Eine Woche vor der Vorstellung des neuen Z4 sind endlich Bilder vom finalen Look aufgetaucht. Von der gewagten, aufregenden Studie ist recht wenig geblieben — der neue Z4 sieht finalisiert ziemlich zahm aus.

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Die BMW Z4 Studie hatte noch diese Motorhaube (Quelle: Michael Jasmund / Unsplash.com)

Im Sommer 2017 hatte BMW eine Studie des Z4 vorgestellt. Wow, war das ein Auto und wie sehr hatte ich dementsprechend gehofft, dass das finale Design sich möglichst nah daran orientieren würde. Von wegen. Die extravagante Studie wurde nur deutlich beschnitten realisiert.

Der neue Z4 sieht aus, als hätten die Designer an einigen Stellen mit voller Absicht ganz unten ins Allerleiregal gegriffen und sich das langweiligste herausgesucht, dass sie finden konnten. Aufregende Formen? Viele einfach weg. Statt dessen die alte, öde BMW-Standard-Designsprache. …


Wer Wohnungen in Berlin untermieten möchte — beispielsweise mittels Airbnb — muss künftig lästige bürokratische Hürden überwinden. Um das Zweckentfremdungsverbotsgesetz (sic!) durchzusetzen, werden 60 Mitarbeiter eingesetzt.

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Guck mal, Berlin. Lass mal hin fahren. Aber wo übernachten? (Symbolbild — Quelle: Unsplash.com)

Gründerszene.de beschreibt in einem Artikel, wie in Berlin künftig Wohnungen untervermietet werden dürfen. Dabei gibt es für die Vermieter einigen bürokratischen Aufwand zu betreiben. Ja gut, Berlin möchte halt Regeln für das Phänomen Airbnb aufstellen. Verständlich.

Künftig sollen aber laut Gründerszene gleich 60 Mitarbeiter damit betraut werden, die Strafverfolgung derjenigen Vermieter zu betreiben, die sich nicht ordnungsgemäß registrieren lassen.

Ja, Berlin ist eine Metropole, eine Millionenstadt. Da ist die Verwaltung nun mal etwas aufwendiger. Laut Gehaltsvergleich.com verdienen Sachbearbeiter in Berlin durchschnittlich 2.200 € monatlich (Stand Juli 2018). Macht also mindestens mal nette 1,5 Millionen Euro an Kosten pro Jahr — faktisch werden es viel mehr sein, vielleicht 2–3 Millionen Euro. …


Die Deutsche Bahn stampft die klassische schriftliche Bewerbung auf nur noch Lebenslauf und Zeugnisse zusammen — das Anschreiben entfällt. Für Welt.de ist das ein fataler Fehler, der das Schicksal des Unternehmens besiegelt: Nur noch Dumme werden dort arbeiten.

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Woooosh… da rast er vorbei, der DB-Innovationszug - zu schnell für #Neuland? (Quelle: pexels.com)

Klingt nach Satire vom Postillon? Ist es aber nicht, sondern gestern als Meinungsartikel auf Welt.de erschienen. Na gut, den Untergang des Abendlandes habe ich hinzugedichtet, er passt aber halt so gut in das düstere Endzeitbild, das der Autor Moritz Seyffarth zeichnet.

An markigen Sätzen um dieses zu beschreiben mangelt es nämlich nicht: “Will die Bahn die Dummen? Dann macht sie alles richtig” heißt es plakativ schon im Titel. Und dann wird gleich der Tod des Unternehmens heraufbeschworen: “Das ist ein fatales Signal”, das “die wirklich Motivierten (…) damit nämlich ab(schreckt)”. „Die nehmen jeden” würden nun viele denken. …


…verspricht der Business-Insider. Und liefert damit mal wieder ein Beispiel für überragenden Qualitätsjournalismus made in Clickbaithausen.

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Das Schwein hat wohl nicht nur die Münzen platt getreten, sondern auch den Sinn (Quelle: pexels.com)

Die Sonne lacht, Frühling erwacht, schnell ist der Quatschcontent gemacht. Und während Goethe sich noch im Grab umdreht (der Filme wegen, nicht aufgrund meiner lyrischen Meisterwerke!) verdienen wir in den nächsten zwölf Monaten alle 10.000 Euro, denn der Business-Insider verrät uns wie. Banker sind schockiert, der Postillon berichtet bereits über eine Hyperinflation.

Hier die sieben Tipps im Schnelldurchgang, absteigend sortiert nach Nützlichkeit — es wird also mit jedem Tipp sinnfreier:

  1. Dauerauftrag einrichten: Monatlich automatisch einen bestimmten Betrag vom Girokonto abbuchen lassen dorthin, wo…
  2. …man nicht so schnell dran kommt, beispielsweise ein Sparbuch. Gar nicht doof, gehört anderseits aber auch zu den absoluten Basics. …

Heute flatterte bei LinkedIn ein Stellenangebot in mein Postfach, bei dem ich mich fragen muss: Meinen die das eigentlich ernst? Ein kilometerlanges Anforderungsprofil für eine Durchschnittsstelle ohne nennenswerte Benefits — so geht Fachkräftemangel!

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Symbolbild

20 obligatorische Anforderungen, darunter ein abgeschlossenes Hochschulstudium in der passenden Fachrichtung, mehrere Jahre Berufserfahrung, mindestens zwei, am besten aber vier Programmiersprachen, umfangreiches Knowledge übers Testen, zwei, besser drei Frameworks und noch mal 7 Alternativen zu den obligatorischen Anforderungen— das soll der Bewerber doch bitte mitbringen.

Dabei geht es hier nicht um eine Expertenstelle, es geht hier um einen “normalen” Job in der Webentwicklung, also dem ungeliebten (und dementsprechend bezahlten) Kind der Softwareentwicklung. Relevante Benefits gibt es keine außer kostenlosen Schulungen. Nicht mal die ausgelutschten Dauerbrenner wie kostenlose Getränke oder Gleitzeit werden angeboten. …


2.500 Euro Bruttomonatseinkommen reichen, um so viel zu verdienen, dass man nicht mehr arbeiten muss, gibt der Business-Insider wieder. Ich sage: So ein Quatsch!

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Symbolbild — Quelle: https://www.pexels.com/

Der Business-Insider stellt in einem Artikel Jan Henning vor, der 25 Mietobjekte besitzen soll und von seinem passiven Einkommen leben könnte. Er verrät uns neugierigen Lesern, wie das funktionieren soll. Klingt ja erst mal wundervoll, entpuppt sich aber schnell als ein Artikel voller Logiklöcher und Fragezeichen.

Es fängt mit dem altbekannten 0815-Immobilieninvestitionsprinzip an: Man kaufe eine Eigentumswohnung für 100.000 €. Mache beim Thema “Lage, Lage, Lage” alles richtig, der Markt spiele auch mit und ein paar Jahre später verkaufe man sie für 200.000 €. Die investiere man in den Kauf zweier Wohnungen zu je 100.000 €. Mache beim Thema “Lage, Lage, Lage” alles richtig, der Markt spiele auch mit und ein paar Jahre später verkaufe man sie für insgesamt 400.000 €. …


Auf YouTube gibt es bekanntlich kaum etwas, das es nicht gibt. 200 € am Tag verdienen? Kein Problem, detaillierte How-To-Videos findet man sofort. Reine Laber-Videos ohne irgend eine Substanz sind meist schnell zu entlarven. Gefährlich wird es dann, wenn es funktionieren könnte — und sowohl die Anwender als auch die späteren Kunden dabei geschädigt werden könnten.

Konkret habe ich ein Video gesehen, in dem folgendes Vorgehen propagiert wird:

  1. Möglichst schnell und günstig eine Shop-Website zusammenschrauben — natürlich aus kostenlosen oder günstigen Fertigbausteinen
  2. Artikel einpflegen, die man für einen Preis aus einem Billiglohnland — konkret China — beziehen kann, der vermeintlich deutlich unter dem liegt, was für einen vergleichbaren Artikel auf Amazon zu zahlen…

Manchmal ist es ein kurzer, prägnanter Satz, der viel mehr aussagt als man in so wenigen Worten vermuten würde: “Die Gehälter sind angemessen.” Ist das so? Oder sagt dieser Satz nicht doch etwas ganz anderes?

Aufgeschnappt habe ich ihn in einem Artikel auf Zeit.de. Eigentlich geht es bei dem Artikel um den Einsatz von Chat-Bots bei Bewerbungsgesprächen. Es wird ein konkretes Gespräch mit so einem Bot vorgestellt. Die Autorin des Artikels tritt in einen Dialog mit besagtem Bot und bewirbt sich damit bei der Firma, die den Bot im Einsatz hat. Dabei fragt sie auch nach dem zu erwartenden Gehalt. Die Antwort lautet: “Die Gehälter sind angemessen.” …


GitHub hat das User-Dashboard ein wenig umgebaut, jedenfalls glaube ich das (vielleicht habe ich die Umbaumaßnahme auch nur verpennt, und sie ist schon älter): Ist man eingeloggt und ruft die Homepage auf, findet man nun auch einen Tab namens “Discover repositories”.

Ich habe natürlich mal darauf geklickt und siehe da, GitHub präsentiert mir eine Liste mit Repositorys von denen es glaubt, sie könnten interessant für mich sein. Und nun rächt sich, dass ich nicht jedes meiner eigenen Repositorys favorisiert (“gestart”) habe. GitHub schlägt mir nämlich gleich mal eines meiner eigenen Repositorys vor. …


Golem.de hat vor ein paar Tagen einen Artikel veröffentlicht, der IBMs KI-Wunderdings Watson vorwirft, reichlich “dumm” zu sein. Natürlich konnte ich nach ein paar Zeilen nicht mehr weiterlesen, musste nach Watson googlen und einige der bereitgestellten Demos testen. Und siehe da, es stimmt: Watson muss noch viel lernen.

Auf der Demoseite wird eine Reihe verschiedener Beispiele angeboten, die man schnell, bequem und einfach abrufen und anschauen kann. Schön. Weniger schön: Diese Beispiele sollen uns ja wohl von der Qualität des Produkts Watson überzeugen. Wie schlau und fortschrittlich und universell einsetzbar er (es?) ist und all das. …

About

Chris

Ich habe wenig Ahnung von Finanzen, Business und IT. Andere leider noch viel weniger… die rante ich dafür um so heftiger.

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