Kurze Antwort: Ja!
Lange Antwort: Nicht unbedingt, aber!

Die Bauindustrie ist eine der am wenigsten digitalisierten Industrien der Welt. Vielleicht wird das Entwerfen und Bauen von Gebäuden nie die digitalste Branche, aber sie wird sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten transformieren. Ein Blick in die Vergangenheit belegt eine historische Technologierückständigkeit der Bauindustrie. Bereits in den 1950er Jahren wurden in Luftfahrt- und Automobilindustrie CAD-Programme eingesetzt. In der Architektur erst in den 1980er Jahren — und nur unter heftiger Ablehnung vieler Architekten*innen.

Computerisation beschreibt das Ausführen händischer oder analoger Tätigkeiten mit dem Computer, z.B. statt mit Stift und Lineal…


Bild: adobe.stock.com

Noch so eine Forderung nach mehr Digitalisierung. *Stöhn* Ist die Planung von Architektur nicht schon wahnsinnig digitalisiert? Grundrisse werden ausschließlich am Computer erstellt. Listen werden in Excel geführt, Pläne per E-Mail verschickt und Visualisierungen in der Cloud gerendert.

Die Digitalisierung in der Architektur hatte ihren Beginn vor mehr als 30 Jahren. Es war möglich einfachste Grundrisse und dreidimensionale Zeichnungen zu erstellen. Der Mauszeiger ersetzte den Stift. Diese Art der Digitalisierung war und ist im Grunde nichts anderes als die Ausführung von analogen Tätigkeiten mit einer digitalen Maschine — eine Computerisation [1]. Doch das ein Grundriss auf Grundlage von Parametern selbst…


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Für Architekturbüros ist es weltweit zum Standard geworden, fotorealistische Renderings für neue Projekte und Wettbewerbe zu erstellen. Behörden, Unternehmer, Marketingabteilungen und Privatpersonen haben sich längst daran gewöhnt, diese detailgetreuen Bilder zu erhalten und daran das Projekt zu beurteilen. Grundrisse, Ansichten und Skizzen sind vor allem für fachfremde Personen schwer zu interpretieren. Durch emotionale Lichtstimmungen, unrealistische Blickwinkel und „happy Hipster“ wird die Architektur häufig leichter und lebendiger dargestellt. Beispiele lassen sich bei vielen namenhaften Büros finden. In den Renderings wirken die Gebäude wie eine urbane Fata Morgana, die in der aufsteigenden Hitze der Stadt zu flimmern scheint. …


Bild: adobe.stock.com

Deutsche Politik kennt derzeit nur ein Thema: Flüchtlinge. Dabei wünscht sich ein Großteil der Bevölkerung Lösungen für andere Probleme. Zum Beispiel für das Problem der fehlenden Wohnungen in Großstädten und den damit einhergehenden zu hohen Mietpreisen.

Seit Jahrzehnten hält das Bevölkerungswachstum in Städten an. Hamburg müsste jedes Jahr mehr als 10.000 neue Wohnungen bauen um dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden. Ein Ende der Wohnungsknappheit wäre damit noch nicht erreicht. In den begehrten und zentrumnahen Lagen in Hamburg und anderen Großstädten gibt es jedoch noch kaum freie Flächen. So wird jeder Hinterhof verdichtet. Oder das unattraktive Grundstück, an der vierspurigen Hauptstraße…


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Vor kurzem tauchten am gleichen Tag zwei interessante Meldungen in meiner Facebook-Timeline auf. Die eine besagte, dass 75% unserer DNA nur Müll ist und keine Funktion besitzt. Die andere Nachricht vermeldete, dass es Forschern gelungen ist, eine GIF-Animation in die DNA von lebenden Bakterien zu platzieren.

Da liegt doch der Gedanke nah, dass unsere nutzlose DNA entfernt, oder zumindest durch neue und nützliche Daten ersetzt werden könnte. Der Autor beendete seinen Artikel mit dem Ausblick, eines Tages alle Folgen von Game of Thrones in den eigenen Zellen speichern zu können. Sicher gäbe es sinnvollere Anwendungen. …

André Nakonz

Architect / Designer / Educator / Geek

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