Facebook vs Twitter

Eine Beobachtung

Dirk Baranek
Jun 11, 2014 · 1 min read

Neulich stand ich in der Raucherecke auf einer Hotelterrasse in Baden-Baden und kam mit einem Tabakgenießer ins Gespräch, einem TV-Journalisten und -Moderator. Beide scrollten wir mal kurz auf unseren Smartphones durch die Timeline — er auf Facebook, ich auf Twitter. Ich fragte, ob er auch auf Twitter sei. Er antwortete, bisher habe er noch nicht so richtig verstanden, was Twitter ausmache. Ich scrollte ihm meinen Bildschirm zeigend durch die Timeline, einige mir wichtige Funktionen erwähnend, und er spontan: “Sieht doch aus wie Facebook!”

Guter Punkt! Wenn man es sich mal genau anschaut, ist es nicht so einfach, entscheidende Unterschiede zwischen Facebook und Twitter herauszuarbeiten.
Sicher, die Zeichenbegrenzung ist konstitutiv für Twitter und erhöht die Schlagzahl, das virale Potenzial, aber das ist auch nicht wirklich ein Punkt.

Für das Personenprofil war sicherlich die Funktion, dass man bei Twitter nicht Zurückfreunden muss, ein wichtiger Unterschied, der aber durch die Fanpages im Prinzip obsolet geworden ist.

Als ich dann auf den Vorteil verwies, auf Twitter wirklich das zu sehen, was ich ausgesucht habe und nicht, was mir ein Dienst gefiltert anzeigt, da schien er mir etwas verblüfft. Darauf war er offenbar noch gar nicht gekommen, dass man auf Facebook eine maschinell gefilterte Timeline vorfindet. Vermutlich hat ihn das eben nie gestört. Er nichts vermisst.

    Dirk Baranek

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    digital journalism galore (DJV)