5 REASONS WHY SAN FRANCISCO IS THE BEST CITY ON EARTH

California Road Trip — Episode 1


Es gibt momentan wohl kaum eine Stadt, auf die sich mehr Menschen einigen können, als San Francisco. Egal ob Post-Hippie, Tech-Nerd, Foodie oder Weltenbummler — jeder feiert San Francisco als die lebenswerteste/ hippste/ innovativste/ kulturellste/ vielseitigste Stadt des Planeten. Und wenn man mich fragt: völlig zu Recht!

Hier die fünf offiziellen Gründe, warum San Francisco die beste Stadt der Welt ist:

1. Mission District

Eh klar. Als Burrito Company lieben wir den Mission District natürlich von Haus aus. Grundsätzlich kommt die ganze Gegend erst einmal wie ein “normales” amerikanisches Stadtviertel mit kleinen bunten Häusern, netten Restaurants und Läden daher und am Anfang habe ich den ganzen Hype um den District auch gar nicht so recht verstanden. Aber je länger man kreuz und quer durch die Straßen läuft, desto verständlicher wird warum jeder unter dreißig in der Bay Area hier leben möchte: Angesagte Clubs, wahnsinnig gutes Essen, kulturelle Vielfalt, Parks, Burritos, schöne Frauen — die Liste könnte man unendlich fortführen. Der Mission District bietet alles, was für junge Leute das Leben in einer Stadt lebenswert macht. Das eine große Nachfrage aber meistens nicht nur positiv ist — vor allem wenn es um Wohnraum geht- kennen wir als Münchner aus erster Hand. Mark Zuckerberg (der Facebook Typ) hat sich vor zwei Jahren ein Ferienhaus in der Mission für schlappe 10 Millionen Dollar gekauft. Spätestens seit diesem Ereignis ist klar, dass es für die lateinamerikanische Bevölkerung und die ganzen Künstler und Kreativen, die dieses Viertel aufgebaut und geprägt haben, langfristig keinen Platz mehr geben wird. Gentrifizierung ist also scheiße und nicht nur ein Problem in der bayrischen Landeshauptstadt. Das war so eine Erkenntnis, die ich hatte als ich durch die Straßen lief, um den besten Burrito der Stadt zu finden.

Fragt man Google, wo es denn die leckersten Burritos in San Francisco gibt, so taucht La Taqueria bei vielen Blogs und bei Yelp ganz weit vorne auf. Um es kurz zu machen: Ja, es war ein guter Burrito und nein, es war nicht der beste, den ich je hatte. Das Fleisch war lecker und saftig, aber trotzdem hat das Verhältnis zu den anderen Zutaten nicht gestimmt und so hab ich es bereut dafür extra 5 km durch die halbe Stadt gelaufen zu sein. Grundsätzlich muss aber jeder, der in San Francisco Zeit verbringt, den Mission District gesehen haben. Am besten zwei, drei Stunden Zeit nehmen und durch die Straßen schlendern — so entdeckt man dann (gewollt oder rein zufällig) einige der weltberühmten Wandmalereien und Graffitis an den Häuser- und Garagenwänden.

2. Giants

Die Giants sind das stadteigene Baseball Team und in etwa das, was der FC Bayern für München ist. Nur viel krasser. Als ich in San Francisco ankam, spielten die Giants gerade das erste Spiel der World Series. Das ist in etwa vergleichbar mit dem Champions League Finale im Fußball, nur das hier bis zu sieben mal gegeneinander gespielt wird (best of seven) bis der Sieger feststeht. Ich hatte und habe noch immer keinen blassen Schimmer von Baseball und wenn ich ehrlich bin, halte ich es auch immer noch für eines der langweiligsten Spiele überhaupt. Aber wie gesagt jeder — wirklich jeder — in San Francisco unterstützt die Giants und zeigt das auch gerne in Form von Trikots und Caps. Mich hat das ziemlich beeindruckt und ich hätte es gerne miterlebt, als die Giants die World Series 2014 gegen die Kansas City Royals gewonnen haben. Wie ich hörte, ist die Stadt nach dem Abpfiff des letzten Spiels völlig eskaliert.

3. Ocean Beach

Ich bin mir nicht sicher, ob bei jedem San Francisco Besucher der Ocean Beach so weit oben auf der To Do Liste steht wie bei mir, aber ich kann ihn jedem nur wärmstens empfehlen. Der Ocean Beach ist im Westen der Stadt, dort wo San Francisco auf den pazifischen Ozean trifft. Der extrem lange und breite Sandstrand ist sicher nicht der schönste in Kalifornien, aber unter Surfern genießt er dank seiner guten und kräftigen Wellen einen exzellenten Ruf. Man braucht circa eine Stunde von Downtown S.F. bis zum Strand. Davon nicht abschrecken lassen, denn alleine der Trip über die vielen Hügel der Stadt ist die Reise wert. Bei meinem Besuch waren die Wellen für mich ein bisschen zu heftig, um selbst zu surfen und so genoss ich einfach nur das Schauspiel aus Licht, Wolken, Meer und Wind.

4. Cable Cars

Vielleicht die größte Überraschung für mich in San Francisco. Ich habe mir die kitschigen Wagen ein paar Tage angeschaut und darüber gelacht, wie sie vollgestopft mit Touristen die Hügel hinaufkriechen. Mein erster Gedanke war nur: “Niemals werde ich Geld bezahlen, um mit so etwas Lächerlichem zu fahren!”. Gesagt — nicht getan — saß ich zwei Tage später selbst in so einem Wagen und habe gegrinst, wie seit meinem 10 Kindergeburtstag nicht mehr. Cable Cars sind mega! Ernsthaft! Ich kann nicht genau sagen, warum, aber sie sind auf alle Fälle geil. Punkt.


5. Golden Gate Bridge

Nach den Cable Cars dachte ich schon “besser kann es nicht werden”, aber dann kam ich zur Golden Gate Bridge! DIE über-Brücke! Wer noch nicht dort war, dem kann ich jetzt leider nicht in Gänze beschreiben, wie faszinierend und berauschend dieses Bauwerk tatsächlich ist, wenn man es das erste Mal live sieht. Es ist die Lage, die Größe, die Farbe, die Stadt und das Meer — alles passt so fantastisch zusammen.


Nachdem ich mehrere Tage die Brücke von allen Seiten gesehen habe, tat ich mir immer noch schwer zu begreifen, wie großartig dieses Kunstwerk aus Stahl und Beton wirklich ist. Wie du merkst, ich bin verliebt. Und auch wenn du glaubst, du hast schon alles gesehen und alles erlebt — so lange du nicht über die Golden Gate Bridge gefahren oder gelaufen bist, kann deine Reise noch nicht zu Ende sein.

Text und Bilder: Daniel Keppler


Originally published at burrito-company.de.

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