Konsum 2.0

Fahr nicht nur hin. Sei dort Zuhause.

Nur der ist froh, der geben mag. 
- Johann Wolfgang von Goethe

In der heutigen Gesellschaft ist der Grundgedanke des Teilens sicherlich nicht neu. Im Friseursalon und in Arztpraxen liegen quasi schon immer frei verfügbare Magazine und Zeitschriften für einen Lesezirkel. Und ein schwarzes Brett mit Kleinanzeigen und Annoncen findet man auch schon lange in Supermärkten.

Doch die heutige Technologie und Schnelligkeit bietet natürlich für solch eine Sharing Economy eine weit größere Plattform als noch vor ein paar Jahren. Es dauert nur ein paar Sekunden, schon hat man eine günstige Mitfahrgelegenheit, eine kleine Wohnung in einer anderen Stadt, ein neues altes Kleid und ein Auto das um die Ecke steht.

Ich persönlich ziehe aus der Sharing Economy einige Vorteile. Ohne eigenes Auto nutze ich öfters Mitfahrgelegenheiten, da sie um einiges billiger sind als die Bahn. Außerdem haben sich dadurch schon einige Freundschaften geknüpft und es macht immer wieder Spaß neue Leute kennenzulernen. Aber auch Airbnb hat mir schon schöne Urlaube ermöglicht, in denen ich mich in einer fremden Stadt wirklich Zuhause gefühlt habe.

Doch sehe ich in den Sharing Apps und Plattformen nicht nur Vorteile. Klar ist auch, dass man mit Wohnungen und Autofahrten schnell gutes Geld verdienen kann. Eine Person mehr, schon steckt man nochmal 10€ ein. Wohnung im Urlaub leer, vermieten wir mal für gute 100€ für 4 Tage. Dass dieses schnelle Geld nicht nur von Privatnutzern genutzt wird macht die ganze Sache noch schlimmer.

In Berlin ist es ja schon so weit gekommen, dass Airbnb verboten worden ist, da eine große Wohnungsnot herrscht. Das kommt daher, dass die Plattform durch Unternehmen missbraucht wird. Es gibt in Berlin einen Nutzer der 44 Wohnungen per Airbnb vermietet, was darauf schließen lässt, dass es sich dabei nicht um eine Privatperson handelt. [1] Leider handelt es sich dabei um keinen Einzelfall und kommt auf der Seite immer wieder vor.

Es gibt viele Betrüger auf der Plattform die diese nutzen um an Geld zu kommen. Sie hintergehen einfache Nutzer und ziehen ihnen das Geld aus der Tasche. In der folgenden Doku sind zwei solcher Fälle zu sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=rCjv1MhcDW8

Doch genau diese Unternehmen und Betrüger missbrauchen den schönen Gedanken der Share Economy. Sie machen den Grundgedanke kaputt, etwas Eigenes mit jemand Fremden zu teilen. Es ist nicht nur um einiges billiger, man knüpft auch neue Bekanntschaften und lernt neue Leute kennen.

Es ist ein Geben und ein Nehmen.

[1] http://www.airbnbvsberlin.de/ (aufgerufen am 11.07.16)