SPIEGEL+ legt guten Start hin

Screenshot der Startseite SPIEGEL+

SPIEGEL+, am 28. Mai gelauncht, ist zwar gerade einmal zwei Wochen alt, aber trotzdem wollen wir an dieser Stelle eine erste kleine Zwischenbilanz wagen, wohl wissend, dass sich noch einiges ändern wird. Um es kurzzufassen: Das SPIEGEL+-Team ist bisher sehr zufrieden mit allen Aspekten des neuen Angebots — Technik, Inhalte, Zusammenarbeit und nicht zuletzt Nutzerzuspruch — und blickt deshalb vorsichtig optimistisch auf die weitere Entwicklung.
 
Der 28. Mai — Hektisch, aber störungsfrei
Wie zu erwarten, gestaltete sich der Tag des Launchs hektisch, verlief aber nahezu reibungslos; SPIEGEL-ONLINE-User konnten die Seite und Apps weitgehend störungsfrei nutzen, Neu-Abonnenten sofort in das Angebot einsteigen. Keineswegs selbstverständlich, denn in einer komplexen Operation mussten mit „Alt-Daily“ und „Alt-Plus“ zwei Angebote vertrieblich, technisch als auch inhaltlich neu aufgesetzt werden — und zwar bis kurz vor Umstellung während des laufenden Betriebs. Einzig nennenswerter Ruckler: Nicht alle Daily-Altkunden konnten sich sofort einloggen. Der Fehler war innerhalb weniger Stunden behoben. 
 
Die ersten zwei Wochen in Zahlen
Stand 12. Juni freuen wir uns über knapp 7800 neue Abonnenten für SPIEGEL+. Hinzu kommen rund 5600 „Alt-Daily“-Abonnenten und 60.000 Kunden aus dem SPIEGEL-digital-Altbestand, die wir in das neue Angebot überführt haben. Am Starttag lag die Zahl der Aboabschlüsse erwartungsgemäß mit deutlich über 2000 sehr hoch und auch das lange Fronleichnam-Wochenende hat uns einen Peak mit deutlich über 1500 Abschlüssen beschert; ein Phänomen, das wir auch vom Einzelverkauf kennen.

Noch ist es sicherlich zu früh zu sagen, wie sich das Wachstum in den kommenden Wochen entwickeln wird. Um möglichst viele potentielle Leserinnen und Leser auf SPIEGEL+ aufmerksam zu machen, setzen wir auf unterschiedlichste Marketing- und Vertriebsmaßnahmen. So erwarten wir einen ersten Boost durch das anlaufende Abo-Marketing auf Facebook. Für den Spätsommer sind weitere Werbemaßnahmen geplant. Unser stärkstes Verkaufsargument sind dabei unsere Geschichten. Vorvergangenen Freitagnachmittag konnten wir erstmals vor Erscheinen des digitalen Hefts um 18 Uhr aktuelle Artikel bei SPIEGEL+ anbieten, so auch den Titel — mit einigem Erfolg.

Alle neuen Kunden zahlen im ersten Monat nichts. Daher wird es spannend sein zu sehen, wie viele von ihnen wir in den ersten Wochen überzeugen können, dauerhaft zu bleiben. Die sogenannte Wandlungsquote, also die Anzahl derer, die nach dem Probemonat in ein reguläres Abo wechseln, liegt üblicherweise bei etwa 15 bis 20 Prozent. Wir gehen davon aus, dass sich SPIEGEL+ langfristig in dieser Quotenregion einpendeln wird. Es wird allerdings noch einige Monate dauern, bevor wir hier belastbare Zahlen haben.

Welche Inhalte unsere Leserinnen und Leser überzeugen
Auch aus inhaltlicher Sicht steht die Analyse im neuen Abo-Modell noch am Anfang. Alle Aussagen stehen dazu also auch unter größtem Vorbehalt. Grosso modo scheinen sich einige im Einzelverkauf gewonnenen Erkenntnisse über konversionsstarke Themen(-zugänge) zu bestätigen. Folgende Geschichten haben in den ersten Tagen zu besonders vielen Aboabschlüssen geführt:

Ermittler über das Verschwinden von MH370: “Nur ein Pilot im Cockpit kann das tun”
Selbstversuch eines Bewegungsmuffels: Wie finde ich einen Sport, der Spaß macht?
Herten im Ruhrgebiet: Wie geht es dem Bürgermeister der klammsten Kommune Deutschlands?
Oliver Kahn im Interview: “Für ‘Kopf hoch, das wird schon wieder‘ bin ich nicht zu haben”
• “Das macht 3,75 Milliarden Euro”: Wie Zetsche der Zorn des Ministers traf
 
Was unsere Leserinnen und Leser sagen
Zum Start von SPIEGEL+ haben wir vielfältiges Feedback — das uns via Mail, Social Media, App Stores, etc. erreicht — von unseren Nutzern bekommen. Positiv sticht die Qualität der angebotenen Inhalte hervor. Auch die aufgeräumte Optik und die leicht verständliche Nutzerführung kommen gut an. Kritik richtet sich in erster Linie gegen den als zu hoch empfundenen Preis und in geringerem Maße auch gegen die Anzahl von SPIEGEL+-Geschichten auf der Seite. Im Vergleich zum Einzelverkaufsstart im Juni 2016 fällt das negative Feedback aber deutlich geringer aus — viele SPIEGEL-ONLINE-User haben sich offenbar durch das alte SPIEGEL Daily und das alte SPIEGEL Plus an die Präsenz von Bezahlinhalten gewöhnt. Belastbare Aussagen darüber, ob und wie sich das neue SPIEGEL+ auf den gesamten Traffic von SPIEGEL ONLINE auswirkt, lassen sich frühestens in einigen Monaten machen.
 
Das zweite Leben von DAILY
Das neu aufgesetzte DAILY Update lässt sich ebenfalls ermutigend an. Abonnenten des „Lage“- sowie des „Tag“-Newsletters sind im Empfängerkreis, genauso wie bisherige Daily-Abonnenten. Dazu kommen etwa 6000 Neu-Besteller, so dass wir derzeit an knapp 170.000 Abonnenten versenden. Inhaltlich erfreulich: In einer ersten Nutzerumfrage, die am 5. Juni erstmals im Newsletter selbst verbaut wurde, haben die Teilnehmer dem Angebot überwiegend ausgezeichnete Noten gegeben. Dieses Bild spiegelt sich auch in den Öffnungsraten des Newsletters von über 40 Prozent wider — üblich sind etwa 30 Prozent.

Ein Dank und wie es weitergeht
Das SPIEGEL+-Team bedankt sich für die hervorragende Zusammenarbeit aller Abteilungen des Hauses und freut sich darauf, gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen unser neues Angebot in den kommenden Monaten kontinuierlich weiterzuentwickeln.