Die Sache mit dem kalten Wasser

Seit ich mein Geld mit Grafikdesign und Webdesign verdiene, bin ich immer wieder auf diese eine spezielle Situation gestoßen. Um ein Projekt erfolgreich abzuschließen, wäre es vorteilhaft die Bedienung eines Programms zu lernen oder mir eine neue Arbeitsweise anzueignen.

Hier kommt dann der berüchtigte Sprung ins kalte Wasser. Man findet sich in einer Situation wieder, auf die man nicht richtig vorbereitet war. Eventuell kommt noch der Zeitdruck hinzu oder das Team verlässt sich darauf, dass du in ein paar Tagen Ergebnisse liefern kannst.
Wenn du erst mal im Wasser bist, kommst du nicht mehr heraus.

Man durchläuft dabei verschiedene Stadien:

  • Schock. Alles ist anders. Wo fange ich an?
  • Orientierung. Man findet Dokumentationen, Tutorials und fragt sich durch
  • Erste Schritte. Endlich bewegt sich etwas. Man produziert brauchbare Dinge
  • Arbeit. Jetzt ist man im Fluss. Alle benötigten Elemente sind verstanden worden und die eigene Geschwindigkeit erhöht sich

Natürlich kann man der kurzen Zeit nicht zum Experten werden. Darum geht es auch nicht.
Wichtig ist nur, dass man ein gutes Ergebnis liefern kann und während dieser Zeit aufmerksam bleibt. Irgendetwas kann immer besser gemacht werden. Man hat nur die Pflicht sich später seine Arbeit noch einmal anzuschauen und es in Zukunft auch wirklich besser zu machen.

Ich bin nun schon ein paar Mal durch diesen Prozess gegangen. Dadurch bin ich nicht zum Profi-Webentwickler oder Motion-Designer Guru geworden, kann aber zwischen den Bereichen vermitteln und habe mir ein grundlegendes Wissen angeeignet.
Also: Immer mutig ins kalte Wasser springen. Man landet immer an einem neuen Ufer.

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