teambuilding Übungen sorgt dafür, dass Alle eingebunden sind und das Team wertvolle Erkenntnisse sammeln kann. Mehr Infos dazu finden Sie hier: https://www.lecturio.de/magazin/teambuilding- uebungen/
- Nutzen Sie direkt ein komplettes Programm, welches alle 7 Zutaten beinhaltet, beispielsweise unsere Mission Axolotl.
# 6 Reflexion
Nur so wird das Ganze richtig rund.
Geben Sie Ihren Teilnehmern nach Übungen die Möglichkeit, über das Erlebte zu sprechen. Um einen Transfer in den Alltag zu gewährleisten, können Sie sich an die 4-Fragen-Formel halten:
- Wie haben Sie die Übung erlebt (emotionale Abfrage): hat es bspw. Spaß gemacht, hat sich jemand aufgeregt oder geärgert?
2. Was haben Sie als Team in dieser Aufgabe gut gemacht/ Was waren die Erfolgsfaktoren?
3. Was ist nicht so gut gelaufen? Gibt es Dinge, die man als Team noch verbessern könnte?
4. Gibt es Parallelen zwischen dem was gerade passiert ist und der Zusammenarbeit im Alltag?
Die Antworten auf die letzte Frage lassen sich gut nutzen, um in einen tieferen Transferprozess einzusteigen.
#7 Permanent dranbleiben
Um ein „Verpuffen“ der Erkenntnisse und Beschlüsse zu verhindern, ist es notwendig permanent am Ball zu bleiben.
Das Mittel dagegen ist einfach, die Umsetzung im Gegensatz dazu etwas kniffelig:
Blocken Sie sich Zeit im Kalender, um die Ergebnisse zu sichten, zu priorisieren und einzuteilen: Was muss Ich selbst erledigen, woran arbeiten
andere, was betrifft das ganze Team, wo muss ich nachhaken oder dranbleiben? Planen Sie zudem regelmäßige Follow-Up-Termine.
Hierzu lassen sich beispielsweise Teammeetings nutzen.
Gut geeignet dafür sind „Originale“ aus der Veranstaltung, die als „Reminder“ dienen: Als kleiner Anker, der die Erinnerung daran wieder lebendig werden lässt:
- Flipchartplakate, die das Team selbst gestaltet hat (bspw. mit wichtigen Erkenntnissen)
- Fotos oder Videos der Veranstaltung
- „Give-Aways“ der Veranstaltung: Im Falle von Mission Axolotl können das
- In der Veranstaltung genutzte Dinge, beispielsweise ein Dialogposter oder ein Reflexionssteine oder ähnliches
So bestückt halten Sie die Erinnerung wach und können die Originale einsetzen, um wieder in eines der Themen einzusteigen.
Fazit
Das waren Sie, meine 7 Schritte für nachhaltige Teambuilding Veranstaltungen. Oder auch für erfolgreiche und nachhaltige Seminare, Workshops etc. Ich wünsche viel Spaß und Erfolg damit!