“Headed for a new land”*

Der 1. Teil der “Crowdsourcing Rollmaterial”- Serie

Caspar Lösche
Apr 30 · 5 min read

(hier gehts zum zweiten Beitrag)

Vier Jahre führte ich die Kommunikation für die aktuelle Rollmaterialbeschaffung des RBS. Erst unter dem Projektnamen #dieneueS7, dann als “Worbla: Ein Zug voller Ideen”. Vier Jahre, die viel Planung, Vorbereitung, Kreativität, Spontanität und immer wieder ein Umdenken erforderten. In dieser fünfteiligen Serie lasse ich Euch teilhaben an dieser ereignisreichen Kommunikationsreise. Also beginnen wir am Anfang:

Es war einmal ein kleines Tal im Nordosten von Bern, das Worblental.

Das Abstimmungsplakat 1972 — mehr im Blogbeitrag

2014: Die Ideensuche auf Atizo

In einem seiner letzten Workshops für Atizo kitzelte Christian Hirsig aus dem hochkarätig besetzten RBS-Projektteam heraus, was der RBS denn tatsächlich von seinen Kundinnen und Kunden erfahren wollte.

Der Atizo-Ideenprozess — die gelben Schritte sind extern

Dramaturgischer Bogen

Und ich wollte über die ganzen vier Jahre einen dramaturgischen Bogen spannen; von der Idee 2014 bis zur Lieferung 2018. Die Zielgruppe sollte zu Beginn sehr breit sein, dann für die Bewertung im Schritt vier wieder enger werden (nur das Worblental plus die RBS-Social-Community) und sich dann wieder öffnen.

#DieNeueS7

Eine Stunde angestrengtes Nachdenken später war #dieneueS7 geboren. Genügend unspezifisch und doch sehr direkt auf das Projekt bezogen und vor allem auch gut in Sätze integrierbar.

Grobskizze für den Einbezug während vier Jahren — Betonung liegt auf Grob… ;)

Los geht’s

Die ersten Hänger in den Zügen waren sehr schlicht. Und auch auf allen anderen Kanälen feuerten wir aus allen Rohren. Vor allem ging es darum , unseren Kunden die “Vorbehalte” vor einer neuen Plattform zu nehmen.

Einige Ideen waren sehr ausgefallen, einige kamen sogar per Post.

Dialog hochhalten

Neben FB-Ads nutzte ich vor allem die neuen Dialogkanäle, um die Partizipation hoch zu halten. Atizo als Plattform bietet die Möglichkeit, eingegebene Ideen zu kommentieren und weiter zu entwickeln. So konnte ich die Ideensuche bekannt machen und gleichzeitig bestehende Ideen weiter verbessern lassen. Wichtig war dabei auch immer, zwar Dialog auf den externen Plattformen zuzulassen, aber zum Abgeben von Ideen auf Atizo zu verweisen. Damit schonte ich meine Ressourcen in der Auswertung.

Erfolgreiche Werbekampagne

Insgesamt kamen 670 Ideen von 328 Autorinnen und 500 Kommentatorinnen zusammen. Ein grosser Teil der Autoren waren Erstinnovatoren, was dafür spricht, dass sie RBS-Fahrgäste waren, bzw. durch meine Kampagne auf uns stiessen.

Kunden denken mit

Um einen Übersicht zu bekommen über die wichtigsten Themen, verschlagwortete ich die einzelnen Ideen und bereite diese grafisch auf. Hier ein Zwischenstand:

Weiterdenken

Mit 670 Ideen ausgerüstet ging es wieder zu Christian in den Abschluss-Workshop. Auch dieser war hochkarätig besetzt. Nach dem bewährten Atizo-Prinzip teilten wir uns in Gruppen auf und entwickelten die abgegebenen Ideen weiter, bewerteten Sie nach den Kriterien und stellten sie im Plenum vor. Bei einer “ganz normalen” Sandwich-Ideensuche wären diese Ideen jetzt schon in die Abstimmung gegangen. Da wir aber noch ganz am Anfang der Beschaffung standen, war das nicht möglich. Trotzdem hatten wir noch Fragen. Davon mehr im 2. Teil.

Caspar Lösche

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Social Media Manager & Mediensprecher für @rbs_ch. Und sonst: Vater, Bern, Politik, Medien, Creator of Content und Urban Gardener.