Was ich bislang so Wichtiges gelernt oder erkannt habe… — The incomplete list ;-)

Inspiriert durch den folgenden Text, habe ich mir über die letzten Tage hierzu ein paar Gedanken gemacht und in abgewandelter Form auch ein paar Zeilen zusammengetragen.

Menschen

Sich für den einen Menschen entscheiden zu können und dasselbe auch erfahren zu dürfen. Sich immer wieder für den einen Menschen entscheiden zu müssen und zu dürfen.

Baumschule

Sich für die richtigen Menschen zu entscheiden. Sich für die falschen Menschen zu entscheiden. Einzusehen, dass ich die beiden Menschengruppen nicht immer auseinanderhalten kann, aber mittlerweile darin ganz gut bin.

Das Freunde Familie sind, die man sich aussuchen kann. Das man weniger Freunde hat, als man denkt. Das man mehr Freunde hat, als man denkt (aber Andere). Wie man Hilfe annimmt. Das man öfter Hilfe annehmen kann. Das man öfter Hilfe annehmen sollte. Wie man anderen Menschen vertraut.

Wie es sich anfühlt von Jemanden etwas Unvorstellbares anvertraut zu bekommen. Was Wut ist. Wie es sich anfühlt traurig zu sein. Was tiefe Empathie ist. Wozu Körper und Geist in der Lage sein können, wenn es nötig ist. Wo meine Grenzen sein sollten und wo sie wirklich sind. Häufig zu erkennen, wie es dem Gegenüber wirklich geht.

Wie man es nicht macht, Beziehungen und Freundschaften über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten (check!). Wie man neue Freundschaften aufbauen kann. Wie man sich in Jemanden täuschen kann.

Wie ein scheinbar perfekt funktionierendes System selbstzerstörerisch sein kann. Wie man es einreißen kann, um es neu und gesünder aufzubauen. Wie viel Energie, Willen und Kraft es braucht, um es nicht wieder einstürzen zu lassen.

Tiere

Das ich ein Tierfreund bin. Wie sehr ich ein Tier lieben kann. Wie toll und gleichzeitig wie schwierig das Leben durch ein Tier wird. Wie viel Verantwortung man gegenüber dem Tier hat. Das man ein Tier gehen lassen muss.

Pausenlicht

Sensationen

Unangenehme Fragen zu stellen. Für mich einzustehen. Ich selbst zu bleiben. Professionell zu sein. Gelernt, wie man nur schlecht Karriere macht. Was man hätte machen müssen, um besser Karriere zu machen.

Wie schwierig und wichtig es ist, richtig zuzuhören und zu kommunizieren. Für andere da zu sein. Das man sich nicht vernachlässigen darf. Nicht immer genug für sich da gewesen zu sein.

Wie sich Neid einfühlt und sich manchmal dabei zu erwischen, “Was wäre wenn” Gedanken aufkommen zu lassen und mit dem “Schicksal” zu hadern.

Wie es ist, als “Mann” weinen zu dürfen und nicht immer stark sein zu müssen. Wie anstrengend weinen sein kann und wie anstrengend es manchmal ist, nicht weinen zu können.

Das Trauern wichtig ist. Das ich das nicht getan habe.

Das Zeit keine Wunden heilen kann.

Was Erleichterung ist.


Originally published at blog.toetz.net in 2014.

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