Die drei Haupthindernisse, um von eurer Kunst leben zu können

“Was hindert euch daran, von eurer künstlerischen oder kreativen Arbeit zu leben — und (falls ihr das schon tut) was funktioniert nicht so, wie ihr es gerne hättet?”

In einem Blogbeitrag auf meiner Website habe ich vor einiger Zeit einen kurzen Überblick über die vielen Antworten geben, die ich von den Leser°innen meines E-Mails-Newsletters auf diese (und weitere) Fragen erhalten habe.

(Danke übrigens nochmals an alle jene, die sich dafür Zeit genommen haben!)

Was mir dann bei der rückblickenden Betrachtung und dem Versuch, die gemeinsame Ursachen für die vielen verschiedenen angesprochenen Themen herauszufinden, aufgefallen ist:

Die meisten der erwähnten Herausforderungen lassen sich in eine dieser drei Kategorien unterbringen:

1) Es sind die Umstände, alles so schwierig machen: der Kunstmarkt ist eine Farce, die Musikbranche ist ein Insider-Business, das System ist korrupt, die Zeiten werden immer schwieriger, mein Job und/oder meine Familie lassen mir eben keine Zeit, die Förderungen sind undurchsichtig, die Technik ist so kompliziert, die Website up to date zu halten ist zeitraubend, Akquise ist per se schon furchtbar, etc.

2) Es sind die Anderen, die mich davon abhalten: Kuratoren lügen mir ins Gesicht, Veranstalter sind unzuverlässig, der Musikproduzent ruft nie zurück, die Kunden finden meine Sachen zu abgehoben, die Journalisten berichten immer nur über ihre Freunde, diese und jene Kolleg°innen können sich eben besser in Szene setzen, geborene Netzwerker haben es immer leichter, etc.

3) Es liegt an mir — ich kriege es eben nicht auf die Reihe: ich kann mich nicht so gut organisieren, es fällt mir schwer, an andere heranzutreten, ich fühle mich noch nicht bereit dazu, ich bin eben keine Einzelkämpferin, es kostet mich so viel Überwindung, jemanden anzurufen, ich will nicht stören, ich bin zu alt, ich bin zu jung, ich gehöre nicht zur digitalen Generation, ich bin nicht selbstsicher genug,…

Wie sieht es bei euch aus? Findet ihr von dem einen oder anderen “Argument” angesprochen, erkennt ihr eure eigenen Muster?

Dann will ich euch versichern: keine dieser Kategorien ist per se richtig oder falsch, besser oder schlechter — alle drei beinhalten Wahrheiten und zeichnen die real vorhandene Wirklichkeit nach.

Die Frage ist nur: wenn ihr tatsächlich von eurer künstlerischen oder kreativen Tätigkeit leben wollt — wo macht es am meisten Sinn, anzufangen, wo könnt ihr am Besten ansetzen?

Könnt ihr den Kunstmarkt verändern, bringt es euch etwas, über das System zu schimpfen, könnt ihr andere Personen dazu bringen das zu tun, was ihr wollt oder braucht? Eher nicht, jedenfalls nicht kurzfristig und mit euren jetzigen Mitteln.

Was ihr aber jetzt und sofort ändern könnt, ist die Art und Weise, wie ihr mit diesen Hindernissen umgeht — und besser noch: wie ihr sie zu eurem Vorteil nutzt.

Nur damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Ich rede hier NICHT über eine Art “positives Denken”, nach dem Motto: „Wenn du nur fest an dich glaubst, wird schon alles gut…“ …oder so.

Es geht mir SCHON real und pragmatisch um Veränderung und Verbesserung, um Methoden und Systeme, wie ihr euer Ziel, von eurer Kunst oder euren kreativen Projekten zu leben, erreichen könnt.

ABER: alles, was ihr real machen könnt, um von eurer künstlerischen und kreativen Tätigkeit zu leben, setzt bei dem an, was in EUREM Einflussbereich liegt. Eure Zeit, Energie und euer Enthusiasmus sind dort am besten aufgehoben, wo sie die meiste Wirkung entfalten können, und das ist bei dem, was ihr selbst, aus euch heraus und mit euren vorhandenen Mitteln tun und verändern könnt.

Und das ist nun mal die Kategorie 3 — nur eben mit einem — ja, jetzt wirklich — positiven Spin: statt “Ich kriege es nicht auf die Reihe” lautet die große Aufgabe: “WIE kriege ich es auf die Reihe?”

Aus dieser Perspektive heraus könnt ihr dann auch Kategorie 1 und 2 angehen — und zwar, indem ihr äußere in innere Faktoren umwandelt — so, wie ich es in meinem letzten Artikel beschrieben habe.

Wie geht es EUCH mit diesen Themen?

Habt ihr diese “Kategorien” auch bei euch, in eurem Denken über eure künstlerische Tätigkeit und den ökonomischen Erfolg, den ihr damit habt, erkennen können?

Es würde mich freuen, wenn ihr mir hier einen Kommentar hinterlasst — und wenn wir uns über Facebook, Twitter, etc. verbinden würden!

Euer Peter Hauptmann


Dieser Artikel ist in ähnlicher Form ursprünglich auf meiner Website www.art-up.cc

erschienen — dort findet ihr auch weitere Infos über die Kunst, von der Kunst zu leben.

)
Peter Hauptmann | art!up

Written by

Über die Kunst, von deiner Kunst zu leben...

Welcome to a place where words matter. On Medium, smart voices and original ideas take center stage - with no ads in sight. Watch
Follow all the topics you care about, and we’ll deliver the best stories for you to your homepage and inbox. Explore
Get unlimited access to the best stories on Medium — and support writers while you’re at it. Just $5/month. Upgrade