6 Schritte, um noch heute mit Personal Branding zu starten

Beginne noch heute, den Kern deiner persönlichen Marke zu schärfen!

Muss heutzutage wirklich jeder zu einer Marke werden? Das erschien mir abstrus, nicht realistisch und vor allem nicht notwendig. Und dennoch interessierte es mich sehr, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Die Definitionen gehen dabei stark auseinander. Vielmehr sollte ich sagen: das Verständnis darüber, was überhaupt eine Personenmarke ist. Denn Experten, Wirtschaftsmagazine und Fachlektüren fokussieren sich oft auf sehr unterschiedliche Teilaspekte. Die eine niedergeschriebene Definition von Personal Branding gibt es derzeit tatsächlich nicht.

Am Ende geht es bei Personal Branding darum, aus einer Person / einer Persönlichkeit eine Marke zu machen. Dabei definiert man das, was diese Person ausmachen soll und kommuniziert und vertritt dies kontinuierlich nach außen. In einem meiner vorigen Blogposts habe ich es so definiert:

Personal Branding ist die Positionierung einer Person und die Kommunikation dieser Positionierung nach außen. Einfach übersetzt, geht es beim Personal Branding um eine Art von Selbstmarketing. Zudem ist Personal Branding auch immer eine Form von Persönlichkeitsentwicklung

Personal Branding definiert, wofür man stehen will und wie man wahrgenommen werden soll.

Wie will man wahrgenommen werden, wenn jemand euren Namen googelt? Welche Infos zu euer Person sollen dann erscheinen? Wie sollen euch (zukünftige) Arbeitgeber wahrnehmen und welche Attribute sollen euch ausmachen? Heutzutage, wo alles nur einen Klick entfernt ist, sind dies Fragen, mit denen ihr euch zwingend auseinander setzen müsst.

Und genau hier liegt auch die große Chance! Je mehr man sich mit dem befasst, was einen ausmachen soll, desto gezielter kann man Einfluss darauf nehmen, sich als Experte oder als Marke zu etablieren — und somit das Bild selbst zu formen, welches ihr vermittelt.

Jeder Mensch wird auf unterschiedliche Arten wahrgenommen. Personal Branding hilft dabei, diese Wahrnehmung zu schärfen und gezielt zu vermitteln, wofür man steht.

Zu einer Marke zu werden klingt in meinen Ohren immer nach etwas sehr Großem. Und tatsächlich ist Personal Branding ein fortwährender Prozess, an dem man kontinuierlich arbeiten muss. Marken stehen für Qualität, für Exklusivität, sie differenzieren sich von anderen Marken und gelten oftmals als der Platzhirsch (auf Menschen übertragen: der Experte) in seinem Umfeld. Hierzu gehört nicht selten jahrelange harte und vor allem kontinuierliche Arbeit.

Oft werde ich gefragt:

“Wo soll ich denn überhaupt anfangen, wenn ich aus mir eine Marke machen möchte — wenn ich mich als Experte positionieren will?”

Und tatsächlich ist es gar nicht so schwer, das große Ganze, das Nicht-Greifbare aufzubrechen und daraus kleine Schritte zu abzuleiten.

Am Anfang steht immer die gleiche Frage: Für welches Thema möchte ich stehen?

Möchte man als Experte wahrgenommen werden ist ein Punkt ganz entscheidend: Starte bei dir selbst! Nimm zu allererst du selbst dich als Experte wahr und glaube an dich.

Schreibe auf, in was du richtig gut bist und was dir richtig viel Spaß macht

Gleicht diese Liste auch mit persönlichen Vorlieben und Hobbies ab, denen ihr in eurer Freizeit nachgeht. Lässt sich beispielsweise das Faible für Organisation auch privat erkennen? Oder beschäftigt ihr euch auch in der Freizeit vorrangig mit dem Thema, welches euren Beruf ausmacht?

Nachdem man sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt und sich die Antworten vor Augen geführt hat, wird man schon viel leichter erkennen, was einen als Person ausmacht und wofür man stehen möchte.

Beispiele:

Um mich als Experte für das Thema Handlettering zu positionieren, werde ich innerhalb der nächsten 2 Wochen 4 Blogposts inklusive Anleitungen veröffentlichen. Diese promote ich in mindestens 4 Handlettering-Facebook-Gruppen.

Bis zum Ende des 1. Quartals 2018 habe ich einen YouTube-Kanal zum Thema Künstliche Intelligenz eröffnet und veröffentliche dort pro Woche ein bis zwei Videos.

Um auch außerhalb der digitalen Welt als Experte zum Thema Design Thinking wahrgenommen zu werden, werde ich bis zum Ende des Jahres 4 Veranstaltungen dazu besucht und 2 Vorträge gehalten haben.

To Do:

  • Setze dir 3 konkrete Ziele, die du bis Ende Juni 2018 im Bereich Personal Branding erreicht haben willst.

Um den Überblick über alle Aktivitäten zu behalten, ist die Nutzung eines Planers ganz wichtig. Dieser dient zum einen als Ort, um Inspiration festzuhalten, zum anderen auch, um Offline-Events zu notieren. Zudem hat man mit einem Planer jederzeit seine Ziele im Blick und kann nachhalten, was man bereits geschafft hat.

To Do:

  • Lege einen Planer an — dabei entscheidest du frei, ob dieser analog oder digital sein soll.
  • Plane die nächsten 5 Social-Media-Aktivitäten, die dich in deinem Personal Branding unterstützen. (z. B. Themensammlung für Fachartikel, Teilnahme an Events)
Ich selbst verwende Trello, um Inspiration, Ideen und Ziele festzuhalten.

Nehmt euch die Zeit und überprüft, wie die einzelnen Profile euch repräsentieren und ob dies übereinstimmt mit dem, wie ihr euch positionieren möchtet. Dabei sollten eure diversen Accounts eine einheitliche Sprache sprechen.

Beispiel:

  • Twitter: Vernetzung mit Experten zu eurem Thema
  • LinkedIn: Publikation von Fachartikeln zu eurem Thema
  • Instagram: Hinter den Kulissen: Woran arbeitet ihr gerade, was darf die Community bald von euch erwarten? Auf welchem Event seid ihr gerade und wohin könnt ihr die Community mitnehmen?
  • Facebook: Vernetzung in themenspezifischen Gruppen

Genauso kann es auch sein, dass ihr euch bewusst dazu entscheidet, dass eine der Social Media Präsenzen ganz privat bleiben und nichts mit eurem professionellen Personal Branding zu tun haben soll. Hier ist zu beachten, dass keine Verwässerung entsteht! Seid dort nicht mit Klarnamen unterwegs und / oder überprüft die Einstellungen, die ein privates Profil garantieren.

To Do:

  • Halte fest, auf welchen Social Media Kanälen du unterwegs bist.
  • Definiere, welche davon privat und welche öffentlich sein sollen.
  • Definiere, wie und worüber du auf den unterschiedlichen Plattformen kommunizieren willst und wie dabei ein großes Gesamtbild entstehen kann.

Ein Logo/Banner sorgt nicht nur dafür, professionell wahrgenommen zu werden, sondern es verleiht euch und euren Accounts (Blog, Social-Media Accounts, YouTube-Kanal … ) einen Wiederkennungswert.

To Do:

  • Erstelle einen einheitlichen Banner für Twitter und LinkedIn
  • Verwende auf all deinen Social-Media-Präsenzen das gleiche Profilbild

Fungiere auch du als Vorbild und eliminiere Worte wie Neid, Konkurrenz und Missgunst. Ein Vergleich mit anderen Personen sollte immer dazu dienen, sich inspiriert zu fühlen. Genau diese Personen sind es, mit denen ihr netzwerken solltet, denn ihr brennt für die selbe Sache! Unterstützt euch gegenseitig und lernt voneinander.

Netzwerken funktioniert sowohl digital, als auch analog.

To Do:

  • Suche noch heute nach mindestens 5 Personen auf Twitter, die sich zu “deinem” Thema äußern und vernetze dich mit ihnen.
  • Suche nach 3 Facebook- und 3 Linkedin-Gruppen zu “deinem” Thema und trete diesen bei.
  • Welches sind die Top 3 Veranstaltungen / MeetUps / Barcamps rund um “dein” Thema? Notiere die Termine in deinem Planer und erwäge eine Teilnahme.

Ob es der wöchentliche Blogpost ist, der jährliche Speaker-Slot auf der Top-Veranstaltung deines Themas oder das tägliche Status-Update auf Twitter: kontinuierliche Inhalte sind das 1x1 des Personal Brandings.

To Do:

  • Halte in deinem Planer mindestens 4 Themen fest, zu denen du in den nächsten 4 Monaten einen Artikel schreiben willst.
  • Halte die Veröffentlichungstermine für diese Artikel in deinem Planer fest.

Ich hoffe sehr, dass euch diese 6 einfachen Schritte dabei helfen, Licht in das große Ganze zu bringen. Man hat immer die Möglichkeit klein anzufangen — und damit dem Buzzword Personal Branding Bedeutung zu verleihen.

Viel Spaß beim Eintauchen in die Welt der Persönlichkeitsentwicklung. Lasst mir gerne Feedback in den Kommentaren da. Habt ihr euch bereits intensiver mit dem Thema Personal Branding befasst? Welche Personen würdet ihr bereits heute als Personal Brand bezeichnen?

Lasst uns auch auf Twitter im Austausch bleiben:

Ähnliche Artikel von Stephanie Tönjes:

#CorporateCommunications @deutschetelekom & #Blogger http://www.iherzfood.com • I like: #Instagram #Empowerment #PersonalBranding #Innovation #Digitization

#CorporateCommunications @deutschetelekom & #Blogger http://www.iherzfood.com • I like: #Instagram #Empowerment #PersonalBranding #Innovation #Digitization