3 Gründe mit Kampfsport zu beginnen an die du noch nie gedacht hast.

Hi, ich bin Alex, Gründer und Trainer bei Apis Martial Arts in München und in diesem Artikel gebe ich dir einen kleinen Überblick warum Kampfsport generell und Brazilian Jiu Jitsu im speziellen genau das richtige für dich sein könnte.
Ich hoffe, dass ich dir ein paar Gründe zeigen kann an die du vielleicht noch nie gedacht hast und spare dafür Punkte aus die normalerweise immer zuerst auftauchen.
Ich halte zum Beispiel sehr viel von BJJ zu Zwecken der Selbstverteidigung und kann dessen Effektivität aus erster Hand bestätigen, da ich aber in einer so sicheren Stadt wie München lebe, ist dies schlichtweg nicht mein Antrieb.
Nun aber wie versprochen zu den Gründen, die die meisten Leute zumindest nicht direkt auf dem Schirm haben.
1. Vollkontakt aber wenig Impact.
Als ich auf der Suche nach einem Kampfsport war, hatte ich wenig Ahnung nach was ich eigentlich suche aber eines war mir klar: Statt dem kontaktlosen ausführen von Choreografien oder sogenannten Katas wie sie in vielen traditionellen Kampfkünsten vorkommen, wollte ich einen echten Kampfsport, mit Vollkontaktsparring in jeder Einheit und am besten auch der Möglichkeit mich in Wettkämpfen zu messen. Da ich ursprünglich in einem MMA Gym mit dem Training begonnen habe, habe ich zunächst sowohl Muay Thai bzw. Thaiboxen als auch BJJ simultan trainiert und beide Sportarten erfüllen oben genannte Kriterien zu 100%.
Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Sportarten bzw schlagenden Kampfsportarten wie Boxen und ringerischen Kampfsportarten wie eben BJJ oder Judo ist der physische Schaden den du dabei nimmst, oder eben nicht. Während es bei allen Vollkontaktsportarten zu Blessuren kommen wird, ist das Risiko für degeneratives Hirntrauma, sogenanntes CTE, bei schlagenden Kampfsportarten über die Jahre deutlich höher.
Kurz gesagt, ich mag es mich in jeder Einheit voll auszutoben und realistisches Sparring zu haben ohne dabei die Gesundheit meines Kopfes zu riskieren. Ein toller Nebeneffekt davon ist, dass im BJJ auch Neulinge mit oft deutlich weniger als einem Jahr Trainingserfahrung in der entsprechenden Gürtel- und Gewichtsklasse gefahrlos erste Wettkampferfahrung sammeln können, sofern sie das denn möchten.

2. Die Leute und der Lifestyle
Der nächste Punkt ist für viele einer der wichtigsten Gründe viele Jahre beim BJJ zu bleiben und gleichzeitig oftmals überraschend für außenstehende. Einer der am häufigsten genannten Gründe warum Leute mit egal welcher Sportart beginnen, ist neben den offensichtlichen Vorteilen für Fitness und Gesundheit der soziale Aspekt. Obwohl die meisten Menschen Kampfsport hier eher nicht auf ihrer Liste haben, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass BJJ die mit Abstand warmherzigste und gastfreundlichste Sportgemeinschaft ist die ich kennenlernen durfte. Viele BJJler reisen relativ häufig und haben es sich zur Gewohnheit gemacht auf ihren Trips kurzfristig in anderen Gyms zu trainieren, welche wiederum Gäste in den allermeisten Fällen sehr herzlich willkommen heißen. Oft lernt man hier schnell neue Leute in diversen Destinationen kennen und nicht selten bleibt man in Kontakt und es entwickeln sich Freundschaften über viele Landesgrenzen hinweg. Ich selbst war schon in Ländern wie Kroatien, Norwegen, Österreich, Portugal, Holland, Kanada und den USA zu Gast in diversen Gyms und vereise heute nur noch ungern ohne meinen Gi im Gepäck. Auch hier bei Apis Martial Arts ist es für mich selbstverständlich reisende Sportskameraden willkommen zu heißen.

3. Urinstinkte des Menschen.
Es gibt Dinge auf der ganzen Welt in den verschiedensten Ländern, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten die Menschen faszinieren und bewegen. Zwei davon sind das Kämpfen und das Lernen und beide finden sich im BJJ wieder.
Raufen, Rangeln oder Ringen, auf jedem Schulhof dieser Welt testen, meistens Jungs, ihre Kräfte gegeneinander und auch Erwachsene können sich der Faszination eines Zweikampfes selten entziehen. Sei es ein Box- oder MMA-Kampf im TV, eine actiongeladene Kampfszene in einem Film oder ein Handgemenge auf dem örtlichen Volksfest, wir bleiben zumindest kurz hängen. BJJ gibt uns die Möglichkeit genau das zu tun, nämlich zu kämpfen, zu rangeln und uns zu messen. Das Ganze geschieht in einem kontrollierten und sicheren Umfeld ohne bösartige Konsequenzen. Eine spannende und lehrreiche Erfahrung, die niemand missen sollte.
Der zweite Punkt ist das Lernen. Viele von uns haben nach ihrer Ausbildung einen Job begonnen und sich mit einem klassischen Arbeitsleben ohne wirklich neuer Impulse abgefunden. Dabei ist konstantes Lernen und Entdecken einer der größten Motoren der Menschheit. Da BJJ ein vergleichsweise junger Kampfsport mit einem ehr weit gefassten Regelwerk ist, bietet es die Möglichkeit in jedem Training neue Techniken und Details zu entdecken und zu erlernen. Auch nach vielen Jahren werden die Momente nicht knapp in denen uns zu neuen oder bereits bekannten Techniken durch kleine Details oder alternative Blickwinkel immer wieder aufs neue die Augen geöffnet werden. Oder wie es ein guter Freund von mir immer sehr schön auf den Punkt bringt:
„When was the last time that you did something fort he first time?“
Das war nun also eine kleine Liste an Gründen die für mich ganz persönlich aber auch viele andere Sportler den Reiz am Brazilian Jiu Jitsu ausmachen. Wie schon zu beginn erwähnt gibt es sicherlich noch viele weitere Gründe und ich freue mich in den Kommentaren eben diese von euch zu hören.
Wenn Ihr mehr über mich oder mein Gym erfahren wollt, seit ihr herzlich eingeladen uns beim Training zu besuchen. Weitere Infos und Trainingszeiten findet ihr unter: https://www.apis-martial-arts.com