Deine Lösung könnte außerhalb der Norm liegen…

…deshalb öffne dich dieser Möglichkeit und scheiß´auf die Norm.

Eine Lösung außerhalb der Norm.

Heute möchte ich euch an einer vollkommen “absurden” Idee des Wohnens teilhaben lassen. Zur Erklärung: absurd bedeutet laut Duden “abwegig, hirnverbrannt oder auch sinnwidrig”. Zugegeben, sinnwidrig bin ich sogar gerne — da ich in so vielen Handlungen unserer Gesellschaft keinen Sinn erkennen kann.

Warum zum Beispiel müssen wir immer zwei gleiche Socken tragen? Weshalb rennen wir alle in den Supermarkt und bezahlen viel Geld für “Füllstoffe”, welche uns nachweislich vergiften? Und warum bauen Menschen für viel Geld Häuser, stürzen sich in Schulden und arbeiten bis zum Umfallen, um in diesem Haus leben zu können (was sie ja dann logischerweise doch nicht können, weil sie rund um die Uhr für ihre Schulden arbeiten müssen!)? Das alles sind für mich persönlich Beispiele für sinnwidrig.


Auch bei Harald und mir stand eine Veränderung der Wohnsituation an. Wir wohnten in einer wunderschönen kleinen Wohnung in einer wunderschönen Kleinstadt. Doch irgendwie spürten wir beide, dass dieser Platz auf Dauer nicht für uns geeignet sein würde. Zum einen lebte eine “perfekte Rosamunde-Pilcher-Familie” neben uns — und unsere Energien waren definitiv nicht kompatibel. Und zum anderen wollten wir beide gerne wieder auf das Land ziehen… Wir wollten uns gerne ein bisschen abgrenzen von den vielen anstrengenden Energien einer Großstadt.

Was tun? Wo finden wir unsere Lösung?

Zuerst öffneten wir uns einfach nur dem Gedanken, umziehen zu KÖNNEN. Ein Umzug wäre möglich und wir wären bereit dazu. Mehr war in diesem Augenblick nicht zu tun. Denn damit kam im Universum bereits etwas ins Rollen (bedenke: jeder gedachte Gedanke hat eine Wirkung!).


Und dann ging es auch schon los… Harald erbte ein Haus. Also es war definitiv ein Angebot des Universums und es kam sehr unerwartet. Sein Papa ist heimgegangen. Jetzt stand er da mit seinem Haus… Hm, es wäre definitiv eine sehr vernünftige Möglichkeit für uns, dort einzuziehen. Und doch war uns beiden irgendwie von vornherein klar, dass wir nicht in dieses Haus ziehen werden. Warum? Eine Bauchentscheidung —noch viel mehr von Harald als von mir. Puh, irgendwie spürte ich Erleichterung, als Harald kund tat, er will definitiv nicht in dieses Haus einziehen.

Nach einiger Zeit stand uns plötzlich auch noch ein Grundstück zur Verfügung. Auch mein liebster Papa ist heimgegangen und plötzlich war da “sein” Grundstück, welches uns einlud, etwas Schönes daraus zu machen. Er liebte diesen Platz sehr.

“Macht etwas aus mir” — so flüstete uns das Grundstück zu…

Ja, jetzt wäre das Vernünftigste gewesen, zu bauen. Aber sowas von! Vernünftig eben, weil das schließlich alle so machen. Haus verkaufen und auf das Grundstück selbst etwas Neues bauen. Ein schickes Einfamilienhaus. Womöglich aus Holz. Mit schickem Vorgarten und einem (beeindruckenden) Auto vor der Garage. Innen drinnen selbstverständlich sehr großzügig gebaut — und natürlich auch letztendlich sehr viel teurer als geplant. So läuft das immer.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie dort bis an ihr Lebensende. Selbstverständlich ordentlich genormt…”

Brrrrr, das ist nicht mein Ding. Ein Haus ist nichts für mich. Das war mir schnell klar. Und Gott sei Dank auch dem Harald (er hat das ja bereits hinter sich). Und auch meine bisheringen 14 Umzüge sprechen eindeutig gegen diese Lösung. “Mann — Kind — Haus” — ich erkannte schon sehr schnell, dass all das alles nicht unbedingt mein erklärtes Lebensziel sein wollte (heißt nicht, dass ich das alles ablehne und ich das auf keinen Fall möchte— doch ich weiß, dass mein Leben auch “ohne” sehr erfüllt und Sinn-VOLL sein kann).


Na gut, wir öffneten uns für andere, vielleicht kreativere Lösungen. Flexibel sollte die Lösung auf alle Fälle sein. Nur nicht statisch, denn das ist nicht so unser Ding.

Und plötzlich war uns klar: Wir brauchen ein bewegliches Zuhause! Das ist es! — Gibt es das überhaupt?

Schnell wurden wir fündig! Bei Alex Borghorst in Göttingen. Ein Wohlwagen von ihm soll her. Oder zwei davon… Unsere Herzen hüpften bei dieser Idee!

Soooooooooooooo schön ist das! Leben auf dem wunderschönen Grundstück, umgeben von Pflanzen und Bäumen— in einem wunderschönen Holzhaus auf Rädern. Und mit der befreienden Möglichkeit, den Wohnort jederzeit ändern zu können. Was nicht heißt, dass wir immer wieder umziehen wollen. Bereits die Möglichkeit, es tun zu können, lässt mich persönlich tiefer und viel entspannter atmen…

Wir wussten plötzlich: Unsere ganz eigene Lösung liegt defintiv nicht in der Norm der Gesellschaft!

Und da man sagt, erfolgreiche Menschen treffen schnell Entscheidungen, taten wir das auch. Unsere Entscheidung ist schnell gefallen. Diese Lösung abseits der Norm soll es für uns beide sein.


Hey, warum suchen wir nicht alle bei unseren steten Herausforderungen und Entscheidungen immer auch außerhalb der Norm? Denn vielleicht liegt genau dort die passende Lösung?! Weshalb öffnen sich so wenige dem Gedanken, die Lösung könnte genau dort liegen? Liegt es daran, dass wir nicht den Mut haben, groß zu denken (ein Leben außerhalb unseres Landes zum Beispiel)? Liegt es daran, dass wir nie wirklich gelernt haben, selbst zu denken? Oder dass wir es tunlichst vermeiden, uns ganz einfach auf unser Gefühl zu verlassen?Auch das wurde uns immer wieder eingetrichtert. “Ach, du mit deinen Ideen!” — “Jetzt denk doch mal nach!” und ähnliche Sätze kennen wir vermutlich alle. Bullshit — und sie hindern uns daran, wirklich zu leben!


Nicht jeder ist geeignet für eine perfekt geschnittene Eigentumswohnung inmitten einer Wohnanlage. Nicht jeder ist geschaffen für ein Haus mit allem Drum und Dran (ich weiß leider nicht, wie man PiPaPo schreibt), für das er sein ganzes Leben lang arbeiten muss. Und nicht jeder ist geschaffen für ein Holzhaus in einer (häufig spießigen) Neubausiedlung. Doch auch nicht jeder ist motiviert, was Umzüge betrifft, sodass auch unsere Lösung definitiv nicht für jeden passt.

Wir alle sind Individuen — es gibt keine Lösung von der Stange. Und “die Anderen” sind ein sehr ungünstiges Auswahlkriterium. So häufig zum Scheitern verurteilt.

Die Reaktionen auf unsere Wohlwagenentscheidung fallen sehr unterschiedlich aus (interessant zu beobachten). Also cool finden unser Vorhaben defintiv die meisten. Und auch sehr spannend. Den Mut, das auch tatsächlich durchzuziehen, hätten dagegen wohl eher die wenigsten.


“Wollt ihr dann immer in einem Wohnwagen leben?” — “Ja klar, wenn es uns gefällt schon.” “Und wenn nicht?” — “Oh, dann suchen wir nach einer Lösung, wenn es soweit ist”.


Weshalb haben wir nicht dem Mut, JETZT das zu tun, was uns JETZT glücklich sein lässt? Weshalb sorgen wir uns permanent um die Zukunft und entscheiden uns deshalb nicht für das Glück im JETZT?

Ich bin ganz sicher, dass sich dann, wenn man im Jetzt glücklich ist, auch die Zukunft ganz anders formt. Eben glücklich. Denn nur aus dem Glücklichsein heraus, lässt sich auch das Glück erschaffen. Das hat nichts mit materiellem Reichtum und Geld zu tun. Glück ist ein SEINS-Zustand.


Die Genehmigungen für unsere Wohlwägen sind schon lange da (ja, wir haben zwei bestellt). Gerne schreibe ich auch einmal über den spannenden Weg der Genehmigung und die vielen damit verbundenen Zu-Fälle. Und selbstverständlich halte ich euch über dieses Wohlwagen — Abenteuer mit meinen Blogs auf dem Laufenden.

Unser erster Wagen ist bereits in der Fertigung…

Herzlich, Andrea. Freigeist.

Für alle, die sich auch auf ein solches Abenteuer einlassen wollen, sein ein solcher Wohlwagen von Alex Borghorst von ganzem Herzen zu empfehlen!

Ich freue mich sehr, wenn du auch künftig meine Blogs lesen willst und mir hier folgst…

Meine Datenschutzerklärung findest du unter www.andreagrillenberger.com/datenschutzerklärung/