SELF KNOWLEDGE THROUGH NUMBERS

Quantified Self Bewegung

Die Quantified Self Bewegung steht für die Selbsterkenntnis durch Zahlen. Daten, wie z.B. zurückgelegte Schritte, zu sich genommene Kalorien und vieles mehr , wird gemessen und tabellarisch ausgewertet. Wer sich mit Trends in Technik, Medizin, Gesundheit, Fitness und Ernährung auseinander setzt, stößt schnell auf den

Begriff Quantified Self. Self Knowledge Through Numbers, also die Selbsterkenntnis durch Zahlen, ist das Motto der Bewegung.Grundsätzlich handelt es sich um gezieltes Self-Tracking, also um weitreichende Erkenntnisse zur eigenen Person, zu erlangen. Was ist für mich, ganz Individuell, richtig und ebenso falsch. Mit diesen Fragestellungen beschäftigen sich sämtliche Applikationen die durch analytische Beobachtungen diesen auf den Grund gehen.Die aufgezeichneten Daten, Zahlen und Fakten sind an vielen Stellen Dreh- und Angelpunkt der persönlichen Beobachtungen.

Jeder „Selbst-Beobachter“ legt seinen ganz eigenen Fokus auf die Datenauswertung, je nach Zielsetzung werden Werte unterschiedlich aufgezeichnet und analysiert. Die Teilnehmer des internationalen Netzwerks sind vielfältiger als je zuvor, denn der neue Trend begeistert ein Klientel, das sich bisher weniger für seinen Körper interessiert hat: Männer. Mit Hilfe der Gesundheits-Apps und Fitness-Gadgets motivieren sich Hobbysportler und Übergewichtige, zum Trainieren oder Abnehmen. Chronisch Kranke profitieren ebenso. Sie können ihre Medikamente dank mobiler Selbstvermessung besser dosieren.

Die Nachfrage zum Thema Quantified Self lässt sich mit Google „Trends“ sehr gut darstellen. Das Diagramm zeigt die weltweiten monatlichen Suchanfragen zu den angegebenen Suchworte in den vergangenen Jahren.

http://www.google.de/trends/explore?hl=de#q=quantified%20self&date=8%2F2010%2049m&cmpt=q&tz=Etc%2FGMT-1

Kritiker, wie Gesundheitsminister Daniel Bahr, die Ernährungspyramide und die AOK sind einheitlich der Meinung, dass Apps und mobile Medizintechnik unser Verhältnis zur eigenen Gesundheit bald radikaler verändern können.

Ärzte sollen sich bereits auf einen neuen Patiententyp gefasst machen, welcher selbst entscheiden kann, was ihm “gut” tut und sich bereits im Vorfeld mit Hilfe von Geräten ausgiebig untersuchen kann. Er kann nerven, kann aber auch dem Arzt die Arbeit erleichtern, wenn man ihm die richtige App empfiehlt.

Der absolute Verzicht des Hausarztes steht noch nicht zur Debatte, da die zahlreichen digitalen Helfer zwar analysieren und auswerten, aber die frage, warum? — können sie dennoch nicht beantworten. Denn der Nutzer

bekommt nur nackten Rohdaten seiner Reaktion aufgelistet und keine ärztliche Diagnose. Ein Zusammenspiel von Arzt und eine von ihm empfohlene Applikation für den individuellen Patienten wäre ein denkbarer Lösungsansatz.

Literatur:

Die Selbsvermesser http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/03/Die-Selbstvermesser [27.01.2016 UTC:18.20 Uhr].

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