#Yolovolo? 6 Faktoren, die ein Unternehmen jedem Kommunikations-Nachwuchs bieten sollte


Wege in die Kommunikationsbranche gibt es viele — und Anforderungen (quantitativer und qualitativer Natur) an die jeweiligen Bewerber und Volontäre auch. Das zeigte nicht zuletzt die im Pressesprecher erschienene Umfrage an das „Rüstzeug […] des idealen PR-Volontärs“. Aber mal andersrum betrachtet: Wie sieht eigentlich das ideale Unternehmen für ein Volontariat aus? Und was muss es Volos bieten? Wir sagen: Diese 6 Faktoren sind entscheidend, damit wir uns erst zu echten Kommunikationsprofis entwickeln können:

Freiheit

Ein Volo ist (noch) kein Profi auf seinem Gebiet (deshalb ist man ja Volo). Um besonders gut in dem was man will zu werden, ist möglichst viel Freiheit im beruflichen Alltag unabdingbar. Gerade in der Anfangszeit gilt es, Prozesse und Themen zu verstehen und die Freiheit zu haben, diese hinterfragen zu dürfen. Denn nur so bilden sich eigene Präferenzen und Stärken heraus.

Verantwortung und Vertrauen

„Mit großer Macht kommt große Verantwortung“ — Diesen Spruch kennt doch jeder. Auf das Volo gemünzt, müsste er umgedreht aber heißen: Mit viel Verantwortung kommt große Entwicklung! Das Gefühl, dass einem Dinge zugetraut werden, die etwa in einem Projekt wirklich von Bedeutung sind, stärkt das eigene Selbstbewusstsein ungemein. Erhält man hingegen als Volontär regelmäßig nur Aufgaben eher nebensächlicher Natur, die „nebenbei“ anfallen — oder hüten Alteingesessene ihr Know-how, weil sie den Nachwuchs gar als Gefahr sehen, führt das zu schwindender Motivation und weniger Vertrauen in eigene Skills.

Mentoring und Feedback

Ein Mentor oder Buddy (oder beides;-)), den man bei Fragen oder Problemen ansprechen kann, ist Gold wert. Alleine das Gefühl, eine feste Ansprechperson zu haben, die auch tatsächlich ein offenes Ohr hat und an der eigenen Entwicklung interessiert ist, ist ein beruhigendes Gefühl. Ob der Mentor nur unwesentlich älter, also vermutlich eher auf derselben Wellenlänge, oder ein „alter Hase“, sein sollte, ist primär Typ-Sache. So oder so hilft einem ein möglichst engmaschiges und konstruktives Feedback dabei, die eigenen Leistungen zu reflektieren, einzuschätzen und an etwaigen Schwächen zu arbeiten. Gerade letztere sollten offen angesprochen werden, geht es doch darum, möglichst viel zu lernen und sich zu entwickeln. Bislang ist schließlich noch kein PR- und Kommunikationsprofi vom Himmel gefallen.

Challenges

Raus aus der Komfortzone! Ein klassischer Bürosatz, der aber gerade bei Volos voll zutrifft. Ob Präsentationen halten, sich vor die Kamera stellen oder neue Tools erlernen: Herausforderungen fördern nicht nur die eigenen Fähigkeiten, sondern schulen auch den Charakter ungemein. Speziell das Ausbilden eines gesunden Selbstvertrauens und entsprechenden Auftretens gegenüber internen und externen Stakeholdern ist alles andere als ein Nebenprodukt der Volontärs-Ausbildung. Genau das muss man als Volo manchmal jedoch auch aktiv einfordern.

Abwechslung

Angesichts des rasanten Tempos, in dem sich Kommunikationsabteilungen und — agenturen entwickeln, sollte dieser Punkt fast selbstverständlich sein. Kommunikatoren sollen alles können? Dann sollten Volos während der Ausbildung auch möglichst viel kennenlernen und sich in diversen Feldern ausprobieren dürfen.

Sicherheit

Sicherheit — ein Faktor , der uns besonders am Herzen liegt: Wir wollen alles irgendwie machen dürfen, aber wollen keine Konsequenzen tragen, wenn etwas schief geht? Nein, ausdrücklich ist damit keine Narrenfreiheit gemeint. Vielmehr sollte schlichtweg eine gewisse Fehlertoleranz gegenüber dem kommunikativen Nachwuchs gegeben sein, damit dieser sich auch mal etwas traut. Last but not least: Jeder Volontär ist in einer Lebensphase, in der es auch um Perspektiven geht. Denn bei aller Veränderungsbereitschaft und Unstetigkeit, die unserer “Generation Praktikum“ so oft attestiert wird, will man auch wissen, woran man ist:

Sind im Unternehmen keine Übernahmen möglich? Dann sagt es uns offen und haltet uns nicht hin. Ist das Unternehmen zufrieden und es gibt die Aussicht auf eine Übernahme, stärkt das letztendlich auch die Loyalität zum Unternehmen. Schließlich gibt (fast) jeder motivierte Volo mehr als 100% um zu überzeugen und gute Arbeit zu leisten — im Zweifel sogar intern und auch extern als Corporate „Markenbotschafter“. Was will man als Arbeitgeber mehr?

Ihr seht: Es kommt nicht (nur) auf die vorhandenen Talente und Fähigkeiten seitens der Volos an, um als Kommunikationsprofi erfolgreich durchzustarten. Nicht weniger geht es um die individuelle Ausbildung innerhalb der Volontariatszeit. Und da sind Unternehmen genauso gefragt wie wir Volos. Ein Volontariat ist heutzutage nicht nur für Quereinsteiger (gibt es die eigentlich noch so oft?) Pflicht- sondern für alle angehenden PRler DAS Must-have schlechthin. Auch schon oft gehört? Ohne erfolgreich absolviertes Volo kein Bewerbungsgespräch! Ob man nun Politik, Wirtschaft oder Kommunikationswissenschaft studiert hat- die meisten Absolventen müssen bereits eine Portion Berufserfahrung mitbringen um ein Volontariat im Unternehmen oder in größeren Agenturen zu ergattern. Daher meinen wir: Vertraut, fördert und fordert uns, damit wir uns bestmöglich entwickeln.

Fragen oder Anregungen? Meldet euch bei uns! Wir freuen uns, mit euch zu diskutieren.