Lese-Guide für Anfänger – und 6 Bücher, die du in 2018 unbedingt lesen solltest

Wie auch du es schaffst, Bücher effektiv zu lesen

2017 war für mich persönlich ein Jahr der Bücher. Selten habe ich so viel und vor allem effektiv gelesen, wie in den vergangenen zwölf Monaten und selten war meine „want-to-read-Liste“ so dermaßen lang. Kaum hatte ich das eine Buch beendet, stolperte ich gleich über fünf neue Bücher, die ich unbedingt auch noch lesen wollte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie kilometerlang meine Amazon-Merkliste ist.

In diesem Post präsentiere ich meine sechs Favoriten, die mich in 2017 am meisten begeistert und inspiriert haben (und ich entschuldige mich jetzt schon dafür, dass ich vermutlich ziemlich ausschweifend werde – so wie immer, wenn ich über meine Leidenschaften berichte).

Doch bevor ich mit meinen Top 6 loslege, möchte ich gerne grundsätzlich auf das Thema „Lesen“ eingehen. So oft werde ich gefragt, wie ich es überhaupt schaffe, so viele Bücher zu lesen – gepaart mit dem Geständnis, selbst niemals auch nur ein Buch zu Ende zu lesen oder wenn doch, dass man sich meist durchquält und Ewigkeiten dafür benötigt.

Wisst ihr was? Ich verstehe euch. Sehr gut sogar. Denn auch ich hatte Zeiten (Jahre), in denen ich kein einziges Buch zur Hand nehmen wollte. Allesamt haben mich gelangweilt, ich habe sie als Zeitfresser angesehen und mitnichten als etwas, von dem man lernen kann. Na, wer von euch erkennt sich hier wieder?

Hinsichtlich Büchern war dann bereits 2016 ein Jahr der Veränderungen für mich. Immer wieder stolperte ich über Artikel von CEOs, die ihre Buch-Favoriten teilten. Bis dato beschränkte sich mein Buch-Geschmack voranging auf die Genres Fantasy, Dystopien, Historische Romane und englischsprachige Jugendbücher.

Gut, dass ich kein CEO bin – wie peinlich wären da wohl meine Buch-Favoriten ausgefallen? 😉 Aber je mehr ich die Favoriten der Executives studierte, desto mehr entfachte mein Wissensdurst. Ich wollte mehr über diese CEOs erfahren, wollte wissen, wie Menschen in solchen Positionen denken und handeln. Ich wollte wissen, welche Bücher die Menschen lesen, die mich inspirieren. Und schnell waren die ersten Bücher bestellt – und verschlungen! Kein Funken mehr von Langeweile oder dem Gefühl, man hätte mit dem Lesen seine Zeit vergeudet.

Und das Beste: Mit jedem Buch, dass ich fortan las, fühlte ich mich motivierter, inspirierter und (auch wenn es blöd klingen mag) klüger!

Ok – Stopp:

Das stimmt nicht ganz. Natürlich traf nicht jedes Buch den Nagel auf den Kopf, natürlich gab und gibt es Bücher, die mich nach kurzer Zeit langweilen. Genau diese Momente können euch übrigens daran hindern, weitere Bücher zur Hand zu nehmen. Und das raubt jegliche Motivation, überhaupt wieder mit dem Lesen anzufangen!


Wie auch ihr es schafft, Bücher effektiv und mit Freude zu lesen, verraten euch die folgenden Tipps:

Finde dein Interessensgebiet!

Bücher sind mehr als Krimis, Romane oder dröge Studienlektüre! Mittlerweile gibt es zu jedem Wissensgebiet Bücher, die ansprechend geschrieben sind. Es gibt Bücher über Erfolg, Leadership, Digitalisierung, Profiling, Psychoanalyse, Trends, Persönlichkeitsentwicklung – oder natürlich Biografien bedeutender Persönlichkeiten und Werke von Unternehmensgründern und -führern. In all dieser Art von Büchern stecken so viele nützliche Weisheiten, die sicherlich auch euch dazu inspirieren können, Dinge anzugehen, besser zu werden oder motivierter zu sein.

Als fortgeschrittener Leser, clustert man übrigens auch nach

  • Autoren und
  • Verlagen

weil man ungefähr erahnen kann, dass einen der Schreibstil begeistern wird.

Einer meiner Lieblingsautoren ist Simon Sinek – von ihm würde ich mir jedes Buch kaufen, ohne auch nur den Klappentext gelesen zu haben.

Und ebenso weiß ich, dass mir Bücher aus dem Redline-Verlag bislang meistens sehr gut gefallen haben.

Bist du ein digitaler oder analoger Leser?

Lange hat mich der Hype um E-Books und E-Book-Reader glauben lassen, anfassbare Bücher wären sowas von out und ich muss nun alles digital lesen. Oder womöglich sogar hören. #Hörbuch

Das ist ja auch alles so praktisch, sagt man. E-Book-Reader sind ja so leicht und handlich. Und Hörbücher kann man sogar schneller abspielen lassen, um sie noch schneller und effektiver zu verschlingen.

Ich kann dazu nur sagen: Bullshit! Ihr müsst gar nichts, auch nicht, wenn es total angesagt ist, alles auf digital umzustellen.

Ich liebe den Duft von Büchern, ich liebe es, die Bücher in meinem Regal nach Farben zu sortieren und mich an den wunderschönen Covern zu erfreuen.

Findet heraus, welcher Lesetyp ihr seid – und solltet ihr die analoge Leseweise bevorzugen, dann ist das völlig in Ordnung!

Trau dich, aufzuhören!

Wisst ihr, wie oft ich höre, dass Menschen sich regelrecht durch Bücher quälen? Jedes Mal, wenn man das Buch in die Hand nimmt und sich nach dem Lesen von zwei Seiten eigentlich gar nicht mehr so recht an den Inhalt erinnert, möchte man das Buch doch am liebsten weg stellen und nie wieder zur Hand nehmen. Machen aber die Wenigsten. Und schon gar nicht fängt man ein anderes an, denn mit dem einen ist man ja noch nicht fertig. Eins nach dem anderen.

Habt ihr euch schon mal gefragt, was wäre wenn? 😉 Vielleicht erlaubt ihr es euch selbst nicht und braucht erst einen Schubser von außen. Hiermit übernehme ich diesen Part gerne:

Ist das Buch langweilig und trifft es so gar nicht deinen Geschmack, dann darfst du es aufhören!

Niemand sitzt mit erhobenem Zeigefinger hinter eurem Lesesessel und straft euch. Vergeudet eure Zeit nicht mit schlechten Büchern (und nein, nicht jedes Buch ist automatisch gut). Klappt es einfach zu und stellt es weg. Lasst einfach los und greift zum Nächsten.

Es ist tatsächlich komisch, darüber zu schreiben, aber ich weiß, wie schwer sich manche Menschen mit dieser Option tun, oder sie erst gar nicht in Betracht ziehen.

Überflieger!

Ähnlich verhält es sich mit semi guten Büchern. Wie oft schon hatte ich Bücher in den Händen, die eigentlich gut waren. Wie gesagt: Eigentlich! Da gab es Kapitel, von denen ich viel gelernt habe. Ebenso gab es aber auch Passagen, denen ich so ganz und gar nicht zustimmte.

Ein Beispiel:

In einem Buch wurde ein Sachverhalt zunächst immer anhand einer fiktiven Geschichte dargestellt. Erst daraufhin wurde das Thema sachlich reflektiert und erläutert. Mich haben diese Anekdötchen irgendwann so sehr genervt, dass ich sie maximal noch überflogen habe, um direkt zu Pudel‘s Kern zu kommen. #skipintro

Es ist ok, manche Stellen zu überfliegen. Ihr seid dem Buch und dem Autor nichts schuldig. Nur euch selbst und eurer Lebenszeit, die ihr mit uninteressanten Passagen vergeudet.

Finde deinen Rhythmus

In Zeiten, in denen Social Media ein allgegenwärtiger Begleiter ist, fühlt es sich häufig so an, als hätte man überhaupt gar keine Zeit, um mal in Ruhe ein Buch zu lesen.

Dies ist ein Trugschluss! Ihr habt die Zeit, ihr müsst sie euch nur nehmen. Auch ich selbst ertappe mich immer wieder dabei, wie ich meine Zeit damit vergeude, zum x-ten Mal durch die Twitter-Timeline zu scrollen. Mittlerweile bin ich mir bewusster den je, dass es sich lohnt, Zeitfenster zu schaffen.

Fangt klein an. Nehmt euch jeden zweiten oder dritten Abend 30 Minuten Zeit, um ein Buch zu lesen.

Oft sind die Gedanken darum, ob jetzt der geeignete Zeitpunkt zum Lesen wäre, viel lähmender, als es einfach zu tun. Die 30 Minuten vor dem Schlafengehen hat jeder (behaupte ich einfach mal) — da solltet ihr eh nicht mehr zu arg auf Bildschirme starren! Ich habe genau so angefangen und im Endeffekt hatte ich das Buch dann sogar viel länger in der Hand, als geplant!

Übrigens: Wenn ihr 30 Tage lang bei diesem Verhalten bleibt, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach zur Gewohnheit und es fällt euch überhaupt nicht mehr schwer, regelmäßig zum Buch zu greifen. (gelernt aus “Die Macht der Gewohnheit“ 😉 )

#TeamTextmarker

Wenn ihr irgendwann so richtig drin seid im Lese-Game, dann kann ich euch nur empfehlen, einen Textmarker zur Hand zu nehmen.

„IS SHE F***ING SERIOUS?“

Der Gedanke, ein gutes Buch zu verschandeln, indem man wichtige Passagen highlightet, ist für viele eine absolute Horror-Vorstellung! Ich kenne viele Menschen, die davor die größten Hemmungen haben. Und ich frage mich: Warum??

Es ist doch euer Exemplar. Und auch hier seid ihr niemandem Rechenschaft schuldig. Wieso also nicht Stellen markieren, die ihr besonders schön, inspirierend und motivierend findet?

So oft schon habe ich die besten Zitate in Büchern gefunden, doch wenn ich sie irgendwann mal in einem Blogpost oder einem Gespräch rezitieren wollte, sind sie mir nicht mehr Wort für Wort eingefallen. Hätte ich sie nicht markiert, würde ich jetzt immer noch danach suchen!

Und selbst wenn ihr das Buch mal verleihen oder verschenken solltet, würde der neue Leser die wichtigen Stellen bestimmt besonders aufmerksam lesen und ihr hättet womöglich direkt einen Anknüpfungspunkt beim nächsten Gespräch.

Mein Textmarker ist übrigens ein gelber Buntstift. 🤓


In 2017 habe ich mich vor allem auf Bücher fokussiert, die die Themen Leadership, Success und Personal Branding thematisieren. Ich schreibe diese Wörter absichtlich in Englisch, denn viele Bücher sind tatsächlich in dieser Sprache geschrieben. Wie bereits erwähnt, las ich schon damals gerne englische Jugendbücher – weil ich die Sprache einfach liebe und so auf einfache Weise meinen Wortschatz vergrößere.

Bei Büchern der oben genannten Themen ist der englische Wortschatz (zum Glück) noch eine Schippe anspruchsvoller. Aber genau das macht den Reiz für mich aus. Neben dem Inhalt lerne ich so auch sprachlich immer wieder etwas dazu!


Diese sechs Bücher haben mich in 2017 am meisten inspiriert und mir neue Sichtweisen offenbart.

  • Gute Chefs essen zuletzt — Simon Sinek
  • Die 5 Versuchungen eines CEO — Patrick Lencioni
  • Beratung ohne Ratschlag — Sonja Radatz
  • Erfolg braucht ein Gesicht — Schultz&Geffroy
  • Creative Personal Branding — Jürgen Salenbacher
  • Essentialism — GregMcKeown

Gute Chefs essen zuletzt – Simon Sinek

Warum gibt es eigentlich Teams, die scheinbar ohne Schwierigkeiten harmonieren und immer einen Konsens finden – und andere Teams geraten vor lauter Disharmonie in Unproduktivität und scheitern an ihren Aufgaben? Warum gehen einige Teams in Machtkämpfen und Streitereien unter?

Es gibt unzählige Gründe dafür – ganz klar. Aber welchen Einfluss haben eigentlich Chefs darauf? Nicht (nur) die Teammitglieder sind schuld an Unstimmigkeiten untereinander und an Misserfolgen, die daraus resultieren.

Ihr kennt Streits in Teams vielleicht auch und habt euch vielleicht selbst in der ein oder anderen Situation gefragt, warum der Chef nicht endlich mal auf den Tisch haut.

Im Buch erklärt Simon Sinek, welche Schuld der Chef an anhaltenden Konfliktsituationen, Missgunst und Neid hat. Und er beleuchtet die chemischen Prozesse im Gehirn, die zu Ängsten & Konkurrenzverhalten führen.

Ich finde das Buch sehr gut und lesbar geschrieben. Auch hier gab es einige Anekdötchen, die für meinen Geschmack etwas zu viel waren, aber ich konnte dennoch viel aus dem Buch ziehen.

Es braucht in Zukunft auch weiterhin Führungspersönlichkeiten – so viel ist klar. Doch sollten sie keine Angstmacher sondern Motivatoren sein.

In diesem Zusammenhang eine kleine eigene Anmerkung:

Immer wieder erzählen mir Menschen Horror-Stories über ihre Führungskräfte und wie wenig sie eigentlich dazu geeignet sind, Menschen zu führen.

Falls du einen Chef hast, der so gar nicht deinen Idealen entspricht, dann sei einfach selbst all das, was du dir von ihm/ihr wünschst. Brauchst du einen Motivator? Dann sei selbst einer für andere. Brauchst du jemanden, der auf den Tisch haut? Vielleicht kannst du selbst diese Rolle einnehmen. Brauchst du jemanden, der dir Rückhalt gibt? Sei selbst eine Person, die anderen den Rücken stärkt. Du selbst kannst den Anfang machen und der Mensch (der Chef) sein, den du dir immer gewünscht hast!

Die 5 Versuchungen eines CEO – Patrick Lencioni

Das Leben eines CEO – wie mag das wohl sein? Ich frage mich das echt häufig. Was für ein Druck muss auf einem CEO lasten, der einen Konzern leitet? Wie treffen solche Personen Entscheidungen? Immer wieder lese ich mir Statements durch — darüber, wie sie handeln, wie sie ihren Tag strukturieren usw. Und oft schon habe ich die diversen deutschen DAX-CEOs miteinander verglichen. Wer wirkt auf mich authentisch, wer nicht? Wer gibt sich wie in den Medien? Sind sie eher Typ „harter Hund“ oder „Everybody’s Darling“? Und was kommt besser an?

Ich glaube, ich habe nahezu jedes existierende Interview von Adidas CEO Kasper Rorsted gelesen, jedes YouTube Video geschaut. Auch Dieter Zetsche von Daimler „verfolge“ ich rege und wie ihr wisst, hat auch das Unternehmen in dem ich arbeite, einen sehr präsenten CEO mit Tim Höttges. Ich finde es hochgradig spannend zu analysieren, bei wem man Authentizität und Persönlichkeit wahrnehmen kann und bei wem man sofort das x-Personen-starke Positionierungs-Team im Hintergrund erahnt.

Alles ganz unterschiedliche Typen — und trotz offizieller Rankings ist es für einen normalen Menschen wohl auch immer eine Geschmackssache, wen man sympathisch, besser oder durchsetzungfähiger findet. Muss ein CEO überhaupt sympathisch sein?

Das Buch „Die 5 Versuchungen eines CEO“ ist einfach geschrieben – es ist eine Geschichte, die wirklich anschaulich beschreibt, welche Fallstricke auf einen CEO warten. Harmoniebedürftigkeit, der eigene Status über dem Wohlergehen der Firma usw.

Ich denke, viele dieser Versuchungen treffen auch auf Führungskräfte unterhalb des CEO zu. Mit 139 Seiten ist das Buch sehr schnell zu lesen – und ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall, um sich selbst zu reflektieren und zu überlegen, ob man nicht auch einer dieser Versuchungen erlegen ist. Wärt ihr (von euer Persönlichkeit her) ein guter CEO? Vielleicht gibt das Buch euch die Antwort. 😉

Beratung ohne Ratschlag – Sonja Radatz

Seitdem ich in diesem Jahr den Podcast von Michael Kurth (aka Curse) „Meditation, Coaching & Life“ entdeckt habe, komme ich immer wieder auf das Thema „Systemisches Coaching“ zurück. Oft hätte ich mir in den vergangenen Jahren weise Ratschläge von einem Mentor oder Coach gewünscht – jemand, der Dinge mit Abstand betrachten kann und mir neue Sichtweisen aufzeigt. Mittlerweile gibt es Menschen in meinem Leben, die ich tatsächlich als Mentoren oder zumindest Vorbilder ansehe.

Aber auch der Podcast hat mir diese Wünsche in Teilen erfüllt. Hellhörig wurde ich vor allem bei der Folge, die sich um „richtiges Zuhören“ drehte. Dort ging es darum, den Impuls zu unterdrücken, Ratschläge zu erteilen und nicht mit dem Erzählen von eigenen Erfahrungen, die Probleme des anderen unbeabsichtigt zu degradieren. Dies sind Ansätze und Methodiken aus dem Systemischen Coaching. Und so besorgte ich mir das Buch von Sonja Radatz (obwohl ich am liebsten sofort eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht hätte 😎).

Wie kann man jemanden beraten, ohne ihn mit (gut gemeinten) Ratschlägen zu beeinflussen? Wie schafft man es mit gezielten Fragestellungen, einen Weg aufzuzeigen und den anderen zu motivieren, selbst auf die Lösung des Problems zu kommen?

Das Buch ist sehr wissenschaftlich geschrieben, dennoch einfach lesbar. Für mich war es sehr erhellend, da ich mich vorher noch nie mit dem Thema Coaching aus Sicht des Coachs oder Mentors befasst habe. Viele dieser Methodiken lassen sich einfach auf sich selbst anwenden und helfen dabei, Dinge aus einem neuen, anderen Blickwinkel zu sehen. Sei dein eigener Mentor oder Coach, wenn es sonst keinen für dich gibt. 😉

Das Buch ist übrigens ein hoch angesehenes und oft weiterempfohlenes in der Szene!

Erfolg braucht ein Gesicht – Benjamin Schulz & Edgar K. Geffroy

Dieses Buch handelt von einem meiner Lieblingsthemen – dem Personal Branding. Wusstet ihr, dass es dazu noch gar nicht so viele (deutsche) Bücher auf dem Markt gibt? Ein Zeichen dafür, dass der Stellenwert einer Persönlichkeitsmarke bislang scheinbar als nicht so wichtig eingestuft wurde. Dass sich dies in Zukunft ändern wird, ist aber glasklar.

Personal Branding und dessen Bedeutung mit all seinen Vor- und Nachteilen, wird in diesem Buch anhand eines nahtlosen Dialoges zweier Freunde (der Autoren) beleuchtet. Die Beiden reisen zum Verschnaufen nach Mallorca, besuchen dort viele (mir bekannte) Orte und unterhalten sich leidenschaftlich darüber, was es braucht, um aus einer Person eine Marke zu kreieren.

Wie ihr sehen könnt, gab es viele Passagen, die es mir wert waren, sie zu highlighten, um immer mal wieder darin zu stöbern und die mir wichtigen Zitate wieder zu finden.

Vor allem hat mir gefallen, dass hier auch die negativen Aspekte des Personal Brandings aufgezeigt werden. Möchtest du als Marke wahrgenommen werden, wirst du früher oder später polarisieren (müssen). Damit geht Neid und Missgunst anderer Menschen einher – für harmoniebedürftige Menschen möglicherweise nicht so einfach zu handeln.

Für eines der wenigen deutschen Bücher zum Thema Personal Branding, ist es wirklich gut gelungen und zählt bislang zu den besten seiner Art. Dennoch würde ich mir noch weitere deutsche Bücher wünschen, die etwas sachlicher/fachlicher geschrieben sind.

Vielleicht schreibe ich ja selbst mal eins?! 😉

Creative Personal Branding – Jürgen Salenbacher

Auch dieses Buch widmet sich dem Personal Branding – zumindest wenn man dem Titel Glauben schenkt. Vielmehr geht es hier aber darum, Strategien zu entwickeln, um permanent kreativ zu bleiben. Ist der eine Erfolg verbucht, fängt man an zu überlegen, womit man den nächsten erzielen könnte.

Dieses Buch steckt voller Motivation und inspirierender Aussagen. Finde ein Thema für das du wirklich brennst, so wirst du ein Leben lang erfolgreich sein. Klingt abgedroschen? Vielleicht. Und dennoch muss man sich solche Sprüche immer mal wieder vor Augen führen, um den roten Faden nicht zu verlieren

Das Buch zeigt einem auf, wie man zu einer positiven Haltung kommt und beinhaltet sogar ein paar Übungsaufgaben, um seinen inneren Antrieb zu finden.

Das Layout und die visuelle Gestaltung ist (in meinen Augen) großartig gelungen und fördert dem Spaß beim Lesen.

Auch wenn das Thema (für meinen Geschmack) zu weit weg vom Personal Branding als solches ist, liebe ich es und blättere auch jetzt immer wieder gerne in diesem Buch, um mir die markierten Passagen noch mal vor Augen zu führen.

Essentialism – Greg McKeown

Dieses Buch habe ich mir damals geholt, weil es zu den Lieblingsbüchern von Casey Neistat gehört. Ihr wisst es sicherlich – Casey hat unter anderem eine sehr lange Zeit täglich einen Vlog auf YouTube veröffentlicht, in dem er uns an seinem New Yorker (Business-)Leben hat teilhaben lassen. Wenn mich eine Person dazu inspiriert hat, hart zu arbeiten, hartnäckig zu sein und an Zielen festzuhalten, dann ist er es. Ganz klar, dass ich wissen wollte, was er an diesem Buch gut findet.

Wie der Titel es schon sagt, geht es hierbei um das Setzen von Prioritäten und darum, sich zu fokussieren. In einer Welt, die voller Möglichkeiten und voller Ablenkung steckt, ist es so einfach, sich zu verzetteln und zu viele Baustellen auf einmal aufzumachen.

Du kannst in vielen Dingen gut sein, aber wenn du richtig großen und andauernden Erfolg haben willst, ist es besser, in genau der einen einzigen Sache der/die Beste zu sein.

Wie man es schafft, zu priorisieren, Entscheidungen zu treffen und vor allem Nein zu Dingen zu sagen, die für das große Ganze nichtig sind, lehrt einen dieses Buch.

Ich denke, auch Casey wird sich die Tipps zu eigen gemacht haben – immerhin bestätigt dies sein Erfolg. Stimmt’s?


Das waren sie also, meine Lese-Tipps für Anfänger und Buch-Favoriten im Jahr 2017.

Jetzt seid ihr gefragt: Welche Bücher haben euch in den letzten zwölf Monaten am meisten begeistert und fasziniert?

Ich würde mich riesig über eure Buch-Tipps freuen. Und gerne würde ich auch mehr über eure Lese-Gewohnheiten erfahren. Seid ihr ein digitaler oder analoger Leser? Bringt ihr es über´s Herz, schlechte Bücher abzubrechen oder schlechte Passagen lediglich zu überfliegen? Wie häufig lest ihr und in welchen Momenten greift ihr am häufigsten zum Buch? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Habt ihr Interesse an meiner “Want-to-Read-Liste” für 2018?