Warum ich meine Arbeitszeit verkürze

Mir kribbelt es bereits in den Fingern wenn ich an den August-Abschluss denke. Ich möchte den Post bereits jetzt verfassen, muss aber noch bis zum Ende des Monats damit warten. Der August war wieder ein hervorragendes Monat, besonders aus finanzieller Sicht.

In den nächsten Monaten wird sich dieser Trend jedoch nicht halten können, und das ist gut so. Denn mein nächstes Investment ist am ersten Blick nicht als so eines auszumachen. Manche mögen ihm sogar den Status „gut“ nicht zugestehen. Ich investiere in mein Humankapital. Obwohl ich ein abgeschlossenes Studium habe.

Kurz ein paar Gründe:

  • Hohes Potential bzgl meines kommenden Einkommens, welches ich evtl noch >30 Jahre erhalte.
  • Hohes Interesse
  • Absicherung der Familie
  • Abzuschließen, was ich angefangen habe
  • Ich kann Stunden reduzieren: Mein Unternehmen hat nächstes Jahr ein ambitioniertes Kostenziel vorgegeben bekommen und freut sich über jede Einsparung
  • Mein Unternehmen zahlt mir als Motivation eine anteilige Kompensation der Stundenreduktion und gewährt mir maximale Flexibilität innerhalb der Gleitzeit.
  • Mein Ziel, die Stellenbeschreibung eines „Head of Controlling“ zu erfüllen, wäre bzgl. Ausbildung abgeschlossen.
  • Mehr Zeit und Aufmerksamkeit für Familie und Soziales danach, im Vergleich zum “Mitschleifen” des zu Lernenden der letzten Monate.

Wenn es ums Lernen oder um das Verbringen von Zeit mit der Familie geht, liegt meine Priorität bei der Familie. In meiner täglichen Pendelzeit von 2,5 Stunden lerne ich fast immer, jedoch gehen sich aufgrund des Umsteigens nur kurze Lernintervalle aus. Die Wochenenden sind für die Familie reserviert. Was ich brauche, sind mehrere Stunden hintereinander um mich auf eine Prüfung vorzubereiten und um das zu Lernende verinnerlichen zu können. Schließlich handelt es sich nicht um kleine Prüfungen, sondern um Abschlussprüfungen, wo die Zusammenfassungen über 100 Seiten lang sind. Deswegen werde ich meine Arbeitszeit für vier Monate um die Hälfte herabsetzen. Offiziell werde ich für 25 Stunden bezahlt, inoffiziell muss ich nur 20 Stunden arbeiten. Im fünften Monat arbeite ich offiziell Vollzeit, kann aber ~50 Minusstunden machen. Das gibt mir 400 Stunden zusätzliche Lernzeit und muss ausreichen. Ein weiteres Ass im Ärmel habe ich, da mir auch fünf Tage Weiterbildungsurlaub zustehen.

  • Ich kann mich also voll auf das Lernen konzentrieren und muss nicht weniger Zeit mit meiner Familie verbringen.

In Zukunft werden also wieder Blogeinträge zu meinen Lernfortschritten kommen. Abgeschlossen werden sollen die Ausbildungen zum Bilanzbuchhalter und Certified Management Accountant. Ganze sechs Abschlussprüfungen werden bis zum nächsten Sommerbeginn bewältigt:

  • Certified Management Accountant Part 1
  • Certified Management Accountant Part 2
  • Steuerrecht
  • Buchhaltung
  • Bilanzbuchhalter schriftlich
  • Bilanzbuchhalter mündlich

Beitrag extended: Die Kosten für diese Prüfungen liegen grob geschätzt bei EUR 2.000. Wie anfangs erwähnt, handelt es sich um eine Investition und deswegen werde ich den Fall nicht als reine Ausgabe handhaben, sondern werde einen “immateriellen Vermögensgegenstand” in unserer Buchhaltung ansetzen. Das heisst, die EUR 2.000 werden als “Fähigkeit Bilanzbuchhalter” aktiviert. Weiters werde ich uns für jede gelernte Stunde EUR 10,- auf diese Anlage gutschreiben.

Nach Abschluss der Prüfungen besteht unser Gesamtvermögen zu dem angesammelten Teil aus “Fähigkeit Bilanzbuchhalter”. Der Ansatz wird anschließend gegen höheres Gehalt wieder abgeschrieben.