Vorsätze: 2016 wird alles anders!

Das Jahr ist noch jung — genauso wie viele gute Vorsätze. Aber nicht nur mit dem neuen Jahr werden Vorsätze gefasst. Immer wieder nimmt man sich etwas vor, fasst also einen Vorsatz — und scheitert.

Warum klappt es mit so vielen Vorsätzen nicht?

Zu den häufigsten Gründen zählen meiner Meinung nach folgende:

Ein Vorsatz ist kein Ziel
 Ein Vorsatz ist immer etwas Unverbindliches, ein Vorhaben, ein Wunsch. Sie nehmen sich beispielsweise vor, ein paar Kilos abzunehmen. Aber wie viel sind ein „paar“ Kilos und bis wann möchten Sie diese Kilos loswerden?

Und genau das ist der große Unterschied zwischen Vorsatz und Ziel.

Ein Vorsatz ist etwas, was man gerne hätte. Mit einem Ziel hingegen legen Sie fest, was genau Sie bis wann erreicht haben wollen. Und das am besten schriftlich.

Allein mit dem Ziel ist es aber nicht getan.
 Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun!

So hat es bereits Goethe treffend auf den Punkt gebracht. Sie müssen also aktiv werden. Um aktiv werden zu können, gilt es, die entsprechenden Schritte und Maßnahmen zu planen und in weiterer Folge umzusetzen.

Fehlen die konkreten Aktionen, wird es nur beim guten Vorsatz bleiben.

Fehlende Ausdauer
Darin liegt nicht nur ein häufiger Grund für das Scheitern guter Vorsätze, sondern die fehlende Ausdauer gehört wohl auch zu den größten Erfolgsbremsen.
 Es gibt zahlreiche Menschen, die wirklich großartige und damit erfolgversprechende Ideen haben. Aber dann fehlt der lange Atem für die Umsetzung.
 Denn der Erfolg stellt sich in der Regel nicht von heute auf morgen ein.
 Manche schmeißen schon beim ersten etwas größeren Hindernis die Flinte ins Korn.
Zu hoch gegriffen
 Ich bin der Meinung, dass man sich durchaus auch höhere Ziele bzw. Vorsätze setzen sollte. Aber in einem überschaubaren und realistischen Rahmen. Denn zu große Vorsätze können schnell demotivieren und damit zum (vorzeitigen) Aufgeben verleiten.
Deshalb ist es besser, den Vorsatz bzw. das große Ziel in mehrere Teilziele zu gliedern. Das erleichtert die Umsetzung wesentlich.
Die persönliche Schmerzgrenze
 Um beim eingangs erwähnten Vorsatz mit dem Abnehmen zu bleiben: Wenn das Übergewicht nicht sonderlich stört und Sie trotzdem einige Kilos loswerden möchten, wird der Erfolg schwerer zu erreichen sein.
Wenn Sie hingegen mit dem Übergewicht richtig unglücklich sind, es Sie belastet und damit die „persönliche Schmerzgrenze“ erreicht wurde, dann läuft der Motivationsmotor auf Hochtouren.
Fehlende Zeit
 Alles erfordert seine Zeit. Das gilt auch für das Erreichen des Vorhabens. Wenn Sie abnehmen möchten und dafür regelmäßig Sport treiben wollen, müssen Sie sich entsprechende Zeitressourcen freischaufeln. Und genau darin liegt häufig noch ein Grund für das Scheitern des Vorsatzes: die fehlenden Zeitressourcen.
Fehlende Selbstdisziplin
 Die fehlende Selbstdisziplin ist ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum Ziel. Ich formuliere es mal so:
Je geringer der Leidensdruck, umso häufiger ist die fehlende Selbstdisziplin der ausschlaggebende Grund für das Scheitern.
Alles eine Sache der persönlichen Priorität
 Letztlich ist es aber eine Sache der Priorität, ob Sie Ihre guten Vorsätze erreichen oder nicht. Wenn Sie Ihrem Vorsatz höchste Priorität geben, werden Sie
die notwendige Ausdauer aufbringen,
 die erforderliche Zeit finden,
 genügend Selbstdisziplin aufbringen,
 sich nicht ablenken lassen.
 Und auch die Priorität geht häufig mit dem Leidensdruck einher:
Je höher Ihr Leidensdruck, aus dem der Vorsatz bzw. das anvisierte Ziel resultiert, desto höher die Priorität, die Sie dem Vorsatz widmen werden.

Als Beispiel:

Nehmen wir an, Sie haben starke Zahnschmerzen. Ihr Leidensdruck ist also immens. Sie werden alles daran setzen, diese Schmerzen möglichst kurzfristig zu lindern. Alle Maßnahmen/Aktionen, die zum Nachlassen des Schmerzes führen, werden Sie höchste Priorität zuordnen.

Würden Sie hingegen nur ein leichtes Ziehen (= ein geringerer Leidensdruck) wahrnehmen, würden Sie wahrscheinlich die Prioritäten anders ansetzen.

Fünf Schritte, damit es mit der Umsetzung der guten Vorsätze auch klappt:

Keinen Vorsatz fassen, sondern ein ZIEL und Teilziele definieren.
 Maßnahmen festlegen, die für das Erreichen des Zieles bzw. der Meilensteine notwendig sind
 Möglichst Mitstreiter/Verbündete gewinnen.
 Loslegen!
 Dranbleiben!