Soldaten sind keine Elefanten

Oder warum uns dieses Bild zeigt, wie wichtig es ist, genauer hinzuschauen, was wir teilen.

Dieses Bild sah ich eben auf Facebook

Wenn der emotionale Teil in unserem Kopf das Bild schneller versteht, als der Teil, der eins und eins zusammenzählt, teilen wir Bilder, wie dieses.

Nein, auch die Frauen von Soldaten sind keine Elefantendamen, die immerhin bis zu 22 Monate trächtig sind, bevor es zur Niederkunft kommt.

Worum es hier geht!

Falsche Tatsachenbehauptungen sind mittlerweile allgegenwärtig. Wie dieses Bild, das ich schon in einem Beitrag von vor 5 Jahren finde und dessen Urheber ganz bestimmt nicht GO!junggle ist. Und wer ist eigentlich GO!junggle? Dazu finde ich keine gesicherten Informationen.

Emotionen tarnen falsche Informationen.

Was wir uns bewusst machen sollten

Mit genau diesem Mechanismus schaffen es falsche Tatsachen in unsere Profile in sozialen Medien. “Oh wie süß” oder “wie herzergreifend” denkt der Teil in unserem Kopf, der für den emotionalen Teil zuständig ist. Das gilt übrigens auch für Wut. “Wie scheiße ist das denn?” Ekelhafte Gesinnungen werden so emotional bedient. Wie im Beispiel des Flüchtlings Anas Modamani, der als Terrorist verleumdet wurde.

Bis der rationale Teil in unserem Kopf nachgerechnet hat, unter welchen Bedingungen (z.B. künstliche Befruchtung, Adoption, …) die Behauptung im Bild oben stimmen würde, haben wir es schon geteilt.

So gelangen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und andere, bewusst getarnte, falsche Tatsachen in unsere Timelines.

Nicht zuletzt gehören dazu auch Soldaten, deren Freundinnen und Ehefrauen über 30 Monate Schwangerschaft auf sich nehmen, um einen solchen emotionalen Moment für Facebook zu erschaffen.