Die Motivation ein Startup zu gründen!

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Um dir eine gewisse Orientierung zu geben, geht es in diesem Artikel um meine Motivation und meine Gedanken über das Gründen, sowie die Vor-und Nachteile der Selbstständigkeit. Welche Motivation haben Unternehmer und wieso sollte man ein Unternehmen aufbauen wollen?

Bist du gerade kurz vor dem Abschluss deines Studiums und bist dir nicht sicher, ob du dich selbstständig machen solltest ?
Oder steckst gerade in deinem Job fest, bist unglücklich und suchst nach etwas neuem — denn dann glaube ich, dass die Selbstständigkeit definitiv etwas für dich sein könnte!

Selbstständig werden. Ein Unternehmen aufbauen! Ganz gleich, ob du dein eigener Chef sein willst, deine Zeit frei einteilen möchtest oder mehr Verantwortung übernehmen willst. Noch nie war es so einfach den Weg eines Unternehmers einzuschlagen wie heute!
Die meisten Menschen haben Unternehmertum als Karriereweg gar nicht auf dem Schirm, denn wenn diese erste Hürde überwunden ist, steht die nächste vor der Tür.

Das gesellschaftliche Stigma über das Gründen und eine mentale Barriere erschweren zusätzlich die endgültige Entscheidung. Über Jahre haben viele innere Blockaden aufgebaut, was schon bei der Erziehung, der Schule oder dem falschen Umfeld anfängt. Sorgen, Ängste, Risiken und Fragen wie “Schaffe ich das?”, “Was ist, wenn scheitere?”,”Was werden die anderen von mir denken?” sind nur einige der vielen Fragen, die einem im Kopf rumschwirren und den Entschluss zur Selbstständigkeit verhindern.
Seltener liegt es an einer Idee, einem Team oder dem Kapital. Es ist eher diese mentale Barriere, die den Entschluss verhindert.
Der Gedanke ist meist schwerer als der eigentliche Schritt, weswegen ich die Vorurteile und die tatsächlichen Risiken und Chancen einer Selbstständigkeit einmal näher durchleuchten und auf den Prüfstand stellen möchte.

Den anderen Weg gehen

Sehr viele sind der Meinung, dass ein Startup ein sehr “riskantes” Unterfangen ist.
Nun, sowas sollte man ganz rational und logisch bewerten:

Die Nachteile eines Startups:

  • Ein Startup aufzubauen dauert Jahre. Überdurchschnittlich viele Stunden — 60 Stunden in der Woche sind keine Seltenheit. Ein jahrelanger Weg mit viel Arbeit, Schmerz und Risiko sowie ein Weg mit einem Ziel, aber ohne Wegbeschreibung oder Garantie auf Ankunft. Eine Abzweigung, die deutliche Signale auf einem Lebenslauf hinterlässt. Eine Abzweigung mit anfänglichen monetären Einbußen und dem Statement, dass man sich nicht für den klassischen gut bezahlten und bewährten Karriereweg in einem Konzern oder einer Unternehmensberatung und Co, entscheidet.
  • Minimalistische Lebensweise und Stressresistenz sind wichtige Eigenschaften, die man mitbringen sollte. An Fomo und Fancy-Stuff sollte man ebenfalls kein all zu großes Interesse haben, da man sonst unglücklich werden kann, wenn man sieht, wie die Freunde ihr “dickes” Geld im 9-to-5 Stil verdienen. Besonders in der Anfangszeit, oder wenn die Auftragslage mal schlecht ist, fließt kein regelmäßiges Gehalt.
    Das solltest du vorher wissen und auch darauf reagieren können.
Instead of getting an apartment, we just rented a small office and slept on the couch. We showered at the YMCA. We had just one computer, so the website was up during the day and I was coding at night. Seven days a week, all the time. I briefly had a girlfriend during that period and in order to be with me, she had to sleep in the office.” — Elon Musk, 2014 USC Commencement Speech
  • Lebenlanges Lernen und die Bereitschaft für kalkuliertes Risiko darf natürlich auch nicht fehlen. Wenn man ein Startup gründet, wird man tagtäglich mit Themen und Problemen konfrontiert, die so existenziell und mental fordernd sein können, wie es in einem klassischen Job niemals möglich wäre.
  • Man muss mit dem Scheitern umgehen können. Probleme werden auftreten, mehr als du dir vorstellen kannst.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas nicht klappt, wie du dir vorstellst, ist höher als die Alternative.
    Mit Niederlagen muss man umgehen können, denn sie gehören zum Alltag!
  • Mentale Barrieren und Sozialer Suizid. Sobald du dich entscheidest oder alleine schon mit dem Gedanken spielst, ein Unternehmer zu werden, wirst du sehr viele Leute in deinem Umfeld finden, die dich mit Kommentaren und Einschätzungen bombardieren.
    Einige werden dir nur das Beste wünschen und dich unterstützen, andere werden eher heuchlerisch im Hintergrund ihrer Skepsis freien Lauf lassen. Mit der ersten Sorte solltest du den Kontakt pflegen, mit der zweiten Sorte eher nicht. Aber in jedem Falle wird die Gründung eines Startups die wahren Gedanken deiner Kontakte offenbaren. Auf Missgunst und viel Gegenwind solltest du dich gefasst machen! Es ist etwas unlogisch, wenn die selben Menschen neue und bedeutungslose Produkte von schon erfolgreichen “Stars” in den Himmel loben, allerdings die Ideen und Produkte eines engen Freundes skeptisch beäugen und schlecht reden. In Kurzform: Mach dir nicht viel Hoffnung auf Support.

Die Vorteile eines Startups:

  • Ein Startup kann dich reich machen — steinreich. Entweder durch einen Exit und Verkauf deines Unternehmens, einen IPO oder, der dritte und vielleicht nicht ganz offensichtlichen Weg, durch ein solides Business. Nicht nur steinreich, sondern auch mächtig oder berühmt kannst du werden. Die Wahrscheinlichkeit ist dafür zumindest höher als in einem normalen Beruf.
  • Die Arbeit an sich kann viel motivierender sein! Man kreiert etwas, bereichert die Welt und ist Schöpfer von etwas Neuem. Unter den eigenen Bedingungen in völliger Freiheit und Eigenregie kann das schon ziemlich sinnstiftend und motivierend sein.
  • Das Risiko ist nicht so hoch, wie die meisten denken, da meist nur Geld und Zeit auf dem Spiel steht. Das eine kann man auch noch auf dem klassischen Weg verdienen, das andere hat man aber in jedem Fall sinnvoll genutzt, da man sehr viel gelernt und sich selbst besser kennengelernt hat — es ist eine Entscheidung für ein Abenteuer.
  • Sogesehen gibt es nichts zu verlieren, denn der klassische 9-to-5 Karriereweg läuft dir nicht weg. Egal wie das Startup läuft, ob Exit oder Fuckup, du wirst danach immer noch einen gut bezahlten Arbeitsplatz bekommen können. Ich bin sogar fester Überzeugung, dass der Job dann, sowohl von der Position als auch Bezahlung, sogar noch besser sein wird. Ein eigenes Unternehmen im Lebenslauf differenziert dich von der Konkurrenz und stellt einen deutlichen USP heraus. Das macht dich attraktiver für einen Arbeitgeber, da es viele positive Eigenschaften wie Selbstständigkeit, Risikobereitschaft usw. suggeriert.
  • Deine Fähigkeiten können sich viel individueller entwickeln. Du musst dich in viele Bereiche einarbeiten, ein Multitalent mit dem Blick für das Große und Ganze sein. Auch oder gerade weil man Verantwortung übernehmen muss, entfaltet man seine Persönlichkeit ganzheitlich auf einem hohen Niveau.

Resümee

Wer bereit ist, viele Jahre Arbeit und Schweiß in eine Vision zu stecken und dabei den psychischen Belastungen, Stress und Existenzängsten standhält sowie die Risiken in Kauf nimmt, hat eine Chance auf großen Reichtum. Zusätzlich aber auch auf ein Leben nach eigenen Regeln und einer persönlichen Weiterentwicklung, die sonst nicht möglich ist.

Meine Motivation

In mir steckte schon immer das Gründen, obwohl ich nie BWL oder Entrepreneurship studiert habe, da die Informatik das Feld war, welches mich interessiert hat.
Doch muss man einen wirtschaftlichen Background haben um zu gründen? Das denke ich ganz und gar nicht!
Für mich hat gründen mehr mit Eigenschaften, mentalen Einstellungen und Wünschen zu tun, als mit reinem wirtschaftlichen Wissen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass Entrepreneurship nichts ist, was man in der Schule oder an der Universität lernt, sondern viel mehr durch Learning by Doing. Niemand kann wirklich vorhersagen, wie ein Unternehmen am Markt performen wird.

Des Geldes wegen

Kapitalistenschweine, geldgeil und gierig werden Unternehmer manchmal tituliert. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass Geld keine Rolle spielt. Ich wollte schon immer sehr wohlhabend werden und ich wusste, dass das durch ein normales Gehalt alleine nicht klappen wird. Denn Reichtum erlangt man dadurch, dass man Werte erschafft, einen Mehrwert bietet und bereit ist Risiken einzugehen.
Ich bin der Meinung, dass es eines der derzeit größten Arbitrages ist, Unternehmer zu sein. Es gibt genug Kapital auf dem Markt, viele neue Technologien sowie extreme intellektuelle und opportunistische Vorteile. Die Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung und die neuen Technologien bieten, sind vielfältig und unzählig!

Ich bin davon überzeugt, dass das Gründen den größten ROI bietet. Man ist der Herr seines Schicksals und mit dem richtigen Mindset und Willen wird man früher oder später erfolgreich. Die Arbeit und die Stunden, die man investiert, kann man nicht besser investieren, da man schließlich an und für sich arbeitet. Ich glaube, dass wenn man seine Fähigkeiten und sein Netzwerk in jungen Jahren solide aufbaut, es dem Compound of Interest Effect sehr nahe kommt , wodurch es exponentiell auszahlen wird.
Viele kleine Bausteine, Fehlschläge und Kontakte bauen nicht nur ein Haus auf, sondern können sich gar zu einem Imperium aufaddieren . Alles sehr gute Argumente, doch Geld kann meiner Meinung nach nicht der einzige Antrieb sein. Es ist zwar ein sehr guter und universeller Maßstab für Erfolg, aber nicht das einzige Ziel!

Ausgetretene Pfade

Darüber hinaus habe ich zum klassischen Karriereweg einige Überzeugungen…

Zunächst einmal glaube ich, dass der normale Weg extrem hohe Opportunitätskosten inne hat.
Auch glaube ich, dass es sehr naiv ist, alles auf eine Karte zu setzen. Unternehmen, die nur ein Produkt haben, nennt man gerne Flamingo-Unternehmen, da Flamingos nur auf einem Bein stehen. Wieso man sein ganzes Leben auf die eine Karriere oder den einen Karriereweg setzt, verstehe ich deswegen nicht.

Meine Ziele kann ich nicht auf dem normalen Weg und dem gängigen “Zeit-gegen-Geld” Konzept erreichen. Zeit — gegen — Geld ist ein Konzept, das einen der Lebenszeit beraubt, weil das das ist, was man macht. Man prostituiert sich und tauscht nunmal Lebenszeit gegen Geld! Besonders in jungen Jahren, wo man vital und in der Blüte seiner Zeit ist — diese Zeit, die noch viel wertvoller ist, als die im Alter.
Die Zeit sollte man in sich investieren!
Deswegen finde ich, dass der klassische Karriereweg extrem hohe Opportunitätskosten bietet, die bei einem Startup gänzlich wegfallen.

[At a job] there are going to be times when you have absolutely no desire to work on anything, and you’re going to have to go to work anyway and sit in front of your screen and pretend to. To someone who likes work, as most good hackers do, this is torture.” — Paul Graham, co-founder of Y-Combinator

So gut wie Paul Graham das beschreibt, so wahr kann es auch sein! Vor allem, weil man vertraglich gebunden ist — beizeiten kann es sich wie ein goldener Käfig anfühlen. Die Selbstständigkeit hingegeben bietet einem maximale Freiheit in allen Situationen! Aufstehen wann man will, arbeiten wann man will (obwohl man immer arbeiten wird, weil man so sehr von dem eigenen Vorhaben überzeugt ist) und vor allem arbeiten mit WEM man will!

From the outside everyone wanted to get into [corporate law firm]… but on the inside … everybody wanted to leave… When I left — after seven months and three days — one of the lawyers down the hall from me said, ‘You know, I had no idea it was possible to escape from Alcatraz.’ Of course that was not literally true, since all you had to do was go out the front door and not come back. But psychologically this was not what people were capable of, because when their identity was defined by competing so intensely with other people, they could not imagine leaving. — Peter Thiel

Die Vision

Ich habe viele Ideen und möchte diese umsetzen. Ich will etwas bewegen! Und dafür bin ich bereit auch die Konsequenzen zu tragen.
Ganz egal, ob diese Erfolg oder Misserfolg bedeuten. Das ist der Spirit eines Unternehmers. Man muss verrückt, dumm oder so naiv sein zu glauben, dass man es wirklich schaffen kann. Maßlose Selbstüberschätzung gehört glaube ich einfach dazu. Sei du selbst — Competition is for Losers

The tremendous price (of competition) is that you stop asking some bigger questions … don’t always go through the tiny little doors that everyone tries to rush through, maybe go around the corner, go through the vast gate no one is taking.” — Peter Thiel, co-founder of Paypal, Palantir, and Founders Fund

Das ist Peter Thiels Geschäfts- und Lebensphilosophie in einem Satz. Wenn es schwierig ist, sich von anderen Menschen zu unterscheiden, weil die objektiven Unterschiede so gering sind, muss man hart kämpfen. Je höher man hinaus will, desto härter wird dieser Kampf, weil die Unterschiede nur noch in den Abschlüssen und Noten liegen.

The battles were so ferocious because the stakes were so small.” — Henry Kissinger

Wenn man keine Lust hat an diesem sinnlosen Kampf teilnehmen zu müssen, ist der Weg des Unternehmertums wirklich die beste Wahl!
Das ist ein so großes Alleinstellungsmerkmal, dass man in einer eigenen Liga spielt! Brandbuilding und theoretisches Wissen angewandt in der Praxis, unter einem enormen Druck! Ein besseres Assessment gibt es nicht. Also wer glaubt sich sorgen machen zu müssen, dass er keinen Job findet, falls alle Stricke reißen und man scheitert, der sollte Peter Thiels Buch lesen! Das ist gleichzeitig eine Antwort an alle “Hater” und Leute, die einen bombardieren, die einem sagen, dass dies der falsche Weg sei!
Ich wollte meinen eigenen Weg gehen, denn auf dem konkurriere ich nur mit mir selbst! Wenn man nicht an sich selbst glaubt, an wen denn sonst?

Der richtige Zeitpunkt

Ich habe schon während des Abiturs und Studiums kleinere Projekte umgesetzt. Eine gute Art das Gelernte zu vertiefen! Direkt nach dem Studium habe ich mit zwei meiner besten Freunde gegründet — das war definitiv der beste Zeitpunkt!

Man hat wärend des Studiums gelernt mit wenig Geld zu wirtschaften. Man hat sich noch keine Verbindlichkeiten aufgebaut und hatte im Allgemeinen keine großen Bedürfnisse und Ansprüche! Viele meinten zu mir “Such dir erstmal einen Job, spare etwas Kapital an und gründe dann!”. Doch mir war klar, wenn man sich für den Job entscheidet, dann wird man sich an den Cashflow gewöhnen und definitiv keine monetären Einbußen akzeptieren. Die Entscheidung wird im nachhinein nur schwerer! Ich hatte keine finanziellen Verbindlichkeiten und keine Verpflichtungen, weswegen mir klar war: “Dies ist der beste Zeitpunkt, ich hab nichts zu verlieren!” Wenn ich scheitern sollte, bin ich immer noch jung und kann mir einen Job suchen.” Auch wusste ich direkt, das ich es 100%ig bereuen würde! Deswegen war es keine schwere Entscheidung!

Abschließende Worte

Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Gedanken die Angst vor dem Gründen nehmen konnte, oder noch besser, das Gründerfeuer in dir entflammen konnte! Wenn ich dir helfen konnte, würde ich mich über ein Kommentar oder eine Mail freuen!