Unsere Filmbesprechung

„Beuys“ — der neue Film von Andreas Veiel (ab 18.5. in den Kinos).

„Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“

Joseph Beuys, Holland, 1975. © zeroonefilm / Caroline Tisdall

Hier ist ein Film, der eigentlich sein Thema nicht findet. Dem man aber zu Gute halten kann, dass sein Scheitern nachvollziehbar ist, und dass genau darin der Impuls liegt sich (erneut) mit Joseph Beuys zu beschäftigen — dieser europäischen Ausnahmeerscheinung des Kunstbetriebs. Denn der Film läßt zu viel offen und findet keine Haltung — weder dem Werk, noch dem Künstler noch seiner Zeit gegenüber. Zu schnell verfährt der Regisseur sich im Dickicht des Materials, zu sehr verfällt er dem Charisma seiner Hauptfigur.

Dabei sind Andreas Veiel großartige Filme gelungen, wie beispielsweise „Black Box BRD“ (2001), über den RAF Terroristen Wolfgang Grams und den damaligen Chef der Deutschen Bank Alfred Herrhausen. Politische Themen beschäftigen den in Stuttgart geborenen Theater- und Film-Regisseur bereits seit Mitte der 1980er Jahre. Intensive Vorbereitungen, gründliche Archivarbeit und ausführliche Interviews sind Teil seiner Arbeitsmethode.

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