Gebliebene Erinnerung im Boden

Es regnet und man sieht, wie eine Frau aus einem Haus lief. Sie läuft weg. Sie sieht jung aus mit ihren langen braunen Haaren und ihren schmalen Gesicht. Sie hat dunkle braune Augen. In dieser Nacht jedoch ähnelten sie beinah schwarz. Ihre nackten Füße traten in Pfützen, welche ihr schönes Kleid ruinierten. Sie ist nicht alleine. In ihren Arm trägt sie ein Baby. Das Baby weinte und schreite. Im Gesicht dieser Frau konnte man Angst erkennen. Ob sie weinte erkannte man nicht. Die Regentropfen vom Regen verwischten ihr Make-up. Das Baby schreit weiter. Eine unheimliche Kraft treibt sie zum Laufen an. Sie tat das nicht zum ersten Mal. Schreie und laute Flüche erklingen aus dem Haus, aus dem sie kam. Das Licht ging an und die Tür öffnete sich. Eine schwarze Gestalt taumelte und versuchte sie zurück zu rufen. Ihr Blick war endschlossen. Sie öffnete die Tür, ohne noch eine Kopfbewegung nach hinten zu werfen und stieg in das Taxi. Sie fuhr weg. Das Schild von dem Taxi leuchtete im Regen. Die Gestalt versuchte dem Licht nach zu rennen, doch die Gestalt rutschte auf der feuchten Erde aus und das Licht verschwand im Dunkeln.


Bis die Morgensonne den Himmel aufhellt und die ersten Strahlen das Gesicht des Mannes treffen, der am Boden lag. Vor ihm tritt die Frau hervor und geht an ihm vorbei. Das Baby in ihren Arm schläft fest. Sie geht in die Richtung ihres Hauses. Eine kurze Zeit später verlässt sie es. Ihre Augen müde und ausgeheult. Sie geht wieder an ihm vorbei, diesmal jedoch mit einem Koffer in der anderen Hand.


Die Augen des Mannes öffneten sich leicht. Er stand auf. Das einzige was er sah, waren Fußspuren im Boden, welche als Erinnerung an seine Frau und seinem Kind zurück blieben.

Von: Barbara Orzechowska

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