Bitcoin nutzen doch nur Kriminelle

Bitcoin wird für den Drogen- und Waffenhandel benutzt. Stimmt. Bargeld wird für den Drogen- und Waffenhandel benutzt. Stimmt auch. Diamanten werden für den Drogen- und Waffenhandel benutzt. Stimmt auch.

Diamanten werden für den Drogen- und Waffenhandel benutzt.

Eines muss man einfach akzeptieren. Drogen-, Waffen- und sogar Menschenhandel gab es schon immer und wird es immer geben. Genauso wie andere illegale Unternehmungen — vom Schwarzmarkt für Zigaretten, um die Tabaksteuer dem Staat vorzuenthalten, bis zum Mehrwertsteuer-Betrug: kriminellen Aktivitäten alleine innerhalb der Sparte der sogenannten „White-Collar-Kriminalität“, der Wirtschaftskriminalität.

Auch schwerere Verbrechen, Kapitalverbrechen, werden nicht verschwinden. Menschen werden auch weiterhin von Verbrechern betrogen, überfallen, ausgeraubt, erpresst, verschleppt und ermordet. Dagegen kann man nichts machen, außer es per Gesetz zu verbieten, die Polizei diese Verbrechen aufklären und die Verbrecher verfolgen zu lassen und sie dann vor Gericht zu stellen.

Bei all diesen Verbrechen spielt jedoch die Übertragung von Werten eine überragende Rolle.

In den meisten Fällen geht es tatsächlich nur um eines: Der Verbrecher will Geld.

Die Staaten und die Polizei wollen Verbrechen verhindern oder zumindest aufklären. Der Spur des Geldes zu folgen, war schon immer ein guter Ansatz, um die meisten Verbrechen aufzuklären. Außen vor bleiben meistens Verbrechen aus Leidenschaft, bei denen es nicht um Geld, sondern um verschmähte Liebe oder Neid geht. Diese Verbrechen werden deshalb leichter aufgeklärt, weil der infrage kommende Täterkreis in der Regel sehr klein ist und meistens in sozialer Nähe zum Opfer zu finden ist.

Die Spur des Geldes

Um die Spur des Geldes nun zu verwischen, ersinnen Verbrecher und Ganoven immer neue Methode des Geldtransfers. Eine Krypto-Währung ist aufgrund der angenommenen Anonymität ein sehr interessanter Transportweg für die Kriminellen dieser Welt. Sie glauben oder glaubten zumindest, dass sie sich nun tatsächlich per Bitcoin bezahlen lassen können, ohne dass es eine Spur des Geldes gibt, die die Strafverfolgungsbehörden zurückverfolgen können. Weit gefehlt.

Durch die öffentlich zugängliche Blockchain ist der Public Ledger, in der alle, aber auch wirklich alle Transaktionen, von der Stunde null an, stehen, die beste Spur des Geldes. So ist die ehemalige Staatsanwältin Kathryn Haun ein großer Fan der Bitcoin-Blockchain, weil „Am Ende sich herausgestellt hat, dass die Blockchain mehr die Guten unterstützen kann, als die Bösen.“

Sie war es, die die Ermittlungen gegen die Dark-Web-Website „Silk Road“ leitete, nachdem der Initiator und Betreiber dieser Seite, ein Mann namens Roos Ulbricht, sich selbst ans Messer geliefert hatte. Im Sommer 2017 wurde das Urteil „lebenslang“ in seinem Fall nochmals vor einen US-Gericht final bestätigt. Lebenslang! Das Gericht begründete des Urteil der vorherigen Instanz unter anderem mit der Aussage, dass auch, wenn der angeheuerte Mörder ihn selbst betrogen habe, seine Absicht doch ganz klar zu erkennen gewesen sei.

Eine spannende Geschichte: Darknet, Bitcoin, Mord und Totschlag

Auf der Silk-Road-Website konnte man quasi alles kaufen. Vor allem Drogen, aber leider auch Kinderpornografie, gefälschte Ausweise, gestohlene Kreditkartennummern und Waffen. Man konnte sogar Auftragskiller beauftragen, was erwähnter Roos Ulbricht auch selbst versuchte. Daraus wurde eine der wildesten Kriminalgeschichten der letzten Jahre. Die Geschichte, die nun folgt, wurde nur durch die Blockchain möglich.

Am Anfang, weil die Beteiligten annahmen, die Nutzung von Bitcoin sei vollständig anonym und am Ende auch wieder, weil die Nutzung von Bitcoin eben nicht anonym ist, sondern nur pseudonym.

Man kann nämlich die jeweils Beteiligten unter bestimmen Umständen identifizieren und kann ihnen somit jede einzelne Transaktion lückenlos nachweisen. Der Vorteil für die Strafverfolger ist auch in diesem Fall wieder die unveränderbare Historie einer jeden einzelnen Transaktion in der Bitcoin-Blockchain. Einerseits hat Bitcoin also den Zahlungsverkehr für illegale Produkte ermöglicht, aber dann auch gleich wieder dafür gesorgt, dass die Verbrecher identifiziert und gefasst werden konnten. Ist die Blockchain nun gut oder doch böse? Auf jeden Fall sorgt diese neue Technologie für eine Menge spannender Geschichten.

Eine Staatsanwältin erzählt

Kathryn Haun (@katie_haun) | Twitter

Kathryn Haun heißt die (ehemalige) Staatsanwältin, die die Silk-Road-Untersuchungen leitete. „Jede Technologie, die es wert ist, genutzt zu werden, wird als erstes von Kriminellen eingesetzt. Kriminelle sind die idealen Beta-Tester für neue Technologien“, sagte sie auf der TED-Konferenz in San Francisco im Herbst 2016.

„Die digitale Währung Bitcoin und die damit verbundene Blockchain-Technologie macht da keinen Unterschied. Sie half Drogendealern dabei, ihre Drogen im Darknet zu verkaufen. […] Am Ende hat sich aber herausgestellt, dass die Blockchain eher die Guten als die Bösen unterstützen kann.“

Sie ist ein großer Fan der Blockchain, weil die Blockchain in diesem Falle ihre Arbeit erleichtert hatte. Sie arbeitete über zehn Jahre als Strafverfolgerin und hat nach eigenen Angaben Mörder, Mitglieder der organisierten Kriminalität, Kartellgangster, Wirtschaftsverbrecher und Cyber-Kriminelle ins Gefängnis gebracht.

Die Silk Road stellte zu Anfang für die US-Behörden ein schwer zu knackendes Problem dar. Deshalb stellte man sogar eine behörden-übergreifende Sondereinheit zusammen, in der Agenten und Spezialisten verschiedener Behörden eng zusammenarbeiteten. Sie jagten den Betreiber der Website, der sich hinter dem Pseudonym „DPR“ (Dread Pirat Roberts) versteckte.

Ein Undercover-Agent wird eingeschleust

Da die Website im Darknet betrieben wurde und dort die bekannten Techniken, um den Standort des Servers herauszufinden, versagen, ersannen die Agenten einen Plan, wie sie durch einen eigenen eingeschleusten Agenten an den Betreiber herankommen wollten. Einer ihrer Männer sollte sich in das Vertrauen des Administrator und Betreibers, jenen anonymen DPR, einschleusen. Diese Rolle übernahm ein Agent und wurde unter den Pseudonym „NOB“ auf dem Marktplatz aktiv. Das war im Jahr 2013.

Photo credit: Mark Kent / Flickr (CC BY-SA 2.0)

Dieses Jahr war für Betreiber DPR kein Zuckerschlecken, denn er wurde selbst erpresst. Das kann leicht passieren, wenn man sich mit Kriminellen einlässt. Er erhielt über seine eigene Seite Drohungen von jemandem, der sich hinter den Pseudonym „Death from Above“ versteckte. Death from Above wollte Hunderttausende Dollar für sein Schweigen. Wenn DPR das nicht zahlen würde, würde er die wahre Identität von DPR und dessen Aufenthaltsort der Polizei übermitteln. Eine blöde Situation für DPR.

Das war aber noch lange nicht alles. Ein weiterer User mit den Namen „French Maid“ offerierte DPR Insider-Informationen aus der Ermittlertruppe, sodass er zumindest wissen könne, wo die Behörden stehen und was sie wissen. Als Kaufpreis wurden wieder Hunderttausende Dollar gefordert — alles natürlich zahlbar in Bitcoin.

Dann, im Sommer 2013, wurde die Silk-Road-Website gehackt. Ein anderer böser Bube brach offensichtlich in die Website ein und stahl 21.000 Bitcoins von den Servern der Silk Road. Der Bitcoin-Kurs war damals sehr stark am Schwanken, aber man kann den Schaden auf etwa 25 Millionen Dollar beziffern.

DPR stand also unter enormem Druck. Zumal die gestohlenen Bitcoins gar nicht DPR gehörten, sondern seinen Händlern, die nun erleben mussten, wie ihre Händlerkonten auf der Silk Road geräumt wurden. Er wurde natürlich sofort aktiv und versuchte den Vorfall mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aufzuklären. Er war sogar erfolgreich und identifizierte den Hacker.

Es war allerdings gar kein Hacker gewesen. Einer seiner Mitarbeiter — ein Mann namens Curtis Green, der Administrator-Rechte, also uneingeschränkten Zugang zu den Servern besaß — hatte die Bitcoins abgezogen. DPR war so sauer, dass er sich entschloss, diesen Verräter ermorden zu lassen.

Er bestellte einen Killer

DPR wandte sich in der Folge nun an den einen User, dem er vertraute und fragte an, ob er jemanden für ihn aus dem Weg räumen könne. Dumm nur, dass es sich dabei um NOB, den Undercover-Agenten der Task Force handelte.

Was DPR auch nicht wusste war, dass Curtis Green inzwischen mit der Task Force zusammenarbeitete und dass er seinen Zugang zum System, seine Passwörter und Login-Daten den Behörden übergeben hatte. Aber auch Green kannte DPR nur unter seinem „Künstlernamen“ und auch er konnte die Server und DPR im Darknet nicht identifizieren oder gar lokalisieren. Er konnte ihn nur administrieren.

NOB wusste also von DPR, dass Green die Bitcoins gestohlen hatte und sofort wurden Agenten zu Green geschickt, um diesen aufzugreifen und in Sicherungsgewahrsam zu nehmen. Aber, der war es nicht gewesen und hatte ein bombensicheres Alibi: Er hatte seinen Computer und seine Zugangsdaten ja schon an die Task Force übergeben und hatte, weil er überwacht wurde, keine Möglichkeit etwas im Netz zu bewirken, ohne dass die Task Force es selbst, zum Zeitpunkt des Diebstahls, mitlas. Er konnte es also gar nicht gewesen sein.

Also musste der Mordauftrag von NOB wohl angenommen werden, um DPR auf die Schliche zu kommen. Die Behörden fälschten also eine Reihe von Bildern, die Curtis Green zeigten, wie er gefoltert wurde und dann einige, die seinen „toten” Körper zeigten. Die Staatsanwältin zeigt diese Bilder nicht und sie erzählt auch nicht, wie es weiter ging, außer, dass man DPR diese Bilder zukommen lies und er später in New York verhaftet werden konnte. Wie genau man das fertig gebracht hatte, ist wohl noch unter Verschluss. Es stellte sich heraus, dass DPR das Pseudonym eines Mannes mit Klarnamen Ross Ulbricht war, der verhaftet und zu lebenslang ohne Bewährung verurteilt wurde.

Diese Geschichte ist eine Geschichte, die ohne Kryptografie, auf der auch das Darknet aufgebaut ist, die ohne Peer-to-Peer-Netzwerke, ebenfalls eine wesentliche Grundlage des Darknet, die ohne Krypto-Währungen, in diesem Fall Bitcoin, nie so hätte geschehen können.

Also Ende gut, alles gut? Der Bösewicht wurde gefasst und verurteilt. Doch Stopp! Wo befanden sich die verschwundenen 25 Millionen?

Gelegenheit macht Diebe

Neben den circa 25 Millionen Dollar in Bitcoin, die verschwunden waren, interessierten sich die Ermittler insbesondere, neben den Kriminellen, die Silk Road für ihre Geschäfte genutzt hatten, für die beiden anderen Akteure in diesem Schauspiel: Death from Above und French Maid.

Im Frühjahr 2014 erhielt die Staatsanwältin aus dem Nichts einen Tipp, der die Story weiter fortschreiben sollte. Der Tipp hatte nichts mit Silk Road zu tun und der Tippgeber ist auch nicht öffentlich bekannt.

Man informierte sie, dass NOB, der mit dem Mord beauftragte Agent, viele Bitcoins transferierte. Viel mehr als es sein Beamtengehalt zuließ. Es handelte sich wohl um mehrere hunderttausend Dollar im Monat. Zudem sagte der Tippgeber, dass NOB seinen Status als Kriminalbeamter nutze, um eine Exchange zu nötigen, die zu seinen Transfers gehörenden Transaktionsaufzeichnungen, in den Büchern zu löschen. Er erpresste sie und drohte mit Sanktionen durch die Polizei und andere Behörden, wenn sie seinen Anweisungen nicht Folge leisten würden.

Er hatte die Rechnung aber ohne die Blockchain und deren Grundfunktionen gemacht.

In einer öffentlichen Bitcoin-Blockchain sind alle Transaktionen, die jemals gemacht wurden, von der Stunde null an, lückenlos und unveränderbar aufgezeichnet. Das ist der Grund für den Erfolg der Bitcoin-Blockchain. Wenn der Public Ledger nicht durch das Peer-to-Peer-Netzwerk auf vielen Tausenden von Nodes liegen würde, wäre die Blockchain nicht sicher und er wäre mit seinem Betrug wahrscheinlich durchgekommen. In der Public Bitcoin-Blockchain sind aber die Einträge im Ledger auf vielen Tausend Nodes kopiert und bestätigt. Deshalb konnte man auch seine Aktivitäten nachvollziehen und ein Muster erkennen.

Der Public Ledger zeigt die Zusammenhänge

Die Ermittler wurden also wieder tätig und recherchierten, woher NOB die vielen Bitcoins hatte und was er genau damit machte. Obwohl Kathryn Haun das nicht explizit sagte, kann man wohl getrost davon ausgehen, dass es andere Kriminalbeamte und eine andere Abteilung, die gehasste und berühmte Interne Ermittlung, waren, die nun gegen einen Kollegen ermitteln mussten.

Durch eine Analyse der Bitcoin-Blockchain, in der die Transfers einzelner Wallets miteinander in Beziehung gestellt wurden und einer oder einigen bekannten Wallet-Adressen, die NOB benutzt hatte, konnten alle irgendwie zusammenhängenden Transaktionen aufgedeckt werden. Voller Staunen erkannte man, dass NOB nicht nur NOB im dem Spiel um die Silk Road war, sondern auch der Erpresser von Ulbricht, dem gefassten Betreiber der Silk Road. Dieser Erpresser war bisher nur unter dem Namen Death from Above bekannt. Damit hatte man einen Guten, der auch ein Böser war und zwar ein ganz Böser, enttarnt.

Ein ganz böser Bösewicht, denn mithilfe des Public Ledger der Bitcoin-Blockchain wurde auch noch bewiesen, dass er auch der User hinter dem Namen French Maid war. Es wundert einen, dass er das alles organisieren konnte. Es hört sich definitiv nach einer multiplen Persönlichkeit an.

Man kann sich das Erstaunen der Behörden vorstellen, als sie erkannten, dass einer ihrer Ermittler gleich in drei Rollen, geschlüpft war: Er war Bundesagent und wollte DPR festnehmen, er hatte DPR erpresst mit der Drohung, dass er ihn sonst verrät und zum Schluss hat er ihm auch noch Insider Informationen verkauft — alles der gleiche Agent. Allerdings hat er nur im ersten Fall für den Staat gearbeitet und in den beiden Nebenrollen hat er in die eigene Tasche gewirtschaftet. All das wäre wahrscheinlich nie ans Tageslicht gekommen, wenn die Bitcoin-Blockchain nicht öffentlich zugänglich für alle und jeden wäre, und nicht alles bzw. jede Transaktion minutiös aufgezeichnet würde.

Die Story geht weiter

Es dauerte nicht lange, bis NOB verhaftet wurde, nachdem die internen Ermittler ihn mit den anderen Identitäten und den Bitcoin-Verkäufen in Verbindung bringen konnten. Nun hatte die Staatsanwaltschaft ein neues Beweismittel entdeckt: den Public Ledger der Bitcoin-Blockchain.

Warum also nicht versuchen, die gestohlenen Bitcoins mit der gleichen Technik aufzufinden, mit der man NOB überführt hatte? Denn obwohl man NOB beweisen konnte, dass er French Maid und Death from Above war, so führt keine Spur im Ledger im Zusammenhang mit den gestohlenen 12.000 Bitcoins zum ihm. Ulbricht hatte sich nicht selbst bestohlen und sein Mitarbeiter Green war es sicher nicht gewesen. Das hatten die Ermittlungen zweifelsfrei ergeben. Vielleicht könnte der Public Ledger auch hier wieder der Schlüssel zum Erfolg sein.

Durch weitere Analysen konnten die Ermittler die verschwunden Bitcoins bis zur Mt.-Gox-Exchange verfolgen. Diese hatte zwar den Betrieb eingestellt, aber durch die Aufzeichnungen und durch die zu den gestohlenen Bitcoins gehörigen Wallets konnte ein Bankkonto in den USA ausfindig gemacht werden, welches zu einer Briefkastenfirma gehörte. Die konnte man dann auf herkömmlichen Wege zuordnen. Das ist für die Behörden täglich Brot und kein Problem.

Die Überraschung war perfekt und das Erstaunen groß, als man feststellte, dass diese Briefkastenfirma einem anderen Ermittler der Silk-Road-Task-Force gehörte. Er war der Kyrpto-Experte des Secret Service. Dieser war seinerzeit bei der Übergabe von Curtis Green dabei, als dieser seinen Computer und seine Passwörter an die Task Force übergeben hatte.

Der Secret-Service-Mann verwendete dann am Abend die Zugangsdaten von Green und überwies sich die Bitcoins selbst. Also hatte Ulbricht recht, als er zu dem Schluss kam, dass Green den Diebstahl begangen hatte. Es war zwar nicht Green selbst an der Tastatur, sondern der Secret-Service-Agent, aber das kann man elektronisch nicht wirklich nachweisen. Man kann zwar sehen, wessen Account genutzt wurde, aber nicht wer ihn benutzt hat, wenn nicht zufällig auch noch eine Webcam läuft. Das ist ja, wie der Leser inzwischen weiß, nur eine Frage des Private Keys. Wer den hat, der kann die Bitcoins versenden.

Was für eine Geschichte: Ein Bösewicht und zwei Beamte, die auch noch ihr eigenes Spiel spielten und unabhängig voneinander Verbrechen begingen — wenn das kein schlechtes Licht auf Bitcoin wirft.

Auch die Polizei sollte eine Public Blockchain nutzen

Wenn man sich nun einmal überlegt, wie die Welt sich verändern könnte, wenn auch die Polizei eine öffentliche Blockchain als Aufzeichnungssystem benutzen würde, wenn Beweisketten nicht verändert werden könnten, wenn der Hash einer Zeugenaussage auf einer Blockchain verwaltet würde, wenn die Bewegung beschlagnahmter Drogen und der Zugang zu den Beweisen in einer öffentlichen Blockchain verzeichnet würde. Gelegenheit macht Diebe und das trifft auch auf Beamte zu, wie man an diesem echten Fall sehen kann. Es sind ja auch nur Menschen und Menschen werden schwach. Der eine bei 10.000 Euro, der andere erst bei 1 Million oder bei 20 Millionen. Aber keiner wird schwach, wenn er sich sicher sein kann, dass er mithilfe der Blockchain auf jeden Fall erwischt wird und letztendlich im Gefängnis landet.

Auch die Polizei sollte eine Public Blockchain nutzen

Es ist anzunehmen, dass eine Public Blockchain nicht nur solche Verführungen verhindern würde, sondern auch ein wichtiges Bollwerk gegen jede Art von Korruption sein könnte. Man kann mit einer Public Blockchain eine bessere Welt erschaffen — Silk Road ist ein großartiges Beispiel für die Chancen, die diese neue Technologie mit sich bringt.

Diese Geschichte ist ein Auszug aus den Buch: “Bitcoin, Blockchain & Co.”, dem Standardwerk in Deutsch.

__________________________________________________________________


Hier für die Kindle-Version klicken
Hier für die Apple-Version klicken
Hier für das gedruckte Werk klicken

Bitcoin, Blockchain & Co.

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Hier für die Tolino-Version klicken

Unsere Gesellschaft steht vor großen Umbrüchen. Dieses Buch richtet sich deshalb an alle, die sich auf die Zukunft vorbereiten möchten. Die Blockchain wird zuerst die Arbeitswelt und dann die Gesellschaft insgesamt revolutionieren.

Die meisten Arbeitsplätze werden durch die Blockchain zwangsläufig enormen Veränderungen unterliegen, wenn nicht sogar vernichtet werden. Wenn es bei vorangegangenen technologischen Umbrüchen bisher die Arbeiter getroffen hatte, werden es dieses Mal die Angestellten der Mittelschicht sein. Die Jobs Hunderttausender Angestellter und Sachbearbeiter sind betroffen. Die Blockchain wird ganze Etagen in der Administration von Handel, Industrie, Produktion und der öffentlichen Verwaltung leer fegen.

Diejenigen, die sich auskennen, werden sich rechtzeitig orientieren und vorsorgen können.


Joe Martin

Joe Martin ist ein Kind des Computerzeitalters und von Bitcoin, der Blockchain und Co. fasziniert. Als Journalist mit über 25 Jahren Berufserfahrung in der Welt der Technologie verfügt er über die idealen Voraussetzungen, um dem Leser auf eine leicht verständliche und nachvollziehbare Art die faszinierende Welt der Krypto-Währungen nahe zu bringen.

Er erklärt anhand von Bitcoin, wie Blockchains funktionieren und warum sie die Welt verändern werden. Bitcoin ist der Ausgangspunkt der vierten industriellen Revolution und wer seinen Arbeitsplatz, sein Vermögen, seine Familie und seine Zukunft schützen will, muss zunächst die Grundlagen der Krypto-Welt verstehen. Bitcoin und Co., die Blockchain und deren Bedeutung werden in diesem Buch für jedermann nachvollziehbar und gleichzeitig unterhaltsam erklärt.