Ey 2018 — Komm mir jetzt bloß nicht mit Neujahrsvorsätzen

Warum gute Vorsätze keine Ziele und somit zum Scheitern verurteilt sind!

Willst du erfolglos sein? — Diese Frage würden wohl die Wenigsten mit Ja beantworten! Willst du deine Ziele erreichen? — Auf jeden Fall. Aber wie sehr arbeiten wir wirklich daran, unsere gesteckten Ziele auch zu erreichen? Und hinter wie viele von ihnen können wir in 2017 einen Erledigt-Haken setzen?

Gerade jetzt zum Jahresende lassen wir mal wieder die vergangenen zwölf Monate Revue passieren und fragen uns, was gut gelaufen ist. Welche Meilensteine haben wir erreicht? Was haben wir nicht geschafft und was ist womöglich sogar mächtig in die Hose gegangen?

Doch nicht nur der Rückblick ist wichtig. Wollen wir voran kommen, sollten wir uns auch mit dem auseinander setzen, was in 2018 vor uns liegt. Keine Zeit, als die zum Jahreswechsel, eignet sich also besser, sich mit guten Vorsätzen für das kommende Jahr zu beschäftigen.

Die Sache mit den “Guten Vorsätzen”

Ihr haltet nichts von Neujahrsvorsätzen? Ich auch nicht! Vorsätze sind meist nicht mehr, als unkonkrete und vor allem unverbindliche Wünsche. Und wisst ihr, warum sie in den meisten Fällen vor vornherein zum Scheitern verurteilt sind? Weil sie oft negativ formuliert werden.

  • “Ich möchte nicht mehr so viele Süßigkeiten essen!”
  • “Ich möchte weniger Zeit am Smartphone verbringen”

Mit diesen Verboten unterdrücken wir unsere Gedanken. Unser Gehirn ist so konzipiert, dass es sich eine Verneinung nicht vorstellen kann. Oft ist es dann sogar so, dass diese Vorsätze genau das Gegenteil hervorrufen. Denkt jetzt bitte mal nicht an einen blauen Elefanten.

Ihr versteht, was ich meine?

Hilfreicher ist es also immer, seine Vorsätze positiv zu formulieren.

  • “In 2018 werde ich zwei mal täglich 15 Minuten in sozialen Netzwerken verbringen!”
  • “Wenn ich 2x pro Woche Sport gemacht habe, belohne ich mich anschließend mit einem Stück Schokolade!”

Vorsätze sind keine Ziele

Doch auch wenn man seine Vorsätze positiv formuliert, bin ich kein Fan von ihnen. Sie sind unverbindlich, sie sind meist wenig konkret und vor allem sind sie eines nicht: Sie sind keine Ziele!

Was Ziele von Vorsätzen unterscheidet ist das eindeutige Motiv. Warum will ich etwas erreichen? Warum sollte ich in 2018 endlich mehr Sport machen? Warum sollte ich vielleicht weniger Süßigkeiten essen? Und wie kann ich unterjährig messen, ob ich mit meinem Vorsatz gut vorankomme?

Wenn ihr also in 2018 etwas ändern oder erreichen möchtet, dann haltet euch nicht mit guten Vorsätzen auf, sondern definiert am besten gleich smarte Ziele.

  • S: spezifisch
  • M: messbar
  • A: ansprechend / erstrebenswert
  • R: realitisch
  • T: terminiert

Zum Beispiel:

“Ich werde jeden Tag eine Stunde joggen gehen, um Ende März am Halbmarathon teilnehmen zu können!”

Zudem ist es wichtig, sich seine eigenen Ziele zu visualisieren. Schreibt sie euch auf und hängt sie über euren Schreibtisch. So habt ihr sie immer im Blick — nicht nur sprichwörtlich! Und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch stetig auf sie fokussiert.

Quelle: www.pexels.com

2017´er Ziele nicht erreicht? Was nun?

Wenn ihr auf 2017 zurückblickt: Habt ihr all eure gesteckten Ziele erreicht? Falls ja, gratuliere ich euch! Ich behaupte, bei den meisten von uns ist dies jedoch nicht der Fall. Es gibt doch immer diese eine Sache, zu der das letzte Fünkchen gefehlt hat. Da waren wir nicht gut genug. Da haben wir womöglich kläglich versagt. Und an dieser einen Sache sind wir katastrophal gescheitert.

Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg. Es ist Teil davon.

Genau diese Erfahrungen können uns daran hindern, uns für 2018 neue Ziele zu setzen. Haben wir in 2017 Misserfolge verzeichnen müssen? Dann ist es womöglich in 2018 Zeit, unsere vorgenommenen Ziele zu begraben und sie aufzugeben! → Falsch!

Vielmehr sollten wir uns reflektieren und eruieren, weswegen wir manche unserer Ziele in 2017 nicht erreicht haben. Was hat uns davon abgehalten?

Haben wir uns nicht genug angestrengt? Waren die Ziele womöglich gar nicht erreichbar, weil sie unrealistisch sind? Oder haben äußere Umstände dazu geführt, die wir nicht beeinflussen konnten?

Verbringe die Zeit nicht damit, nach dem Hindernis zu suchen. Vielleicht ist keines da! — Franz Kafka

Natürlich habe auch ich einige Ziele in 2017 nicht erreicht, obwohl sie mir ungemein wichtig sind. Habe ich alles dafür getan, sie zu erreichen? Im ersten Impuls bin ich sicherlich dazu geneigt, diese Frage mit “Auf jeden Fall” zu beantworten. Doch wenn ich genauer darüber nachdenke, stimmt das (natürlich) nicht.

Einige Ziele habe ich zum Beispiel nicht erreicht, weil ich mich habe ablenken lassen. Von Stimmen, die mir sagen, dass ich es nicht schaffen kann. Von Dingen und Umständen, die mich in meinen Handlungen gelähmt und dann daran gehindert haben, besser zu werden. Doch was wäre passiert, wenn ich diesen Sachen kein Gehör geschenkt hätte? Wenn ich mich dazu entschieden hätte, dass sie für mich kein Hindernis darstellen?

Quelle: www.pexels.com

Finde heraus, welche Dinge es sind, die dich lähmen und daran hindern, besser zu werden. Sind es vielleicht sogar deine eigenen Ansprüche an dich selbst? Oder sind es äußere Umstände? Dann frage dich immer, ob sie dir tatsächlich so wichtig sind, dass du es ihnen erlaubst, dich am Weiterkommen zu hindern.

2018 — ich bin bereit für dich!

Egal, welche Gründe ihr findet, dass etwas in 2017 nicht funktioniert hat — eines ist ganz wichtig: Glaubt weiterhin an euch selbst, denn euer Ehrgeiz und euer Wille ist der beste Motor! Und dieser wird euch früher oder später ins Ziel bringen. Und wenn es auch in 2018 nicht funktioniert, dann eben in 2019.

Haltet an dem fest, was ihr erreichen wollt.


Wie steht ihr zum Thema “gute Vorsätze”? Gibt es Ziele, die ihr in 2017 nicht erreicht habt? Werdet ihr sie begraben, oder weiter daran arbeiten, sie zu erreichen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.