Es wird wieder wärmer — Valparaiso und San Pedro de Atacama

Nach einer Nacht auf dem Flughafen und der Weiterreise Richtung Santiago, kamen wir in der schönen Stadt Valparaiso an. Die ehemals größte Hafenstadt Südamerikas (bis der Goldrausch in Kalifornien losging und der Panamakanal gebaut wurde) besticht durch eine Altstadt, die zum Weltkulturerbe gehört, und Stadtviertel, die sich nahtlos in die umliegenden Berge einfügen. Dort angekommen machten wir eine Stadtführung der besonderen Art mit — umsonst. Man gibt lediglich ein Trinkgeld. Sie führte durch verschiedene Stadtviertel und durch die bewegte Geschichte der Stadt.

Graffitis in Valpariso

Zu den Besonderheiten Valparaisos gehören definitiv die Ascensores (eine Art von Seilbahnen, die den flachen Stadtteil mit verschiedenen Vierteln in den Hügeln verbinden) und eine Unmenge an Graffitis, welche Häuser, Treppenstufen und Mauern schmücken. Insgesamt ist Valparaiso eine interessante Stadt (erste Tageszeitung Südamerikas, erste Feuerwehr und über eine längere Zeit sehr reich) aber allzu lange hielten wir es trotzdem nicht aus, denn es zog uns weiter in den Süden Richtung San Pedro de Atacama.

Kirche von San Pedro — leider gerade in Renovierung

Die Stadt ist gelegen in der Atacamawüste und Ausgangspunkt für eine Unmenge von Unternehmungen in der Wüste. Dementsprechend ist die kleine Stadt von zahlreichen Touristen bevölkert. Trotzdem versprühen die Häuser und sandigen Gassen der Innenstadt einen netten Charme. Allerdings ist es nicht so einfach irgendwo mal nur ein Bier zu trinken, wie wir an unserem letzten Tag dort erfahren mussten. Aus kulturellen Gründen gibt es nämlich nur eine einzige Bar, in der es erlaubt ist, lediglich alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Wir nutzten daher die Alternative und holten uns ein Sixpack, das wir uns an einem schattigen Plätzchen schmecken ließen. Aber ich greife vor, denn vor diesem Erlebnis waren wir noch einige Tage in San Pedro und danach in der Salzwüste im Hochland von Bolivien. Da für unsere Fahrt durch Bolivien viele spannende Attraktionen geplant waren, entschieden wir uns in San Pedro endlich mal wieder etwas Sport zu treiben und Sandboarding auszuprobieren.

Vorm Sandboarding mit Blick auf die Stadt

Dazu ging es auf doch recht fragwürdigen Wegen in die umliegenden Berge auf 2700m Höhe, von wo man einen grandiosen Blick auf das Tal hatte, in dem San Pedro liegt. Sandboarding war eine interessante Erfahrung, allerdings ist es doch angenehmer ein Snowboard im Schnee zu benutzen. Zuerst einmal hat man danach nicht überall feinsten Sand. Außerdem gibt es einen Lift, was bedeutet, dass man nach einer Abfahrt nicht wieder die gesamte Düne hochklettern muss. Trotzdem macht es, nach dem man den Dreh rausbekommen hat, eine Menge Spaß. Die 1 1/2 Stunden vergingen dementsprechend auch sehr schnell. Viel länger als 2 bis 3 Stunden kann man das wahrscheinlich gar nicht machen, weil man dann durch das Hochklettern total ausgepowert ist. Nach diesen Tagen in San Pedro geht es auf eine Tour durch das bolivianische Hochland, aber dazu an selber Stelle mehr.

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