Anonymität im Netz: Besser in 15 Minuten

Wenn du durch deine Stadt herumläufst und jemand will deine Adresse kennen sagst du wahrscheinlich nichts ausser “Lass mich sein!” — oder?

Und warum? Weil es deine Sache ist und du kennst ja die Person nicht.

Wenn dich Gmail um Standort & sogar Handynummer bittet wirst du jedoch alles ohne Fragen angeben.

Warum? Es ist doch Google und jeder muss das so machen.

Klar.


Heutzutage muss man halt bewusst sein was man wo angibt. Man kann das immer wieder betonen, man kann Beiträge rund um Self-Dox schreiben, trotzdem werden viele von uns immer wieder unseren echten Namen und unsere Arbeitshandynummer angeben. Oder noch schlimmer — gleich unsere Bankkontodaten, und das alles nicht verschlüsselt und mit WiFi wo man voreingestellte SSID und Kennwort nicht ändert.

Wir alle wissen dass völlige Anonymität im Netz etwas unerreichbares ist. Trotzdem lässt es nicht so tun das wir zB Verschlüsselung als nutzlos wahrnehmen.

Grundlagen des Anonymschutzes soll unbedingt jeder schaffen — es dauert allerdings nicht lange.

15 Minuten für bessere Anonymität & Sicherheit im Netz

SSID und Kennwort ändern

Zugangsdaten zum privaten Internet sind leicht zu kriegen. Es gibt Programme die verfügbare Verbindungen auflisten und nach einer Weile (denn eine aktive Verbindung sedet ab und zu Informationenpakete) kann ein Hacker deine SSID kriegen. So kann man auch das Kennwort bekommen, das dauert schon jedoch einige Stunden. Falls man aber so etwas wie 3BTM89 als SSID sieht, ist es schon klar es ist nur was voreingestellt wurde und das Kennwort ist wahrscheinlich gleich wie die SSID. Daher ist es viel besser die SSID gleich zu überschreiben weil dann es klar ist jemand hat da etwas getan und das Kennwort wird wahrscheinlich nicht trivial sein.

Bei Geräten wie Fritz!BOX ist es eigentlich eine leichte Sache, man muss bestimmt kein Experte sein — s. da bei ComputerBild.

DuckDuckGo nutzen

Oder es zumindest austesten. Tatsächlich verwendet DuckDuckGo andere Algoritme — die Suchmaschine funktioniert anders als Google. Wenn man schon etliche Jahre Google verwendet ist das nicht leicht sich an DDG zu gewöhnen. Es lohnt sich doch — zumindest wenn man etwas sensitives im Internet suchen will.

Sucht man mit Google werden alle Infos über deine Suche und deinen Rechner gespeichert. Sucht man mit Bing (vom Microsoft) ist es das gleiche. Nutzt man Windows 10, egal ob mit Cortana oder ohne, werden sogar Clippings und Notizen analysiert.

Deine Anonymität ist verloren aber so steht es einfach in Geschäftsbedingungen von Google und Microsoft. Nicht gefällig? Du kannst einen anderen Dienst nutzen.

Wie zum Beispiel DuckDuckGo.

Nie wieder ohne VPN surfen

Es gibt genug Seiten mit Berichten, Anleitungen und Empfehlungen — AnonymWeb oder VPNmagazin auf Deutsch, BestVPN auf Englisch. Probier einfach mal etwas.

Tatsächlich geht es nicht nur über dich.

Wenn du mit VPN surfst kann niemand, wer nicht in deinem Rechner ist, feststellen was du eben im Netz machst. Offentlich ist aber die Information dass du mit VPN surfst.

Solange ein VPN etwas aussergewöhnliches ist scheint so etwas bedenklich. Deswegen ist es wichtig dass die VPN-Nutzung völlig normal wird.

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Originally published at vpntest.wordpress.com on August 23, 2015.