Über „Flow“ in Innovationsprozessen

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Schon als Kind hat man uns eingeprägt: Ohne Fleiß kein Preis. Und auch als Erwachsene verlagern wir die Belohnung für unsere Arbeit, unser Glück und unsere Erfüllung in die Zukunft.

Fleißig und strebsam laufen wir in der einmal gesetzten Spur und hoffen, dass sich das später auszahlt. Das heißt aber: Letztlich bleibt alles beim Alten. Wie langweilig. Und wie tragisch.

Aber wir könnten doch auch in Bereiche aufbrechen, die unsere harte Arbeit wert sind und die uns schon jetzt erfüllen.

Wir könnten langweilige Pfade verlassen, neugierig bleiben, Wertvolles erschaffen, das Neue in die Welt bringen. …


Warum wir ein neues Denken brauchen — und wie wir es bekommen.

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Juni 2020

Wir Menschen sind komisch. Haben wir einmal eine Lösung für ein Problem gefunden, halten wir stur daran fest. Wir denken zu starr, zu klein und zu sehr im Bekannten.

Dabei sollten wir genau das nicht tun: Denn die Welt um uns herum ist dabei, sich radikal zu verändern. Und zwar rasant.

Unsere Lösungen von gestern passen heute schon längst nicht mehr. Mehr noch: Angesichts gigantischer globaler Bedrohungen steuern wir mit unserer Beharrlichkeit direkt in die Katastrophe.

Andererseits: Was könnte alles möglich werden, wenn es uns gelingt, diese Haltung endlich aufzubrechen?

Nur wie können wir das erreichen?

Eine Antwort in drei Bildern.


Zombies in Prag und der Kampf ums Klima

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März 2020

Um uns herum kollabiert die Welt, wie wir sie kannten, und wir stehen ratlos daneben.

Doch das muss nicht so sein.

Nur: Was können wir tun?

Ein Exkurs mit ein paar Zwischenstationen: Eine Stadt, ein Film, ein Buch.

Und dann die entscheidende Frage: In welcher Welt wollen wir leben?

Ein Nachmittag in Prag

Ein Spätnachmittag im letzten Sommer. Ich bin in Prag. Per Zug aus dem Osten des Landes angereist, sind in Prag nun zwei freie Tage eingeplant, bevor es weiter gehen soll. Es ist einer dieser seltenen Sommertage, an denen es einmal regnet, und so liegen Museums- und Cafébesuch bereits hinter mir. Später am Tag stehe ich dann im Zentrum, genauer: vor einem der Prager Kinos. Jim Jarmuschs Film „The dead don’t die“ ist angekündigt. Eine Horrorkomödie, mit dem im Frühjahr die Filmfestspiele von Cannes eröffnet wurden — das macht mich neugierig, trotz der schnell recherchierten mäßigen Kritiken. Außerdem nun genug vom Prager Regen, also rein. …


“Out of the box” ist so was von 2012

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Mai 2019

= Eine (zornige) Glosse =

Tag der offenen Tür in der Psychiatrie.

Stolz führt der Direktor einen sichtlich beeindruckten Besucher durch die Klinik. Am Ende des Rundgangs möchte der Gast wissen: „Sagen Sie, wie entscheiden Sie eigentlich, ob sich ein Patient hier in Behandlung geben sollte?“

„Nun“, antwortet der Arzt, „wir machen mit jedem Kandidaten unseren ,Badewannen-Test’. Wir füllen eine Badewanne randvoll mit Wasser und legen einen Löffel, ein Glas und einen Eimer daneben. Dann stellen wir die Aufgabe, die Wanne möglichst schnell zu leeren und lassen den Patienten entscheiden.“

„Aaah, ich verstehe!“ …


Das war’s! Oder doch nicht?

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März 2019

Während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, protestieren nur einige hundert Meter entfernt die Jungendlichen von FridaysForFuture für ihr Recht auf eine gute und lebenswerte Zukunft. Während der Schulzeit! Und durchs Netz rollt ein wütender brauner Mob, der mit wachsender Panik merkt, wie gefährlich ihm eine 16-jährige Klimaaktivistin werden kann.

Währenddessen zeigt sich unser Verkehrsminister in einem YouTube-Video mit aufblasbarer Gummi-Ente und lehnt eine Reduktion der Emissionen im Straßenverkehr mit dem Hinweis auf den „gesunden Menschenverstand“ ab.

Und eine Kommission, die über Zukunftsfragen beraten sollte, hält es für verantwortbar, noch ganze 20 Jahre einen fossilen Energieträger zu verfeuern und weiter unvorstellbare Mengen Klimagase und Giftstoffe in die Atmosphäre zu emittieren.


Was uns eine Apple-Werbung über unser Leben verrät.

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Die Technik-Szene feiert gerade im Netz ein Video, das Apples neuen Home-Pod bewirbt. Ein „Masterpiece“, „a jaw-dropping short film“, „a stunning piece“, „one of the most remarkable ads of the year so far“ — jubelt die AdWeek. Vor drei Wochen veröffentlicht und schon jetzt rund 8 Millionen Aufrufe auf YouTube. Selbst das Making-Of Video wird als „the most engaging, comprehensive and flat-out best behind-the-scenes video we’ve seen for an advertisement“ gelobt.

Liebe Leute — tut mir leid: ich finde es absolut fürchterlich. Entlarvend, tragisch, tief traurig. …


Über richtiges Handeln in Umbruchsituationen

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19.01.2018

Do you still believe in all the things that you stood by before?
Are you up there on the front lines, or at home keeping score?

Do you care to be the layer of the bricks that seal your fate?
Or would you rather be the architect of what we might create?

Rise Against — „Architects“

The world is at a crossroads

In den nächsten Tagen findet in Davos wieder das „World Economic Forum“ statt. Alles, was in Wirtschaft und Politik Rang und Namen hat, gibt sich in dem Schweizer Alpenort auch in diesem Jahr hier wieder die Klinke in die Hand. Man kommt zusammen, um die drängenden Probleme der Zeit zu diskutieren und über Lösungen nachzudenken, oder auch — wie manche vermuten — um einfach die entspannte Atmosphäre in den winterlichen Alpen zu genießen. …


2018: neues Jahr — neue Blogging-Plattform.

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16. Januar 2018

Happy new year!

Als langjähriger Medium-Leser ziehe ich mit Beginn des neuen Jahres mit meinen Beiträgen auf diese Plattform um. Die Artikel aus den letzten Monaten sind hierher übertragen, die anderen Beiträge des alten Blogs kommen ins Archiv der Homepage oder haben dann einfach ihre Zeit gehabt.

Man sieht sich. Ich freue mich.


Über Aufbrüche, Wege und Ziele. Und über ein altes Lied.

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21. Dezember 2017

Kurz vor Weihnachten, das Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt. Für viele ist das die Zeit für eine Standortbestimmung: Wo stehen wir, wo wollen wir hin und welche Chancen gilt es jetzt zu nutzen? Was im privaten Umfeld noch recht schnell zu klären ist, wird im Business-Kontext zunehmend schwieriger. Die Welt ändert sich rasant, die Bedingungen, in die hinein Unternehmen ihr Handeln planen, sind kaum noch kalkulierbar. Wie lässt sich dennoch ein guter Weg finden? Dazu hilft — mal wieder — der Blick auf ein ganz anderes thematisches Feld. …


Warum die Finanzwelt das Ende der Kohle besiegelt

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15. Dezember 2017

Ich wohne mitten im rheinischen Braunkohle-Revier. Man kann hier gut leben, “viel Schönes dabei”. Aber: In unmittelbarer Nachbarschaft stehen hier einige der schmutzigsten Kohle-Kraftwerke in ganz Europa. Die Anlagen in Neurath, Niederaußem und Weisweiler — alle gerade einmal einige Kilometer entfernt — belegen im Ranking der Kraftwerke mit dem höchsten CO2-Ausstoß die Plätze zwei, drei und fünf.

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Nebenbei: Dort vorne sind sie in guter Gesellschaft: sieben der zehn schmutzigsten Kohlekraftwerke liegen im “Energiewende”-Land Deutschland.

Die weithin sichtbaren Kraftwerksblöcke prägen das Bild der Landschaft. Um an den Energieträger Kohle zu gelangen, muss man — leider auch im Wortsinn — tief ins Ökosystem eingreifen. In den Tagebauen ist die Erde kilometerweit aufgerissen und gleicht surrealen Mondlandschaften. Riesige Bagger fördern hier in auf Jahrzehnten angelegten Projekten die eingelagerte Braunkohle. Ein Produkt also, das lange Zeit die Energieversorgung in Deutschland sicherstellte. …

Christoph Strunk

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