Workshop Porträtfotografie

Keine Arbeit im richtigen Sinn, heute gab es einen weiteren Workshop über die Akademie, Charaktergesichter. Das Model war Schauspieler und Sänger, die Gruppe der Fotografen mit vier Leuten recht klein und angenehm.

Ein paar kurze Einführungsworte unseres “drill instructor”, anschließend gut zwei Stunden im Studio, um verschiedene Posen und Gesichtsausdrücke fotografieren zu können. Das Model singt sich warm mit “Papageno”, wir knipsen eifrig drauf los. Anschließend verschiedene Rollen, am witzigsten waren die Wut- und Aggressionsrollen. Behält man im Hinterkopf, daß man einen Schauspieler vor sich hat, dem man die Rollen quasi vorgibt, fühlt man sich auch nicht angegriffen, wenn er einen direkt anspricht und beschimpft.

Nach der Mittagspause ging es raus, das schöne Wetter für Außenaufnahmen nutzen. Wir haben uns die Reste eines abgerissenen Hauses gesucht, wo wir das Model in verschiedenen Posen abgelichtet haben, anschließend waren wir auf dem Nebengrundstück, ebenfalls ein Abrißhaus. Zuerst waren wir draußen in den Hinterhöfen, zuletzt haben wir eine der verwüsteten Wohnungen als Kulisse genutzt. Insgesamt nochmal zwei Stunden draußen, die Zeit verging wirklich irre schnell.

Jetzt habe ich gerade die Bilder von der Karte gezerrt, meine persönliche Tagesbestleistung liegt heute bei gigantischen 446 Bildern. Sichten, raussuchen, nachbearbeiten mache ich dann nächste Woche. Jetzt hab ich “Rücken”, bin erledigt und werde mir erstmal ein heißes Bad einlassen. Dazu gibts gleich noch ein Glas Wein auf diesen erfolgreichen Tag, mehr wird heute nicht.

Eine meiner bisher besten Entscheidungen in diesem Jahr war die, mich mehr mit der Fotografie zu beschäftigen und dafür die Akademie zu besuchen, um mein Hobby konstruktiv weiterzuentwickeln. Und ich merke, daß ich solche Tage wie den heutigen einfach liebe.

One clap, two clap, three clap, forty?

By clapping more or less, you can signal to us which stories really stand out.