Hexenhatz — Teil 1

Aus meinem aufgelösten Blog (www.casparloesche.ch) habe ich einige Beiträge gerettet, die ich hier wieder aufbereite. Dieser Beitrag stammt vom 5. Februar 2013.

Zu Teil 2 und Teil 3 von Hexenhatz.

Der Start

Ich begleite während der nächsten Monate 18 Tänzer, die Choreographin, viele Musiker und eine Schauspielerin bei Ihrer Arbeit vom ersten Gespräch bis hin zur Premiere von Hexenhatz.

Trailer für Hexenhatz / Witchhunt

Wenig Zeit? Kein Problem

Meine Idee ist simpel (und eigentlich fehlender Zeit geschuldet):
 Ich lasse die Teilnehmer selbst berichten auf den Plattformen auf denen sie sich bereits bewegen und möchte alles so automatisch wie möglich an einer Stelle zusammefliessen lassen, aus der dann wiederum die verschiedenen Publicity-Kanäle mit Content bespielt werden können. Mein Hub ist Tumblr. Dorthin fliessen via IFTTT alle Instagrams und Tweets, welche mit #hexenhatz versehen sind. Mit dieser Grundeinstellung kann also auch das Publikum Content generieren und einfliessen lassen.

Die Übersicht im Tumblr-Archive: http://hexenhatz.tumblr.com/archive

In der Facebook Gruppe des Balletts können dann den gut 1.000 “Freunden” des Balletts gezielt Inhalte vorgestellt werden. Diese Social Media Begleitung entsteht nebenher. Ich werde das Konzept und die Einstellungen während der nächsten Monate immer wieder anpassen und verfeinern. Was genau geschehen wird, kann ich noch nicht genau sagen. Ich hoffe, dass wir viele einzelne Stimmen hören werden, und dass diese Stimmen mit der Zeit einen roten Facen bilden , der sich durch die Produktion zieht. Ich konzentriere mich hier ganz auf etwas, dass ich Participant Generated Content nenne.

Participant Generated Content

Nicht ein aussenstehender Komunikations- oder Social Media Beauftragter fotografiert, textet und beschreibt was geschieht, nein: die Teilnehmer selbst berichten von ihrer ganz subjektiven Sicht mit ihrem eigenen Filter und teilen mit dem Publikum nur dass mit, was sie auch teilen wollen. Warum ich glaube, dass dies möglich sein wird?

http://www.konzerttheaterbern.ch/tanz/uebersicht/veranstaltung/-8039a9cd20/?month=201305&date=1369173600

Ich arbeite hier mit einem jungen Team von Tänzern, allesamt Digital Natives. Eine neue Generation von Künstlern, die ganz selbstverständlich über ihren Alltag im Probenraum spricht, mit ihren Freunden auf der ganzen Welt. Via Social Media. Dies möchte ich nutzen.

Kreativität im Theater

Und noch eine andere Ressource möchte ich “anzapfen”. Die unerschöpflichste Ressource im Theater: Die Menschen und ihre Kreativität. Wenn es gelingt, die einzelnen Teilnehmer einer Produktion, also auch die Mitarbeiter von Bühne, Technik, Musik und Ton zu Content Produzenten zu machen, die direkt und ungeschminkt über ihre Arbeit berichten, dann ergibt dies einen spannenden Einblick nicht nur ins Ballett, sondern in das ganze Theater.

Making up before witch hunt at the Linbury Theater — Bern ballet on tour with #hexenhatz by gusborne http://bit.ly/11hfpZD

In den nächsten Wochen werde ich weiter von meinen Anstrengungen berichten und mich damit ebenfalls zu einem Generator von Participant Content machen. Ich berichte nicht über die Arbeit anderer, sondern direkt über meine und werde dies mit dem entsprechenden Zielpublikum teilen. Ich werde über die technischen Aspekte schreiben (Twitter->RSS->Feedburner->Yahoo Pipes->IFTTT->Tumblr…), hoffen, dass Twitter RSS noch nicht so schnell abstellt und auch erzählen, was nicht so gut läuft. Da ich dieses Projekt freiwillig und nahezu unentgeltlich betreue, kann ich ungeschminkt Insights geben und hoffen, dass meine Erfahrungen auch für Andere hilf-und lehrreich sein können.

Ich bin gespannt!

Zum 2. Teil geht es hier: https://medium.com/@casparloesche/hexenhatz-teil-2-2a536a975575

Kommentare:

7 Responses

Tanja Praske 5. Februar 2013 at 09:43 · Reply

Lieber Caspar,
 tolles Projekt — toller Einsatz von dir! Bin gespannt auf #ParticipantGeneratedContent und welche Formen die Initiative annehmen wird.
 Good luck!
 Tanja

Claudia Meierjohann 5. Februar 2013 at 10:04 · Reply

Klingt interessant. Werde das Projekt verfolgen und bin gespannt, ob und wie es von Nutzern der verschiedenen Plattformen aufgenommen wird. Viel Erfolg!

Hagen Kohn 5. Februar 2013 at 10:57 · Reply

Auch ich freue mich auf Anregungen und Erfahrungsberichte!

Hinter den Kulissen einer Tanzproduktion — casparloesche.ch 17. Februar 2013 at 20:55 ·

[…] Arbeit am Projekt habe ich bereits hier beschrieben und werde es auf diesem Blog weiterhin in unregelmässigen Abständen tun. Neben meiner […]

klischnet 28. April 2013 at 12:09 · Reply

hallo, tolle idee, nur ne kurze frage zu fb:
 du schreibst einmal von einer gruppe und dann von 1000 freunden.
 beides passt so nicht richtig zusammen! was ist genau gemeint? gruppe mit Mitgliedern, personenprofil mit freunden oder fanpage mit fans???

Danke für ne ANtwort
 HG
 AK

caspar 28. April 2013 at 17:46 · Reply

Hallo Andreas, vielen Dank.
 Die Gruppe ist tatsächlich eine Facebookgruppe mit gut 1000 Mitgliedern, die ich hier (um sie als wichtigste Zielgruppe herauszustellen) als “Freunde” des Balletts bezeichnet habe:
 https://www.facebook.com/groups/9342084708/

klischnet 28. April 2013 at 18:19 · Reply

DANKE dir für die Antwort, verfolge das mal weiter 😉
 HG
 AK

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