Von Heißhunger, Augenringen und skurrilen Bergen — Der vierte und fünfte Tag im Nationalpark Torres del Paine.

Von Los Cuernos bis zum Camping Torres.


Tag 4 . Bergauf, bergab und immer weiter bergauf- von Los Cuernos nach Campamento Torres und noch ein Abstecher zum Mirador de las Torres (22km)

Andenkondor — leider von sehr, sehr weit weg.

Vor dem was am nächsten Tag auf mich wartete, hatte ich Respekt. Vor mir lag eine Strecke von 20km, die zu allem Überfluss auch noch stetig bergauf gehen sollte. Und nicht zu vergessen: es begleitete mich immer noch ein schwerer Rucksack. Das war eigentlich einer der Hauptgründe für meine tägliche Sorge. Deshalb wollte ich dementsprechend zeitig mit meiner brasilianischen Begleitung losziehen, den ich erst tags zuvor wiedergetroffen hatte. Allerdings holte mich an dem Morgen meine uruguayische Langsamkeit wieder ein. Somit brauchte ich für meinen Tagesstart und mein großes Frühstück (Rodrigo knabberte nur Milchbrötchen) schon wesentlich länger als mein südamerikanischer Kollege. Deshalb konnten wir erst gegen 9Uhr, allerdings gut gestärkt, losziehen und unseren Weg entlang des strahlenden Lago Nordenskjöld genießen. Dort sah ich auch zum ersten Mal in meinem Leben einen Kondor. Von Venezuela bis ins südlichste Chile ist der Andenkondor beheimatet. Ein ausgesprochen unästhetisches Tier, eine Mischung aus Truthahn und Raubvogel, aber in jedem Fall gigantisch groß! Er gilt als der schwerste Greifvogel der Welt und hat sich sogar als Schildhalter einen Platz auf dem chilenischen Wappen gesichert.

Und immer entlang des Lago Nordenskjölds …
… bis zur Schreckensbrücke (das zerfledderte Ding links im Bild).

Danach kamen wir zu einem Flüsschen, an dem zuerst eine eingestürzte Brücke meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ob da wohl welche die nützlichen Hinweisschilder des Parkes “Nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig!”, die an allen Brücken platziert wurden, ignoriert hatten oder sich ein chilenischer Ingenieur verkalkuliert hatte? Vielleicht war es auch nur eine pädagogische Maßnahme, die einen dazu anhalten sollte, auf die tollen Hinweisschilder zu hören… Aber glücklicherweise gab es einen Ersatz, sodass ich ohne großen Aufwand auf die andere Seite schlendern konnte. Dort angekommen, folgte ein ausgesprochen steiler Hang, voll mit kleinen, losen Steinchen, den wir uns hinauf mühen mussten. Ich konnte es kaum fassen, dass man der Allgemeinheit so einen Weg zumutete. Und tatsächlich…. es trat das tolle Gruppenphänomen auf: zwei Leute vor uns nahmen den falschen Weg und wir folgten ganz stumpf immer dem Vordermann, ohne uns nochmal zu versichern. Und da hing ich eben. Jetzt schon mit der Gewissheit, dass dies NICHT der richtige Weg war. Rodrigo, hatte diesen Irrtum schon bemerkt und schmiss seinen Rucksack weg und eilte mir zur Hilfe, da mein Gesicht nicht mehr ganz so entspannt aussah bei der Vorstellung, gleich den Hang Richtung Fluss hinunter zu rutschen. Aber irgendwie bekamen wir es hin, ganz ohne Kratzer, uns auf den normalen Weg zu retten. So hatte ich dank angsteinflößender-eingestürzter Brücke und abenteuerlicher Abwege einen kleinen Adrenalinkick und war wieder hellwach.

Wenn ich alleine unterwegs war, dachte ich mir immer “Aaaaach, in einer halben Stunde mache ich Halt…” — “oder vielleicht in einer Stunde ein kleines Päuschen..”, was ich dann durchzog bis ich mich wirklich tattrig und unkonzentriert fühlte. Mit einem Weggefährten an meiner Seite war es dann schon geselliger eine Pause zu machen. So machten wir einen kurzen Stop am Lago Nordenskjöld. Auf mich warteten meine Cracker mit, ich-kann-es-nicht-mehr-sehen, Erdnussbutter. Erfreulicherweise saß ein Schotte neben mir, der seine Avocado verschmähte und sie mit mir gegen einen Klecks Erdnussbutter tauschte. Hmm mjamm! Es ist erst der vierte Tag und schon schätzte ich die simplen Dinge des Lebens viel mehr. Außerdem vermisste ich Obst und Gemüse. Leider sind es ausgerechnet die Lebensmittel, die am meisten wiegen und energetisch gesehen nicht gerade lukrativ sind. So erstaunte es mich umso mehr, als ich an diesem Morgen in dem Campamento Los Cuernos jemanden sah, der einen drei Kilo (!) Sack Möhren dabei hatte und sich diese in aller Seelenruhe mit Reis zum Frühstück kochte. (@Bruderherz, an der Stelle seist du herzlich gegrüßt —irgendwie stell ich mich dich so beim Trekken vor… denn Soja-Sauce hatte der Gute auch noch dabei! Fehlt nur noch die rote Beete… ;-))

Bei viel Wind und Dreck vor der Kameralinse.

Je weiter wir Richtung Refugio Chileno kamen, desto voller wurde der Weg. Bergabwärts liegen einige Hotels oder andere Luxusunterkünfte (gemessen an den Zeltplätzen auf denen ich verweilte), was sehr attraktiv für Tagesausflügler ist. Gerade an dem Tag nervte es mich tierisch (habe ich schon ausreichend betont, dass es immer BERGAUF ging?), wenn diese Leutchen bei ihrem Abstieg den Entgegenkommenden einfach keinen Platz machten.

Unseren nächsten großen Zwischenstop machten wir im Refugio Chileno. Dort konnte ich dank vorhandener Steckdosen für ein paar Minuten mein Handy aufladen (das brauchte ich außer für Selfies, vorallem um mir morgens einen Wecker zu stellen) und in einer Box mit „gespendetem“ Essen (all das, was die Leute nicht mit nach Hause nehmen wollten) peruanische Pestoinstantpasta ergattern! Ich freute mich noch stundenlang über meinen Fund, denn das hieß: Es gibt zwei Gänge Abendessen für mich! Erst Pasta und dann Polenta, was für ein Fest! Es gab noch ein weiteres Schmankerl in diesem Camp: eine Gepäckwaage. Geschätzt hätte ich, dass ich um die 17kg auf meinem Rücken mit mir herumtrage. Die Realität ließ meine Kinnlade herunterfallen: 22kg! Bis dahin hatte ich geglaubt, dass ich mit, wenn überhaupt…., 20kg gestartet wäre. Ich war geschockt und verwundert zu gleich. Denn es hieß, dass ich mit etwa 25kg am ersten Tag loszog. Ich war über mich selbst verblüfft, da ich mir das nicht zugetraut hätte und mit der Frage beschäftigt: Wo zur Hölle kam das ganze Gewicht her? Ich stand sehr ungläubig neben der Waage und wartete, bis andere Leute kamen um das Gewicht ihrer Rucksäcke zu überprüfen (vielleicht war die Waage ja kaputt?). Aber nein. Die Waage log nicht. Auweia!

Zumindest begann ich jetzt den weiteren Aufstieg bis zum Campamento Las Torres etwas stolzer und motivierter. Wenn ich wirklich im Stande war so viel zu tragen, dann wird der Rest des Weges doch ein Lacher!

Nach ein paar Minuten kam mir Steven entgegen. Einer aus der Gruppe der Amerikaner, die ich am allerersten Tag im Camp traf. “Heeeey, Katja with the pancakes! GOOD TO SEE YOU!“ Gutes Gedächtnis. Es war erstaunlich, wie viele Leute man auf dem Trek wieder sieht …und speziell mit diesem Grüppchen sollte es in ein paar Tagen noch ganz lustig werden! Der Rest des Weges zog und zog sich dahin… es war leichter als gedacht, auch, weil wir jetzt vor allem durch Wald marschierten und dieser sehr willkommenen Schatten spendete. Ich weiß nicht, ob ich es bereits erwähnte, dass über dem Nationalpark (und wahrscheinlich darüber hinaus) ein fettes Ozonloch klafft. Der UV-Index, eine Art Maßstab um die Kraft und Schädigung der UV-Strahlen auf die menschliche Haut abzuschätzen, liegt hier jenseits von gut und böse. Am ersten Tag wurde man am Eingang mit dem Hinweis “UV-Index 10” begrüßt. Mal so als Vergleich (und für die Allgemeinbildung): in Deutschland liegt er im Hochsommer gegen Mittags vielleicht bei 6. Und schon da sollte man es vermeiden, das Haus zu verlassen oder zumindest die Haut bedeckt halten. Jetzt kann man sich ausmalen, was einem dort als Mitteleuropäer blüht. Ich war den ganzen Tag damit beschäftigt, Sonnencreme auf meiner Haut zu verteilen. Zum Glück wurde ich, nicht wie viele andere, vom Sonnenbrand verschont (allerdings wurden die Lippen etwas strapziert…. hach, da war es wohl erstmal aus mit rumknutschen!;-)).

Gegen 16 Uhr erreichten wir dann endlich den ersehnten Zeltplatz und konnten unser Quartier aufschlagen. Das Campamento Torres ist noch etwa 45 Minuten vom Mirador Torres entfernt, einem Aussichtspunkt, dessen Foto einem garantiert begegnet, wenn man diesen Nationalpark bei Google sucht. Dort befinden sich drei skurril geformten Berge, die „Torres“, die sich hinter einem kleinen Gletscher auftürmen. Sobald es jedoch stärker bewölkt ist, bekommt man dieses Highlight nicht zu Gesicht. Ich bekam zuvor den Hinweis, dass ich bei unbewölktem Himmel besser noch am selben Abend losziehen solle, um die Torres zu bestaunen.. Denn natürlich kann niemand vorhersehen, ob es am nächsten Tag die Chance nochmal gäbe!

Nicht sehr weit, aber sehr steil.

Also. Sehr, sehr müde und vor allem hungrig zogen wir los und Rodrigo scheuchte mich immer weiter bergauf. Oder vielleicht war es auch am Ende andersherum, weil ich nämlich total scharf darauf war, diesen Ausflug abzuhaken, um im Camp meine Gratis-Instant-Pasta verspeisen zu können. Aber erstmal ging es… wie schon den ganzen Tag, immer weiter und weiter bergauf. Über Stock und Stein. Und noch viel mehr Stein(e). Für den mageren Weg von etwa einem Kilometer werden 45Minuten veranschlagt — das ist doch etwas übertrieben, dachte ich. Aber leider war dies die harte Realität ... somit quälten wir uns hinauf und wurden zum Schluss mit einen Blick auf die Torres belohnt. Nach einem kleinen Fotoshooting — Rodrigo zog alle Register: GoPro und Selfiestick — ging es mit knurrenden Magen wieder bergab. Ein zeitsparender Faktor dieses Camps war es, dass es keine Duschen gab. Also beschränkte sich das Abendprogramm auf ein warmes Abendessen und sehr, sehr zeitiges zu Bett gehen (21.30Uhr — keine Ahnung, wann ich das letzte Mal so zeitig schlief!), denn der nächste Tag ging schon ausgesprochen früh los …

Angekommen bei den Torres.

Tag 5. Aus den Federn vorm Morgengrauen … und danach bergab bis zum Camping Las Torres (10km)

Ich wachte auf, als es bereits hell war und dachte: sch…! Ich habe verpennt und den blöden Wecker nicht gehört. Als ich aus dem Zelt kroch, kamen mir Leute mit freudestrahlenden Gesichtern entgegen und erzählten mir, dass sie einen soooo wunderschönen Sonnenaufgang gesehen haben! Und Rodrigo, mit dem ich zeitig verabredet war, war sauer auf mich und redete kein Wort mehr mit mir. Oh nein! … und dann machte ich die Augen auf und es war noch stockfinstere Nacht. Blöder Alptraum! Aber nicht so wild, wenigstens hatte ich nicht verschlafen. Und jetzt fragt sich sicherlich jeder, was daran so ein Drama ist, einen Sonnenaufgang zu verpassen? Also, meine Lieben. Ein berühmtes Schauspiel in diesem Nationalpark ist der Sonnenaufgang an den Torres (diesen merkwürdigen Bergen). Allerhand Leute quälen sich noch vor Sonnenaufgang zu dem Aussichtspunkt, bei dem ich zuvor schon war, um im besten Falle mit anzusehen, wie die Sonne, die auf der gegenüberliegenden Seite aufgeht, die Berge feuerrot färbt. Ich habe keine Ahnung, wie hoch die Erfolgsausichten sind, dieses Ereignis in der Realität zu beobachten. Aber egal, ich wollte an dem Spektakel teilhaben! Somit klingelte um 4Uhr mein Wecker und ich machte mich, noch viel mehr nach diesem Alptraum, motiviert wanderfertig. Das Zelt konnte ich stehen lassen, ich brauchte nur mein Rucksäcken mit Snacks auszustatten (hatte ich schon längst am Vorabend erledigt), Schlafsack und Isomatte eintüten und mir eine, hmmmm, heiße Schokolade kochen … und los ging es! Allerdings ohne Rodrigo. Er jammerte aus seinem Zelt, dass es doch soooo kalt sei und er nicht aufstehen könne. Ahhh, Latinos! Egal, für mich ging es los und ich schloss mich einfach ein paar anderen Leuten an.

Ein merkwürdiger Anblick. Vielleicht um die 30, 40 Menschen bildeten eine Lichterkette mit ihren Stirnlampen, die bergauf führte. Und wie befürchtet, war es saukalt, so um die 0°C. Trotzdem zog ich relativ dünn bekleidet los, da mir dank des Frühsports schnell warm wurde. Vorsichtshalber plante ich eine Stunde für den Weg ein, da wir uns immerhin ohne Sonnenlicht den Weg bahnen mussten. Glücklicherweise hatte wir fast Vollmond, was uns den Weg wesentlich erleichterte. Außer in dem bewaldeten Stück, war fast keine Lampe nötig und somit auch nicht die Angst, gleich von großen Steinen und steilen Hängen gen Tal herunterzufallen. Oben angekommen wurde wahr, was mir prophezeit wurde: es war windig und saukalt (das heißt noch viel kälter!).Daher verkroch ich mich hinter einen Stein, der gerade groß genug für eine Person war und erntete gleich neidische Blicke. Ich breitete meine Isomatte aus und mummelte mich im Schlafsack ein. Immer darauf bedacht, dass nichts meiner Ausrüstung gen Gletscher fliegt. Leider gab es einen leichten Schneeregen, weshalb ich versuchte meinen Schlafsack mit meiner Rucksackregenplane zu schützen. Denjenigen, die den ganzen Rundtrek im Park machen, wird davon abgeraten, mit Schlafsack&co zu den Torres zu gehen, weil es das Risiko kaum wert ist, danach in einem nassen Schlafsack nächtigen zu müssen und eine Unterkühlung zu riskieren. Für die anderen Leute, die den W-Trek machen, erledigte sich dieses Problem von selbst, da es ohnehin ihr letzter Tag ist und sie sich danach ins Hostelbett kuscheln können. Ich wagte es dennoch und hatte Glück und wurde von keinem Regenschauer überrascht. Aber wie es das Wort Schneeregen vermuten lässt, gab es Wolken. Und dank dieser wurde nichts aus dem Sonnenaufgangsspektakel. Also saß ich da, freute mich dennoch über meinen heißen Kakao und meine Cracker und schaute die Torres und die Wolken an. Gleichzeitig war ich sehr beeindruckt über den aufkommenden Wind und die Leute, die trotzdem auf Steine im Gletschersee herumkletterten, um ein Foto zu ergattern. In meinem Kopfkino sah ich sie schon im eiskalten Wasser davon schwimmen …

Guten Morgen. Der Beweis: Selfie um 5.30Uhr. Augenringe und gequältes Lächeln beweisen es.

Nach einer Stunde machte ich mich wieder auf den Rückweg. Ich konnte kaum fassen, wie viel ich schon vor 7 Uhr geschafft hatte. „Unten“ genehmigte ich mir mein Frühstückchen und quatschte mit einigen anderen, die sich schon seelisch auf ihre Rückkehr einstellten. Rodrigo musste auch gegen Mittag den Bus erwischen und somit eher losziehen als ich. Zum Abschied schenkte er mir noch eine Packung brasilianischer Gummibärchen, die ich äußerst dankbar annahm (was sind schon 100 Gramm mehr im Rucksack?).

Campamento Torres.

Ich war froh, dass ich abgesehen von meinem Morgenprogramm, einen entspannten und kurzen Tag vor mir hatte. Nach mageren drei Stunden, immer bergab und an diesem Tag mit spürbar mehr Wind, war ich schon auf meinem neuen Zeltplatz „Camping Las Torres“ angekommen. Er liegt unweit der Hotels und anderen Unterkünfte entfernt, weshalb sich hier die vorher schon erwähnten Tagesausflügler einquatierten. Die Stimmung unterscheidet sich auch merklich von denen in den andernen Camps. Alles Anlächeln und jegliche Smalltalkversuche scheiterten vergeblich und wurden im Keim erstickt. Zurück gegrüßt wurde ich eben so nicht. Und, oh welch Überraschung, ich fand im Laufe des Tages heraus: dort waren fast nur Deutsche! (Die Rossmann und DM Artikel verrieten sie…)

Gen der Touristenmassen.

Dieser Zeltplatz bietet sich für die meisten, die einen Trek machen, nicht an. Beim „W“ profitiert man nicht von seiner Lage und bei dem „O“ lassen ihn die meisten ebenso links liegen. An diesem Morgen lernte ich noch einen der wenigen kennen, der ebenso wie ich die „Rückseite“ des Parks bestaunen wollten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mir seinen indischen und äußerst komplizierten Namen nicht merken konnte. In dem Camp. Las Torres macht er seine Mittagspause und versuchte mich noch vergeblich dazu zu überreden, mit ihm bis zum nächsten Zeltplatz weiterzulaufen. Ich war allerdings voll und ganz auf meinen „Ruhetag“ eingestimmt und musste deshalb passen. So machte ich es mir in meinem Zelt, mit wunderschönen Ausblick, bequem und machte eine wunderbare Siesta.

Mein Blick aus dem Zelt. Man sieht auch die Torres! Hätte ich das doch eher gewusst…

Der Rest des Tages plätscherte so dahin. Ich genoss eine warme Dusche und gönnte mir in dem Campingkiosk völlig überteuerte Pasta und Bolognesesoße, um am Abend meine Energiespeicher wieder aufzufüllen. Während ich mein köstliches Abendessen zubereitete, kamen allerhand Leute vorbei. Die meisten, wie schon zuvor, ungesprächig. Der Campranger (wie soll man diese Mitarbeiter eigentlich nennen?) stattete mir auch einen Besuch ab und machte mir das Kompliment des Tages: Nachdem wir zuvor schon miteinander gequatscht hatten, dachte er doch tatsächlich ich sei aus Argentinien oder Uruguay. Hach! Wie schön das zu hören. Da hat der Rio-de-la-Plata Dialekt also den deutschen Akzent übertrumpft, juhu! Und weil mir an diesem Abend noch viel Zeit blieb und ich einen sehr anstrengenden Tag vor mir hatte, gönnte ich mir mit meinem verbleibenden Campinggas noch eine Runde Pancakes! Und wieder: wenn man Aufmerksamkeit und Gespräche sucht, dann sollte man einfach dieses Mahl zubereiten, … es hat geklappt.

Haute Cuisine. Campingkochen mit Katja.

Tag 4 und 5. // Quelle Originalkarte: CONAF.

Und somit waren bereits die ersten fünf Tage meiner Trekkingtour Geschichte. Für alle Interessierten gibt es hier noch visualisiert die Route dieser zwei Tage. Wer nicht ganz versteht, wo und warum und … ich dort herumgewandert bin, dem gebe ich einen netten Verweis auf meine älteren Blogeinträge. :-)

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