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Das Spiel heißt Universum. Ausgesetzt auf der Erde suchen wir den Ausgang. Schritt für Schritt entschlüsseln wir als Menschheit das Rätsel um unser Dasein.

Das dauert alles schon geraume Zeit. Am Anfang waren wir sehr langsam. Dann schien der Durchbruch nahe. Nachdem wir verstanden hatten, dass es nur gemeinsam geht, haben wir begonnen, neu zu denken. Wie wenig wir wissen, wissen wir, weil wir so viel wissen. Das entmutigt uns. Es scheint, als hätte die Aufgabe ihren Reiz verloren.

Unsere Erkenntnisse richten sich nicht mehr auf den Ausgang des Spiels, die nächste Aufgabe. Des Rätsels Lösung wäre so nah und scheint doch so fern. Wir erschließen uns Technologien. Sie sind Teil des Auswegs und doch bringen wir sie nicht zusammen. …


Apple will über eine neue Research App die Durchführung medizinischer Forschungen demokratisieren. Die Teilnahme an klinischen Studien werden so auch für Gesunde en vogue. Wie bald viele Träger eine Apple Watch Series 5 ihren Beitrag am Weltgesundheitsgeschehen leisten sollen.

Vorauseilende Illustration zur Zukunft des Konzerns?

Allen Unkenrufen zum trotz. Die Apple Keynote bleibt eine der beliebtesten Online-Serien dieser Jahre. Die Erfolgsserie wird zweimal pro Jahr live ausgestrahlt. Anhänger verfolgen weltweit zur individuellen Tageszeit die Aufführung im Steve-Jobs-Theatre in Cupertino. Die bis auf die letzten Gedankenpausen geschliffenen Auftritte des Apple Teams bilden die dramaturgisch Rahmenhandlung für die Fakten. Apple hat an solchen Abenden seiner Gemeinde aus Evangelisten etwas anzubieten. Auch wenn das nichts mehr mit den legendären Auftritten des Apple Gründer Steve Jobs zu tun hat. Tim Cook inszeniert seinen Stab aus verantwortlichen Mitarbeitern gewohnt routiniert. Und wie immer drehen sich Börsennotizen, Blogs und die von Journalisten aller Gattungen Nachbewertungen vor allem um die technischen Fakten. …


Das einfache Wahrheiten nicht der richtige Weg sind, gilt nicht nur für die Debatte im Umgang mit Flüchtlingen und Migration. Auch bei der derzeit geführten Diskussion um die Belastungen unserer Städte mit Stickstoffdioxid wird versucht, mit einfachen Wahrheiten von seiner eigentlichen Bedeutung abzulenken. Vor allem geht es dabei um eine Rechtfertigung der nachträglichen, gesetzlichen Anpassung von Grenzwerten. Aber diese Grenzwerte haben Ihre Berechtigung.

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Ärzte sind massenmedial sozialisiert und weil sie lieber auf RTL auftauchen als auf Facebook, lassen sie sich gern vor den Karren spannen. Wie jüngst bei sternTV zu beobachten war, werden Ärzte vor die Kamera gelockt, um zu bestätigen, dass eine Belastung von Stickstoffdioxid über dem derzeit gültigen Grenzwert von 40 µg/m3 keinerlei gesundheitlich einschränkende Bedeutung haben. Wichtig dabei ist es, zu wissen, dass die Grenzwerte einen Wert im Jahresmittel festlegen. Zu schützende Betroffene z.B. wohnen unmittelbar in Gegenden mit hoher Belastung und setzen sich teils jahrelang dieser Belastung aus. Viele, ohne es zu wissen. …


Dieser Artikel eröffnet eine Serie zur smarten Haus- und Facharztpraxis, die ich für die nächsten Wochen über diesen und andere Kanäle anbieten möchte. Bis Ende des Jahres sollen mit Ihrer Hilfe verschiedene Sachverhalte (Use Cases) beleuchtet werden. Bitte schreiben Sie mir gern persönlich oder bringen Sie sich hier mit einem Kommentar unterhalb des Beitrags konstruktiv ein.

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Anlass, ausgerechnet heute damit zu beginnen, bietet die Ankündigung des Bundesgesundheitsministers zum elektronischen Rezept, das spätestens bis zum Jahre 2020 kommen soll. Viele Medien beschäftigen sich heute damit.

Jens Spahn hatte gestern der FAZ von seinem Vorhaben erzählt, das elektronische Rezept durch eine Gesetzesinitiative voranzubringen. Es soll auch über das Smartphone funktionieren. Wieder einer dieser Meilensteine, an dem wir vermuten dürfen, dass es jetzt bald „much more smarter“ zugeht in deutschen Arztpraxen?

Emotionaler Ausnahmezustand bei Gesundheitsdaten

Es ist und bleibt eine Gratwanderung, anzumahnen, dass sich die digitalen Errungenschaften bitteschön baldmöglichst auf das Gesundheitsgeschehen übertragen mögen. Technologisch wäre (fast) alles möglich. Aber warum tun wir es dann nicht? Weil unsere Werte noch nicht zur prognostizierten Welt passen wollen. Wo stehen wir hier? Wie denken die Patienten darüber? …


, … als in einer Zeitung. Das Buch aber vor allem Papier als Medium verschwindet nicht so einfach wie wir uns manchmal selbst einreden wollen. Eine kurze Überlegung zum Verdrängungswettbewerb zwischen Papier und Online-Medien.

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Ich möchte hier eine Überlegung dazulegen, über die ich neulich gestolpert bin. Wir, die vor allem digitale Informationen konsumieren und es z.B. als Blogger oder Journalist gewohnt sind auch digital zu prosumieren, sollten nicht zu überheblich davon sprechen, was ein Individuum heute oder in Zukunft für Medien bevorzugen könnte. Ich bin sicher, das Papier wird seine Funktion noch lange behalten. Die Frage wird sein, ob wir uns das leisten wollen.

Einverstanden. Gerade als Blogger sind wir auf Klicks für unsere Beiträge aus und die lassen sich nunmal durch verlustfreies Teilen im Verhältnis 1:n erreichen. Wer einmal ein vergriffenes Buch in den Händen gehalten hat, weiß wovon ich spreche. Mag es auch durch viele hundert Hände gewandert sein. …


In einem Kundenprojekt habe ich neulich mit einem Arzt zu Beginn eine Beschreibung unseres Vorhabens gesucht und wir haben nachfolgendes Selbstverständnis gefunden.

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Zugegeben. Das Selbstverständnis klingt wage und bietet zunächst keine konkreten Hinweise, welche Maßnahmen getroffen werden. Dafür steckt viel Vorhaben in dem Text, der uns stets daran erinnert, welchen Weg wir als Projektteam eingeschlagen haben.

Es sei erwähnt, dass die Praxis beim Streben nach telemedizinischen Anwendungen nicht auf Patientenbesuche verzichten will, sondern perspektivisch daran arbeitet, die Umgebung von Prozessen zu befreien. Die neue Umgebung soll angemessener auf Szenarien einer zeitgemäßen Versorgung einzahlen. Es wird höchste Konzentration auf den Patienten möglich sein, dem unsererseits viel mehr zugetraut wird, als in den letzten Jahrzehnten, die von Vollkaskomentalität und Entmündigungen bestimmt waren. …


Habt Ihr meine Wurzeln gesehen? Nein. Man sieht sie von außen nicht. Meine Wurzeln sind in Deutschland gewachsen.”

Diese Worte spricht Umeswaran Arunargirinathan im Rahmen der Gedenkfeier für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20.06.2018.

Ohne Frage ist Umeswaran Arunargirinathan eine Ausnahmepersönlichkeit. Bewegend erzählt er die Geschichte, die mit den Umständen eines zynischen Bollwerks Europas nicht möglich erscheint. Eine achtmonatige Odyssee von Sri Lanka nach Deutschland. Nach Hamburg landete der angehende Herzchirurg zwischenzeitlich ausgerechnet in Bayern. (bitte achtet in diesem Moment auf #HorstSeehofer)

Ich erwarte, dass auch weiterhin diese Flüchtlingsgeschichten möglich sind. Sie dürfen allerdings nicht als Maßstab eines falsch interpretierten Humanismus gelten. Jeder Mensch, der von Flucht und Vertreibung betroffen ist, hat ein Recht auf Asyl. Viele Menschen erinnern sich dabei an die besondere Entwicklung, die unsere Gesellschaft seit der Nachkriegszeit gemacht hat. Deshalb suchen sie sich Deutschland als Ziel aus. Das sollten wir als Kompliment auffassen. …


Wie stellen wir uns ein Deutschland 2030 vor? Humanistisch, weltoffen und tolerant. Oder finster, von Selbstzweifeln zerfressen und aggressiv?

Zur derzeitigen Verrohung der Sprache der Politikerinnen und Politiker, die manche von uns gewählt haben.

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Bei der derzeitigen Diskussion um unsere Asylpolitik birgt die Sprache enorme Sprengkraft, uns als Gesellschaft zu verändern. Und zwar nicht zum besten. Wir dürfen nicht vergessen, dass Sprache viele Dinge legitimieren kann, die wir mit unserem mühsam erarbeiteten Wertempfinden eigentlich nie wieder vereinbaren wollten.

Ich sehe uns als Bürger hier mehr in der Pflicht, den Politikern Einhalt zu gebieten. Es gibt zu viele, die zu wenig hinhören oder falls sie doch hinhören, rechtfertigen sie irgendwann ihr eigenes Verhalten mit den Phrasen der Politikelite. Das ist zum Beispiel erkennbar an der wachsenden Zahl der antisemitischen Straftaten. Es sind bereits 4 pro Tag in Deutschland. …


Hast Du Dir schon einmal vorgestellt, wie es wäre, schon Morgen Deine Sachen zu packen und aufzubrechen in eine ungewisse Zukunft?

Die Zahl der Flüchtlinge weltweit entspricht fast der Einwohnerzahl unseres Landes. Davon sind die Hälfte Kinder. Die meisten der Flüchtlinge bleiben im eigenen Land und rund zwei Drittel aller Flüchtlinge kommen aus gerade einmal 5 Länder, für die die Weltgemeinschaft keine Antworten findet. Sie kommen aus Syrien, Südsudan, Somalia, Afghanistan und Myanmar.

85% der Flüchtlinge die das eigene Land verlassen müssen, kommen in ein ähnlich oder eher ärmeres Land.

Was mich immens stört ist die mangelnde Auseinandersetzung meiner Mitmenschen mit den Fluchtursachen. So hört man häufig aus warmen Wohnstuben derer, die mutmaßlich vor vier Generationen selbst noch von Flucht betroffen waren, dass es Flüchtlingen eigentlich noch zu gut gehe. …


Frontal 21 berichtete kürzlich, Amazon vernichte jeden Tag Rücksendungen im Wert von EUR 23.000 — das schätze eine Mitarbeitern. Eine Rechnung dazu stellt Frontal 21 nicht auf. Vor dem Hintergrund des Handelsvolumens von Amazon allein auf Deutschland ist das sogar vorstellbar.

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Warum Amazon nicht der Kern des Problems ist

Erreichen Rücksendungen die Amazon Lager, liegt das zunächst am Verhalten derer, die die Waren bestellen. Rücksendungen sind heute nicht anders als zu Zeiten des Otto Katalogs. Lediglich der Warenwert ist oftmals geringer und ein Zurückführen in den Handel teurer als die Entsorgung. Weder den Verbrauchern noch Amazon selbst sind also die Übeltäter. Das Problem ist systemisch.

Ich gehe noch einen Schritt weiter. Das Monster ist der Ästhetische Kapitalismus (Böhme, 2016), der die Verbraucher seit jeher auf dieses Verhalten trainiert. Mit dem allgegenwärtigen Imperativ der Freiheit wird dieses Verhalten gerechtfertigt. Was verfügbar ist, darf konsumiert werden. Daran ist per se nicht falsch. …

About

Frank Stratmann

Mentor für die Transformation von Gesundheitsbeziehungen der Digitalen Gesellschaft, Health Liaison Manager, Initiator HEALZZ.camp, Blogger und Journalist

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