Wenn das Leben Dir eine Zitrone zuwirft… wirf sie zurück!

Wir sind so darauf gepolt, alle Anforderungen an uns zu meistern, zu optimieren und zu erfüllen, dass wir oft darüber vergessen, dass wir einige davon gar nicht erfüllen müssen.

Sogar nicht nur nicht erfüllen müssen, sondern nicht einmal erfüllen sollten.

Diese Liste ist nur mal ein grober Überblick von all den Aufgaben, zu denen wir uns verpflichtet fühlen und eigentlich mal dringend hinterfragen sollten, ob wir stattdessen dieses Pflichtgefühl nicht mal über Bord schmeißen sollten.

Was Du definitiv nicht tun musst…

1. Dich mit Internet-Trollen auseinandersetzen.

Wenn jemand destruktive Kritik unter Deinen Artikeln, auf Facebook oder in E-Mails bei Dir auskotzt (genauso fühlt es sich doch manchmal an, oder?) liegt es nicht in Deiner Verantwortung, Dich zu rechtfertigen.

Alles was Du tun solltest, ist tief durchatmen und Dich daran erinnern, dass dieser Mensch zutiefst unzufrieden mit sich selbst ist und versucht, das an Dir auszulassen.

Sonst würde er oder sie nämlich seine Zeit viel besser nutzen…

2. Alles alleine tun.

Wir fühlen uns manchmal wie absolute Einzelkämpfer. Allein und isoliert auf der Welt.

Und vergessen dabei gern, dass das gar nicht so sein muss. Im Sommer schaffen wir dafür Abhilfe!

3. Dein Bauchgefühl anzweifeln.

Eins der häufigsten Fehler die wir machen ist, unser Bauchgefühl mit unserem Verstand und all der Logik die wir zusammenkratzen können platt zu reden.

Nur um dann nach einer Weile festzustellen, wir hätten doch lieber mit unserer Intuition gehen sollen. Denn wenn wir ganz ehrlich sind: wann lag die schon mal falsch?

4. Perfekt sein. Immer und jederzeit.

Unnötig. Völlig unnötig. Diese Erkenntnis zu gewinnen kostet leider viel zu viel Zeit. Also glaub mir dabei einfach.

5. Jeden glücklich machen.

Wie oft ertappen wir uns dabei, es allen anderen Recht machen zu wollen, bloß niemanden zu verletzen, zu vernachlässigen oder vor den Kopf zu stoßen und vergessen dabei vor allem eine Person?! (Kleiner Hinweis: Uns selbst!)

6. Dein Online-Business über alles andere stellen.

Auszeiten sind wichtig. Nicht nur dann, wenn es endlich läuft, sondern auch dann, wenn Du gerade im Aufbau bist. Denn sonst wirst Du nie an dem Punkt ankommen, an dem Du endlich mal Luft holen kannst, weil Dir die Puste zuvor ausgeht…

7. Jeden Auftrag annehmen, der reinkommt.

Ja, Geld ist wichtig. Geld ist notwendig. Aber nicht um jeden Preis.

8. Ziele weiter vorantreiben, wenn sie eigentlich nicht mehr zu Dir passen.

Das ist eine Lektion, die wir immer wieder lernen müssen. Zu reflektieren und manchmal auch einfach loszulassen.

9. Zustimmen, wenn Du eigentlich eine andere Meinung hast.

Wie oft nickst Du, wenn Du eigentlich mit dem Kopf schütteln willst? Wie oft sagst Du „Ja, klar. Stimmt total.“ wenn Du eigentlich denkst, die Sache hakt?!

Du hast eine Stimme. Nutz sie.

10. Dich selbst in den Schatten stellen, damit sich andere besser fühlen.

Ja, zugegeben, es ist ganz schwer, wirklich stolz auf sich zu sein. Und noch schwerer, zu seinen eigenen Erfolgen zu stehen (wir wollen ja nicht arrogant wirken) wenn andere noch nicht so weit sind oder (noch) keinen Erfolg haben.

Aber damit, dass Du Deine eigenen Erfolge nicht feierst, tust Du niemandem einen Gefallen. Und mal wieder am wenigsten Dir selbst.

11. Auf Erlaubnis warten.

Der Gegenwind ist stark, besonders am Anfang der Selbständigkeit. Aber hör auf, auf die Erlaubnis Deiner Freunde, Deiner Familie oder Deiner Kollegen zu warten. Gib sie Dir einfach selbst.

12. Dir Kritik von jedem zu Herzen nehmen.

Du weißt eigentlich sehr genau, von wem Du Kritik annehmen solltest. Und von wem sie Dir eigentlich den Buckel runterrutschen kann…

13. Dich mit Dingen zu beschäftigen, die Dich nicht näher an Deinen Erfolg bringen.

Ehrliche Frage, ehrliche Antwort: Bringt Dich das, womit Du Dich gerade ewig aufhältst, wirklich Deinem Ziel näher?

14. Dich von den Meinungen anderer abhängig machen.

Ich spreche mich selbst davon immer noch nicht ganz frei, aber ich arbeite daran:

Was auch immer Du erreichen möchtest, sollte in erster Linie Dich glücklich und zufrieden machen. Du solltest Deine Ziele auf jeden Fall nicht danach ausrichten, was Dir die meiste Bewunderung einbringt.

15. Etwas tun, weil alle anderen es tun.

Jeder macht gerade einen Online-Kurs? Jeder steigt gerade in Videos ein? Noch lange kein Grund, dem Strom hinterher zu schwimmen. Mach Dein eigenes Ding.

16. Jedem gerecht werden zu wollen.

Muss ich nicht viel zu sagen, oder?

17. Umsonst arbeiten. Oder für einen Hungerlohn.

Ich weiß, hart. Preisverhandlungen, Preissetzung, alles ein Graus für uns. Aber Du wirst mit Übung besser darin. Versprochen.

18. Menschen davon zu überzeugen, dass Du ihnen helfen kannst.

Es gibt Menschen, die zweifeln an Dir oder Deinem Angebot. Das bedeutet aber nicht, dass es Deine Aufgabe ist, sie davon zu überzeugen.

Du weißt, was Du und Dein Angebot wert sind und dass es Menschen helfen wird. Dafür hast Du bei der Erstellung gesorgt. Wer das nicht erkennen will? Ist selbst Schuld.

19. Sich für den Erfolg Deiner Kunden verantwortlich fühlen.

Vor allem beim Coaching kommt schnell das Gefühl auf, dass Du für das Ergebnis oder den Erfolg verantwortlich bist. Im Grunde aber auch bei jeder anderen Dienstleistung.

Der Haken daran? Menschen müsst meist ihren Teil zum Erfolg beitragen. Oft in Form von Arbeit. Daran kannst Du nichts ändern und hast absolut keinen Einfluss darauf.

20. Den Erfolg anderer in Deiner Nische beneiden.

Das Gras ist immer grüner… überall anders. Hör auf, ihm beim wachsen zuzuschauen und bewässere lieber Dein eigenes.

21. Deine Preise zu rechtfertigen.

Fällt niemals in Deinen Aufgabenbereich. Aufhören. Sofort!

22. Im Blick behalten, was alle anderen tun.

Zuschauen und inspirieren lassen ist ok. Sobald Du Dich davon allerdings verunsichern lässt, gilt das gleiche wie bei Punkt 20.

23. Jemand anderer, als Du selbst sein.

Wichtig. Wichtiger. Am wichtigsten. Erinnerung 1x täglich.

Welche Aufgaben lässt Du Dir noch gerne aufdrücken?


Originally published at um180grad.de on April 4, 2016.