16. Tag des Denkmals in Lana


16. Tag des offenen Denkmals

Uraltes Kulturgut: unsere Hof-, Flur- und Ortsnamen

Seit 2002 veranstaltet der Bildungsausschuss Lana den Tag des offenen Denkmals. Heuer wird die Veranstaltung dem Thema „Sprachdenkmal“ gewidmet sein. Der Bildungsausschuss konnte den Flurnamenbeauftragten des Landes Südtirol, Mag. Johannes Ortner, für zwei Vorträge gewinnen.

„Nomen est Omen“ heißt es in einem Sprichwort. Nicht nur Lebewesen, sondern auch Gegenständlichem, wie zum Beispiel einem Bauwerk, verleiht ein Name Identität und Individualität. Die Bedeutung der Hof-, Flur- und Ortsnamen verrät einiges über ihre zeitliche und sprachliche Herkunft, über historische Ereignisse, Brauchtum, Besitzverhältnisse und vieles mehr.

Johannes Ortner erzählt spannende Einzelheiten über die Herkunft und Bedeutung der Flur- Hof- und Ortsnamen von Völlan und Lana, handelt es sich doch bei vielen um aus grauer Vorzeit stammendes, ja oft tausende Jahre altes Kulturgut:

Was steckt hinter Namen wie Vogeltennen, Zechethof oder Kobaldbichl? Wird vom Juzknott aus immer noch nach Herzenslust gejauchzt? Örtlichkeiten wie der Franzosenbichl, die Zullengrube oder der Nagele-Brechlofen zeugen von kriegerischen Ereignissen, der Maikäferplage sowie dem Flachsbrecheln.

Von Ausnahmen wie dem vorrömischen Namen Pawigl abgesehen, ist die Gemeinde Lana von alpenromanischem und bairisch-deutschem Namengut geprägt. Da sind die beiden Prädiennamen Lana und Völlan, der alpenromanische Flurgürtel an der Schattseite mit seinen Namen Ackpfeif, Breitlad, Pschoal, Lagreid, Puzagels und auch Vill sowie deutsche Namen wie Gries und Gagers, Aichberg und Frigeleberg, Jauch und Greit.“

Auf Ihr Kommen freuen sich

der Bildungsausschuss Lana mit Mag. Johannes Ortner

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