Was tun bei Beschwerden in der Kniekehle?

Keiko Mascheck
Sep 5, 2018 · 3 min read

Schmerzen in der Kniekehle können unterschiedliche Gründe haben. Welches Problem tatsächlich vorliegt, ist teilweise an der Intensität des Schmerzes zu erkennen sowie an der genauen Stelle. Auch die Bewegung, bei der man in der Kniekehle Schmerzen spürt kann auf die Ursache hindeuten. Teilweise entstehen die Schmerzen beim Treppensteigen oder im Anschluss an sportliche Aktivitäten. Zudem ist es wichtig, bei der Suche nach dem Ursprung die Begleiterscheinungen zu untersuchen. Hier sind zum Beispiel Blutergüsse oder Schwellungen möglich.

Der Schmerz in der Kniekehle kann vorübergehend auftreten oder zum chronischen Symptom werden. Bei akuten Schmerzen liegt häufig eine Verletzung durch bestimmte Bewegungen vor. Im Gegensatz dazu entwickeln sich die chronischen Knieschmerzen allmählich. Hierbei handelt es sich zumeist um Verschleißerscheinungen, also um Kniearthrose.

Schmerzen Kniekehle: Lokalisation und eigene Therapie

Abhängig von der Schmerzqualität und der vermeintlichen Ursache lassen sich die Schmerzen manchmal ohne ärztliche Hilfe behandeln. Bei myofortis.de erfahren die Betroffenen, wie sie sich selbst helfen können. Bei chronischen Knieschmerzen ist der Weg in die Arztpraxis jedoch unvermeidbar.

Schmerzen in Kniekehle werden durch verschiedene Belastungen verursacht, unter anderem durch:

• Sport

• Wanderungen

• ungewohnte Bewegungsabläufe.

Gerade wenn man längere Zeit pausiert hat, kommt es zu Gelenkschmerzen in den Knien. Oft ist das kein Anlass zur Sorge, da es sich nur um eine Überanstrengung handelt. Bei länger anhaltenden Schmerzen sollte man die Ursachen allerdings bei einem Arztbesuch abklären.

Mögliche Begleitsymptome

Falls zusätzliche Symptome die Knieschmerzen begleiten, lässt sich daran eventuell die Ursache erkennen. Typische Begleitungen sind Schwellungen und Rötungen, Blut- und Gelenkergüsse sowie eine verminderte Belastbarkeit und Beweglichkeit des Knies. Das kann bis zur Instabilität führen. Gelegentlich tritt eine spürbare Erwärmung der Kniepartie auf.

Wenn nach einem Unfall in der Kniekehle Schmerzen auftreten, sollte man die sogenannte PECH-Regel berücksichtigen:

• Pause, um das Bein zu entlasten

• Eis zum Kühlen auflegen,

• Compression, also leichter Druck gegen Blutergüsse und Schwellungen (ggf. durch ein Tape),

• Hochlagern.

Nach mehrere Tagen sollten die Schmerzen verschwinden, ansonsten ist en Arzttermin fällig.

Schmerzen in Kniekehle — die Baker-Zyste

Bei der Baker-Zyste handelt es sich um eine Aussackung im Kniegelenk, die als deutliche Schwellung zu erkennen ist. Sie entsteht durch die Ansammlung von Gelenkflüssigkeit und wird zumeist durch die Reizung des Kniegelenks verursacht. Die Gründe dafür sind beispielsweise eine Gelenkentzündung, ein Meniskusschaden oder Arthrose. Auch als Folge einer Knieverletzung kann es zur Bildung der Baker-Zyste kommen.

Die Baker-Zyste sorgt beim Strecken sowie beim Beugen des Knies für ein schmerzhaftes Ziehen, das vor allem in der Kniekehle spürbar ist. Nur selten kann es zum Riss der Zyste kommen, woraufhin der Schmerz extrem heftig wird. Gleichzeitig wird die Kniekehle rot und heiß. Bei diesem Symptomen sollte man nicht lange warten und bald eine Arztpraxis aufsuchen.

Thrombose als Ursache eher selten

Im Allgemeinen handelt es sich bei den Gelenkschmerzen um Folgen einer Überlastung oder eines Unfalls, doch manchmal kann auch eine Thrombose die Beschwerden auslösen. Um zu prüfen, ob die Schmerzen in der Kniekehle auf eine Thrombose in der Beinvene hinweisen, sollte man die Risikofaktoren kennen.

Die Gefahr einer Thrombose steigt durch eine längere Ruhestellung oder Entlastung der Beine. Dazu kommt es durch Bettlägerigkeit oder im Anschluss an Verletzungen und Operationen. Auch Langstreckenflüge und langes Sitzen in der Bahn sind ein Risiko. Durch Übergewicht, ein fortgeschrittenes Alter, Schwangerschaft und bestimmte Erkrankungen erhöht sich die Anfälligkeit ebenfalls. Im Zusammenhang mit einer Thrombose verfärbt sich die Haut oft bläulich und die Venen schwellen an. Hier ist schnellstmöglich ein Arzt zu rufen, um eine Embolie zu verhindern.

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