Annehmen was ist — um dann mutig das zu verändern, was ich anders haben will…

Und — hast du dir deine Lebensfreude bis heute bewahrt?

Oft werde ich als „Strahlefrau“, als „Glückskind“ oder auch als “die, die irgendwie immer lacht” bezeichnet. Ja, das bin ich definitiv. Und wenn ich so gesehen werde, freue ich mich immer besonders. Ich liebe das Leben — und das Leben liebt mich. Niemals möchte ich meine Lebensfreude verlieren!

Heiliger Bimbam, was für ein Glück ich doch immer habe!

Heißt das jetzt, dass mir stets alles im Leben zugeflogen ist? Kann ich gerade deshalb immer so viel lachen kann?

Dauerhafter Glücks-Durchschiss sozusagen?

Hm, was meint das denn jetzt? Also so ganz konkret…

Es bedeutet für mich schlicht, dass ich eine Gabe intensiv auslebe, welche jeder Einzelne von uns hat: Die Gabe nämlich, alles so anzunehmen, wie es nun mal ist. Die Frage ist nicht, ob auch du diese Gabe hast — die richtige Fragestellung wäre: Wann lebst du diese Gabe — und wann nicht?

Geradlinig oder nicht — die Frage ist lediglich, was du daraus machst…

Oh ja, mein Leben war nicht immer geradlinig. Doch ich habe einfach immer akzeptiert, dass alles, was passiert, einen tieferen Sinn hat. Denn das hat mir den Druck genommen. Nie habe ich mich groß damit aufgehalten, über das WAS IST zu lamentieren. Zu jammern. Und mich zu bemitleiden. Opfer eben. Wieso auch? Ich habe ja die Möglichkeit, etwas zu verändern. Im Kleinen. Und häufig auch im Großen.


Ja, ich habe bei meiner ersten Berufswahl ins Klo gegriffen. Bankkauffrau. Das war einfach nichts für mich. Ziemlich schnell dachte ich mir: “Scheiße, wo bin ich hier nur gelandet?” Doch irgendwann habe ich mich einfach innerhalb der Sparkasse (bei der ich ja nun mal gelandet war) umgesehen nach einer Tätigkeit, die mich das wenigstens etwas ertragen lässt. Ich landete im Schulservice der Marketingabteilung.

Na bitte, geht doch.

Hier durfte ich Unterrichte in Nürnberger Grundschulen halten, fuhr mit Schülern an die Börse führte Schulklassen durch unser Haus. Auch wenn alle in meinem Umfeld meinten, das wäre aber sehr ungünstig, denn dann verliere ich „den Kontakt zu meiner Tätigkeit als Bankkauffrau“ — wisst ihr was: Ich hatte nie einen Kontakt zu dieser Tätigkeit gespürt. Und somit konnte ich diesen ja erst gar nicht verlieren…

Vieles über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konnte ich dort lernen. Also war´s doch gar nicht so übel, dass ich dort zwischengelandet bin. Und als ich nach elf Jahren spürte: „Das reicht jetzt aber“, hab ich einfach eines Abends meine Kündigung geschrieben. Ohne mit irgendjemanden darüber zu sprechen. Weshalb hätte ich das tun sollen? Es geht bei dieser Entscheidung ja schließlich um mein Leben.

Und inzwischen sagen mir Menschen, ich hätte ja leicht reden, denn ich hätte ja schließlich einen Beruf, der mich glücklich sein lässt?!

Ja bitte, hat nicht jeder von uns die Wahl, genau einen solchen Beruf zu ergreifen? Was hält DICH davon ab?

Also auch bei mir kam nicht eines nachts die „Berufs-Wunsch-Fee“ an mein Bett und sagte mit liebevoller Stimme: „So, liebe Andrea, wer soll denn nun dein Herzblatt sein? Möchtest du als Dirigentin mit vielen Musikern arbeiten? Oder als Heilerin Menschen helfen? Oder entscheidest du dich für Nummer drei und coachst Menschen, die nach ihrem wirklichen Leben suchen? Entscheide dich jetzt und wir servieren dir dein Herzblatt auf einem silbernen Tablett…“

Nein, es war keine „Berufs-Wunsch-Fee“, die zu mir sprach. Es war eine Stimme aus meinem Innersten. Meine Seele, wenn man so möchte. Und da ich laut meinen Eltern noch nie sehr bescheiden war, hab ich gleich alle drei genommen.

Und ja, bei manchen Entscheidungen spürte ich schon weiche Knie. Weil ich wusste, ich verlasse die (vermeintliche) Sicherheit und springe gerade ohne Netz und doppelten Boden. Einfach so. Und gleichzeitig wusste ich: Ich werde jetzt entweder springen — oder ich werde mein Lachen, meine Fröhlichkeit und meine Leichtigkeit verlieren.

Ich bin immer wieder gesprungen.

All die Jahre — inzwischen bin ich seit zwanzig Jahren von der Sparkasse weg — bin ich voller Neugierde und Forscherdrang meinen Weg gegangen. MEINEN Weg. Ich wollte mich einfach spüren. Wollte erfahren, was möglich ist. All die Kleingeister konnten mich niemals davon abhalten. Und Kleingeister und Zweifler gibt es überall. In deinem Umfeld. Und in meinem. Es ist lediglich meine Entscheidung, wie viel Macht ich ihnen gebe.


Heute erst war ich in der Sparkasse um Geld abzuheben. Und hinter dem Schalter sah ich eine Angestellte, die ich glaubte, schon mal gesehen zu haben. Oh ja, sie war damals, vor über dreißig Jahren, in meinem Lehrjahr — und sieht jetzt aus wie eine alte Frau. Ohne Lebenslicht. Das wurde mir heute bewusst: Hätte ich damals nicht den Mut gehabt, einen anderen Weg zu wählen, die Wahrscheinlichkeit, dass ich heute ähnlich alt aussähe, wäre durchaus gegeben.


Jetzt, in der Freiheit, habe ich alle Möglichkeiten, mich auszuprobieren. Meine Neugierde zu stillen. Und meinen Wissensdurst.

Ich entschied mich zuerst für eine Laufbahn als Dirigentin. Bis nach Leipzig führte mich mein Weg. Dort durfte ich in meiner Ausbildung sogar mit dem Rundfunkblasorchester arbeiten. Huch, was war ich nervös damals. Und so begann ich damals gleichzeitig, mein (Selbst-) Bewusstsein zu erforschen. Was ich das denn genau, das „Bewusstsein“? Was ist Charisma? Was bitte ist eine Aura? Und huch, Glaubenssätze, wie kommen die in uns rein? Und kann man die einfach „wegmachen“?

Mache dich auf die Reise — auf die Reise zu dir selbst.

Ja, ich machte mich auf die Reise. Auf die Reise zu mir selbst. Lernte von großartigen Menschen. Ich investierte in mich. Das Dirigieren fand im Außen statt. Die Musiker im Orchester dienten mir als Spiegel. Durch sie durfte ich alle meine „Schwächen“ schonungslos erkennen. Und meine Talente und Gaben. Und nach und nach öffneten sich alle Türen. Es waren die Türen meiner Seele.

Ich lernte vier Jahre lang in der Schweiz bei einem bekannten englischen Heiler. Übersetzte seine Behandlungen simultan. Für eine Russische Ärztin organisierte ich Seminare — weil mich die Russische Informations-Medizin lange in ihren Bann zog. Bei meinem liebsten Freund „und Meister“ Marius (er mag diese Bezeichnung überhaupt nicht) lernte ich viele Jahre lang alles über unsere Aura. Und über unsere Chakren. Er ist darin wahrlich ein Meister! Mit Robert Betz durfte ich in Salzburg Silvester feiern. Und erst kürzlich besuchte ich den Freespirit-Kurs von Bruno Würtenberger. Das war eine Woche lang Bewusstseins-Forschung pur. Mit vielen anderen Freespirits. In dieser Woche wurde mein Traum zur Wirklichkeit — mein Traum von absoluter Freiheit und vom wirklichen Leben.

Wäre ich damals in der Sparkasse geblieben — ich hätte das alles nicht erleben können!

Mein Leben ist nicht immer leicht und beschwingt verlaufen. Doch eines habe ich nie verloren: Die Gabe, das was IST, anzunehmen. Ich habe Orchester wieder verlassen, weil es Ärger gab. Ja, oft hatte ich eine Stinkwut. Und doch habe ich niemals hinterher getrauert. Weshalb auch? Es hätte mich mein Lachen gekostet. Meine Leichtigkeit. In jedem Moment, in welchem ich eine Türe schloss, blickte ich mich nach einer neuen Türe um, um diese voller Forscherdrang zu öffnen. Das Leben wird schon wissen, was es macht.

Als das SEK in unserer Wohnung stand, war mir nicht zu lachen und ich brauchte Zeit, um dies aufzuarbeiten. Und auch Zeit, um ganz tief zu blicken. Doch weshalb über etwas ärgern, das ich nicht mehr verändern kann? Wie blöd ist das denn? Ich entscheide doch stets selbst, wie ich mich fühle. Opfer oder Schöpfer? Und ich habe mich in dieser Zeit der Stille entschieden, ein zweites Buch zu schreiben. Über genau diese Geschichte. Nutze Hindernisse doch einfach als Sprungbrett. Eine Herausforderung wurde es, als mein Papa, den ich sehr liebte, plötzlich ein Pflegefall wurde. Oder als meine liebste Oma gegangen ist. Und doch wusste ich stets, wann es an der Zeit ist, loszulassen.

Ich lasse das krampfhafte Versuchen los, alles perfekt machen zu müssen. Wozu auch? Wären wir alle perfekt, es wäre absolut langweilig hier.

Come on — das Leben wartet. Das WIRKLICHE Leben…

Jederzeit hast du die Möglichkeit, etwas zu verändern. Es bedarf lediglich deiner bewussten Entscheidung. Gepaart mit Mut und Vertrauen. In dich und in das Leben…

Dein Freigeist Andrea.

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