Crisp Perspective 2018

Immer wieder eine tolle Location

Auch dieses Jahr konnte ich an der Crisp Perspective 2018 teilnehmen. Das Motto diesmal “Create Digital Flow”, welches Carlo Velten sehr schön in seinem Vortrag erklärte. Hier die für mich wichtigsten Punkte:

  • Daten müssen fließen können(und zwar über Unternehmens- und Abteilungsgrenzen hinweg), damit ein Mehrwert geschaffen werden kann
  • Es gibt inzwischen schon über 20.000 APIs die offen sind (weltweit) — da machen auch große Unternehmen wie die Lufthansa mit
  • Es gibt keine Eintrittsbarrieren für die Cloud — Cloud kann jeder und kann sich auch jeder leisten
  • Wer die Daten hat, hat die Macht — nicht unbedingt “Daten sind das neue Öl” wie es sonst immer heißt
  • Es gibt ein Manifest von Jeff Bezos, in dem steht, dass jeder Dienst/Service, der bei AWS intern gebaut wird so gebaut werden muss, dass er nach außen geöffnet werden kann
  • Services sind nicht nur Software-Stücke, sondern sollten auch als eine Organisationsform angesehen werden

Der Vortrag von Dr. Stefan Ried blieb sehr stark im Gedächtnis hängen. Er nahm ein richtiges old school Produkt (einen Feuerlöscher) und stellte daran da, wie man so ein Objekt am Ende sogar in eine Plattform (Ökonomie) transformieren kann.

Der Vortrag von Stefan Peter, Leiter Anwendungsarchitektur der HUK-COBURG versprach natürlich aus aktueller Arbeitgebersicht spannend zu werden. Hier meine “key takeways”:

  • für die HUK ist die Digital Transformation die Frage: “Wie komme ich vom Produkt zur Leistung”
  • Ein zentraler Aspekt ist “Wie sieht die Customer Journey aus?”
  • Strategieaussage: “Sei ein Teil der API Economy” und “API first”
  • Im Jahr 2017 gab es keine Cloud bei der HUK aber dann kamen Fragen auf und man beschäftigte sich damit
  • Ein Jahr später gibt es eine Strategie und grundsätzlich keinen Einschränkungen bzgl. Cloud, wenn die Rechenzentren in der EU stehen. Allerdings gibt es Sonderregelungen für Gesundheitsdaten

Beim Panel “ Right to Play & Right to Win” war für mich der Kernsatz:

Bringt die Entwickler zu den Kunden und zwar direkt und ohne Zwischenstationen!

Einen weiteren sehr kurzweiligen Vortrag hielt Björn Böttcher zum Thema “ Infrastructure-as-Code”. Auch wenn das Thema etwas weniger interessant für mich aktuell war, blieben zwei Punkte besonders hängen:

  • Eine Software, die nicht geändert wird, wird nicht benutzt — da sollte man mal lange drüber nachdenken
  • Nicht nur die Software muss anpassungsfähig sein, sondern auch die Hardware!

Nach einem spannenden und kurzweiligen Vortrag von Max Hille zum Thema “Creating Awesomeness” kam es dann zum Panel “The New Work Company”, an dem auch ich teilnehmen durfte.

Zum 1. Mal bei einem Panel dabei

Es war wirklich eine spannende Runde mit vielen verschiedenen Aspekten und Erfahrungen. Schon beim Mittagessen hatten sich viele Diskussionen und Gespräche ergeben und so konnten wir auf dem Panel direkt daran anknüpfen. Um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen, nein es war nicht alles abgesprochen und vorher auswendig gelernt. Natürlich hatte man sich darüber vorher abgestimmt, über was man sprechen möchte, aber das gehört ja auch dazu. Ein Dank an der Stelle an meine Co-Panelisten Sabine Fäth, Sebastian Schirmer und Kim Wlach.
Die 30 Minuten Diskussion waren dann auch viel zu schnell vorbei und mit gutem Feedback ging es dann zum anschließenden Get Together. Dort konnten die Eindrücke nochmal mit den verschiedensten Teilnehmern reflektiert werden.
Die diesjährige Crisp Perspective war für mich die bisher beste Veranstaltung in dieser Reihe. Ich glaube, das lag hauptsächlich an der lockeren und ziemlich gelösten Stimmung bzw. Atmosphäre. Den Grund dafür würde ich u.a. in den Vorträgen vermuten, die auch mit einer Prise Humor oder mit einem Spruch vorgetragen wurden — das übertrug sich…