Positive Überraschungen erzwingen [Notiz]

“Sich bereit für positive Überraschungen halten”, ist eine meiner Grundlebenseinstellungen. Ich dachte, dass ich die vergangenen Jahre schon so gelebt habe. Doch derzeit zweifle ich , ob ich es “richtig” gemacht habe.

Ja, ich habe viele positive Überraschungen durch vermeintlich zielloses Ausprobieren erst wahr gemacht. Aber ich übertreibe die Bereitschaft für positive Überraschungen, indem ich mittlerweile bei jedem Schritt, den ich gehe, die Augen nach etwas aufhalte, als ob ich die positive Überraschung schon ewarte. Und dadurch gehe ich wieder viel zu fokussiert durch die Welt und sehe womöglich die wirklich guten, zufälligen und erst auf den zweiten Blick sichtbaren Überraschungen gar nicht.

Ich bin eher ein rationaler Faktentyp und daher überlege ich oft vor “flanierenden Tätigkeiten”, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine positive Überraschung ist, und worauf ich achten muss, damit ich die Wahrscheinlichkeit erhöhe. Und damit mache ich — so meine jetzige Überzeugung — viele Möglichkeiten kaputt. Ab sofort versuche ich in Bereichen möglicher positiver Überraschungen absolut gar keine Erwartungen zu haben und nicht vorher zu analysieren, sondern mich einfach hinein zu begeben.