“I wanna be in the room where it happens”*

Der 3. Teil der “Crowdsourcing Rollmaterial”- Serie

(hier gehts zum ersten, hier zum zweiten Beitrag)

Das Aussendesign hatten wir im Rahmen der Generalversammlung vorgestellt. Auch das Innenraumkonzept wollte ich nicht einfach so “herauswerfen”.

Stadler hatte in Bussnang eine Holzmaquette (ein begehbares 1:1-Holzmodell) gebaut. Hier wurden verschiedene Dinge getestet, sei es unterschiedliche Sitzmodelle, Lichtstimmungen oder das Manövrieren mit Rollstühlen.

Und natürlich sollten auch die RBS-Fahrgäste den Zug zum Anfassen erleben dürfen. Ich organisierte also einen Besuch im Bussnangwerk und kommunizierte die Ausschreibung im gesamten Tal. Fast 100 Personen bewarben sich. Meine Auswahl sollte die gesamte Vielfältigkeit eines Massentransportmittels abbilden und so reisten wir schon bald an einem Freitagmorgen mit einer bunt gemischten Reisegruppe von Bern nach Bussnang.

Besuch in Bussnang

Bitte hier entlang

Ich hatte mir viel Content vorgenommen. Zum einen wollte ich die Diskussion führen und anregen, Fotos machen und mit den Fahrgästen einzeln vor der Kamera Interviews führen und Ihre Statements abholen. Am kommenden Dienstag sollte alles bereits ausgespielt und kommuniziert werden. Ich hatte also gerade mal einen Arbeitstag (und das Wochenende) um alles auf- und vorzubereiten. Zum Glück begleitete uns der Projektleiter für die Beschaffung und eine Kommunikationskollegin; so konnten wir uns etwas aufteilen:

Im Stadlerwerk in Bussnang

Der Tag funktionierte erstaunlich gut. Ich konnte die Rückfahrt zur Sichtung des Video- und Fotomaterials nutzen und bereits eine Vorauswahl treffen. Das Video schnitt ich am gleichen Abend. Der Projektleiter der Beschaffung, Michael Ryf sagte danach, dieser Austausch sei auch für ihn enorm wichtig gewesen. Und die Diskussionen waren definitiv sehr lebhaft:

Das Innenraumdesign

https://www.rbs.ch/blog/Innenraumdesign

Die Kommunikation verlief dann klassisch. Per Medienmitteilung stellte ich das Innenraumkonzept zusammen mit den Visualisierungen der Designer vor und nahm auch den Einbezug der Fahrgäste und ihre ersten Eindrücke als Zitate auf. Dazu kamen zwei Blogbeiträge. Einer zum Innenraumkonzept und einer zum Besuch in Bussnang. Mit Fotos auf Facebook, Twitter und Insta und dem YT-Film ein volles Content-Paket. (Der Film kam natürlich untertitelt nativ auf FB). Das Medieninteresse war diesmal regional beschränkt. Das lokale Online-Portal hatte bereits die Ausschreibung unterstützt und berichtete auch jetzt wieder über das “orange Bähndli”. Aber unsere Community hatte auf die neuen Bilder gewartet. Vor allem auf Facebook stiess dies auf Resonanz:

Ein Ende macht den Anfang

Die Vorstellung des Innenraumdesigns war das letzte grössere Ereignis, bevor die letzte Phase, die Produktion, beginnen würde und das Jahr 2018 mit einem Einführungsevent und der ersten Fahrgastfahrt begann. Damit war für mich dieser Event auch ein kleiner Testlauf, wie ich im 2018 verstärkt mit dem Einsatz von Videos kommunizieren wollte. Und zum ersten Mal konnten wir unseren Fahrgästen etwas zum Anfassen bieten. Die Community hatte jetzt ein Bild der neuen S7 vor Augen. Es wurde Zeit, ihr einen Namen zu geben.

* Meine Liebe zum Musical “Hamilton” inspirierte die Titel dieser mehrteiligen Serie. Mehr über Hamilton lesen oder mehr über Hamilton auf englisch lesen.