„Der afk ist eine geile Spielwiese“

Seit mehr als 20 Jahren bildet der afk die Medienmacher von morgen aus

Linda Seeleitner wühlt gerade in einer kleinen, grauen Kiste. Der Inhalt: Speicherkarten. „Da verschwinden immer wieder welche, dann muss irgendeiner von uns Azubis wieder nachforschen, welcher Praktikant sie als letztes hatte. Das nervt manchmal! Aber ehrlich gesagt, ist es auch das einzige, was hier manchmal nervt.“

Mittlerweile ist Linda gar nicht mehr aus dem afk wegzudenken. „Angefangen hat das damals alles nach der Schule. Bei afk tv habe ich mein erstes Praktikum überhaupt gemacht und da sofort gemerkt, dass ich wahrscheinlich in keiner anderen Branche diese Kombination aus Spaß an der Arbeit und netten Menschen finden werde.“

Und irgendwann wurde aus Lindas Praktikumsplatz ein Ausbildungsplatz zur „Mediengestalterin Bild und Ton“. Drei Jahre ist das mittlerweile her.

Seit Anfang mit dabei: Ausbildungsleiter Tomas Sajdak. Er sitzt keine fünf Meter von Lindas Arbeitsplatz entfernt und kann daher jederzeit die Ausbildung seiner Azubis unterstützen.

Linda Seeleitner ist seit drei jahren fester Bestandteil des afks.

„Die Ausbildung ist wirklich sehr umfangreich.“, sagt Tom Sajdak. „Es gibt einen technischen Teil, der umfasst Lichttechnik, Tontechnik, Schnitt und Kamera. Aber auch gestalterische Aspekte kommen dran, Sachen wie gestalterisch mit Licht arbeiten oder Toneffekte erzeugen.“

Tom Sajdak leitet als Meister die Ausbildung im afk. Seit acht Jahren arbeitet er ehrenamtlich im Prüfungsausschuss der IHK, in diesem Jahr leitet er sogar die schriftliche Abschlussprüfung.

„Die Ausbildung im afk ist wirklich gut! Die Azubis können sich hier austoben und der Umstand, dass wir echte Kanäle haben, egal ob TV oder Radio, ermöglicht den Azubis, dass ihre Beiträge und Produktionen auch gesendet werden. Das ist einzigartig!“, sagt Tom Sajdak mit ein bisschen Stolz in der Stimme.

Das ist auch genau das, was Linda so an ihrem Ausbildungsplatz so schätzt: „Beim afk habe ich einfach alle Möglichkeiten, alles unter wirklich realen Bedingungen auszuprobieren. Hier laufen alle großen Medienstränge zusammen. Wir haben das Sendefenster auf münchen.tv, wir haben einen professionellen Radiobetrieb, wir haben die Auftragsproduktionen. Damit deckst du beim afk dieses riesengroße Spektrum ab, das du in deinem späteren Berufsleben beherrschen musst“

Die Menschheit giert nach Bild und Ton

Reale Bedingungen in einem realen Medienumfeld ohne Quotendruck. Das ist es, was den afk als Ausbildungsstätte so wertvoll macht. Es gibt viele Angebote von privaten Hochschulen, die zwar versuchen, einen realen Sende- und Produktionsbetrieb in Kursen zu simulieren, an den Realitätsgrad eines wirklich echten Produktionsbetriebs reichen diese jedoch nicht hin.

Beim afk profitieren die Azubis auch von den zahlreichen guten Kontakten zu anderen Unternehmen in der Medienwelt. So gibt es Ausbildungskooperationen mit dem ifp und der Produktionsfirma Enrico Pallazzo und ein Arbeitsplatz nach der Ausbildung ist dann oft nur ein Telefonat entfernt.

Auch Erich Höpfl sieht im afk eine hervorragende Ausbildungsstätte. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Mediengestalter war 17 Jahre für die Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk zuständig und hat den kompletten Wandel des Berufsbildes des Mediengestalters miterlebt. Der Beruf ist wichtiger geworden, abwechslungsreicher. Wo früher kein Weg an der linearen Ausstrahlung vorbei ging, dominiert heute das Digitale. Vor allem Video-Content ist so gefragt wie nie. „Die Menschheit giert nach Bild und Ton! Manche unserer Azubi-Bewerber haben mit ihren YouTube-Kanälen so viele Zuschauer, da können manche regionalen und lokalen TV- und Radiosender nur von träumen!“ In so einer Transformation könne es ein großer Vorteil sein, seine Ausbildung in einem kleinen Betrieb zu absolvieren. Wo Entscheidungs- und Produktionswege kürzer sind, als zum Beispiel in großen Unternehmen, könne viel besser auf Veränderungen reagiert und Neues leichter ausprobiert werden.

Seit mehr als 17 Jahren engagiert sich Erich Höpfl für die Ausbildung der Mediengestalter

Dass der afk auch gemeinnützig ist und nicht gewinnorientiert arbeitet, unterstützt auch das Arbeitsmotto dort: „Einfach ausprobieren!“

„Der afk ist einfach eine geile Spielwiese“, so Erich Höpfl begeistert, „das ist in Bayern fast einzigartig! Und: Die Leute, die beim afk waren, bringen ein profundes Wissen in ihren späteren Jobs mit.“

Nach drei Jahren Ausbildung kann auch Linda nur Positives über die Ausbildung beim afk sagen: „Ich bin der absoluten Überzeugung, dass jeder Azubi, der seine Ausbildung hier beim afk macht, die Abschlussprüfung ohne Probleme bestehen wird!“

Wo es für Linda nach der Ausbildung hingeht, weiß sie schon ganz genau. „Ich möchte unheimlich gerne nach Deggendorf an die Technische Hochschule. Die bieten dort den Studiengang „Medientechnik“ an. Das reizt mich wirklich sehr.”

Mittlerweile hat sie auch die verschwundene Speicherkarte wieder gefunden. „Sie tauchen alle wieder auf. Die hier war noch in einem Praktikanten-PC.“, sagt sie lachend und legt sie zurück in die kleine, graue Schachtel zu den anderen Speicherkarten.

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