Neue Kunden von alleine?

– oder was rote Schuhsohlen mit Nagellack zu tun haben

Das Christkind hat meiner Frau Schuhe und Nagellack von Christian Louboutin unter den Weihnachtsbaum gelegt. Der französische Designer ist für seine Schuhe mit den roten Sohlen bekannt. Das ist sein Markenzeichen. Dass er nun auch den Nagellack in der passenden Farbe mit anbietet, ist für mich perfektes Cross Selling. Wobei ich mir sicher war: Das war die Idee einer Frau! Auf so etwas kommen Männer doch gar nicht…

Ich habe mich geirrt: Facebook-Fans haben meinen Post zu Weihnachten mit der wahren Geschichte kommentiert:

„Die Entstehungsgeschichte der roten Sohle haben Sie sicher schon tausendfach erzählt. Sie ist einfach legendär.
Ende 1992 habe ich den Schuh „Pensée“ skizziert. Als der erste Prototyp eintraf, fand ich komischerweise die Zeichnung schöner. Bis mir auffiel, dass ich das viele Schwarz der Sohle nicht bedacht hatte. Eine Mitarbeiterin saß neben mir und lackierte sich gerade die Nägel rot. Ich nahm mir also den Lack, malte die Sohle an – et voilà!
Sie mussten nicht lange auf den Erfolg warten?
Der kam recht schnell. Die rote Sohle wurde meine Signatur, und von da an habe ich nie wieder einen Schuh ohne sie entworfen.“

Der Text stammt aus einem Interview mit Christian Louboutin in der Vogue.

So entstehen Legenden. Ab jetzt werde ich auf rote Sohlen achten und anderen diese Geschichte erzählen. Wie cool!

Ähnlich war es mit „Eight & Bob“, einem Parfum. Eine geniale Story für das Marketing! Die Geschichte ist etwas länger – lohnt sich aber sehr!

Meine persönliche Vorbemerkung:

Ich habe diese Geschichte gehört, als ich während einer Verbandstagung auf meinen Einsatz als Redner wartete. Sofort bin ich mit dem iPhone online auf die Suche nach diesem Produkt gegangen. Bei Amazon wurde ich fündig: 113,00 Euro für einen Duft, den ich nicht kannte. Doch ich wollte wissen, was das Produkt hinter der Geschichte ist. Bestellt. Und ich bin begeistert.

„Albert Fouquet, Sohn eines Pariser Aristokraten, war im frühen 20. Jahrhundert als passionierter Parfum-Liebhaber in der französischen High Society bekannt. Unterstützt von seinem Butler Philippe braute er in der oberen Etage des familieneigenen Chateaus allerlei fein duftende, edle Essenzen zusammen – und das eigentlich nur für den rein persönlichen Hausgebrauch. Doch eine seiner Kreationen erfreute sich recht bald schon rasch wachsender Beliebtheit in den gehobenen gesellschaftlichen Kreisen, in denen sich Albert bewegte…
1937 lernte er während eines Urlaubs an der französischen Côte d’Azur einen jungen, charismatischen Amerikaner kennen, der dort mit einem Cabrio unterwegs war – sein Name war John F. Kennedy, damals freilich „nur“ ein Student… Die beiden Männer verstanden sich auf Anhieb, und Kennedy entging dabei nicht der faszinierende Duft, den Albert aufgetragen hatte. Ob er denn eine Probe davon haben könne? Aber natürlich, kein Problem! Albert schickte sie in Kennedys Hotel.
Wieder zurück in den USA, schrieb John F. Kennedy einen Brief an Albert, in dem er sich für die Duftprobe bedankte und von deren überragendem Erfolg in seinem Freundeskreis berichtete. Doch damit nicht genug: Er bat auch um die Übersendung acht weiterer Proben – und, „sofern es deine Produktion erlaubt, eine weitere für Bob“. Albert ließ den Butler Philippe daraufhin in Paris geeignete Duftfläschchen suchen, und beschriftete diese, dem Wortlaut von Kennedys Bestellung entsprechend, mit: „EIGHT & BOB“. Der Name des bis dahin namenlosen Erfolgs-Parfums war geboren!
Der Erfolg setzte sich fort: Hollywood-Schauspieler wie etwa Cary Grant und James Stewart hatten durch John F. Kennedys Vater von dem Duft erfahren und überhäuften Albert mit Anfragen nach „EIGHT & BOB“. Der Duft war also eine startbereite Rakete – einzig Alberts unerwarteter Unfalltod im Jahr 1939 verhinderte, dass sie auch tatsächlich richtig los fliegen konnte. Sein Butler Philippe wickelte noch eine Zeit lang treuhänderisch den Versand einiger Duft-Bestellungen ab, bis ihn der anbrechende Zweite Weltkrieg zur Aufgabe zwang. Die letzten Duftfläschchen versendete er zwecks Tarnung in fein säuberlich hierfür präparierten Büchern – mit im Inneren in Flakonform ausgeschnittenen Buchseiten (…weshalb die Neuauflage des Duftes auch in eben genau dieser unkonventionellen Form – als innen ausgehöhltes Buch, in dem der Flakon ruht – präsentiert wird).
In den Wirren des Krieges geriet der Duft in Vergessenheit, und über Jahrzehnte hinweg herrschte auf dem internationalen Parfummarkt absolute Ebbe, was „EIGHT & BOB“ betrifft – bis die Familie des früheren Butlers Philippe rund 70 Jahre später die Rezeptur jenes Parfums, das einst die Nase des jungen John F. Kennedy umschmeichelte, neu entdeckte und ihm eine grandiose Wiederauferstehung bescherte.“

Quelle: Essenza Nobile Journal

Wow… So entstehen Legenden!

Fazit: Sie brauchen eine gute Geschichte rund um Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Dienstleistungen, um es Ihren Kunden leichter zu machen, Mundpropaganda für Sie zu betreiben. Kunden, die über Sie sprechen, ohne dass Sie diese aktiv dazu aufgefordert haben, sprechen „passive Empfehlungen“ für Sie aus. Und die lieben alle Verkäufer!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen „fette Beute“ im Vertrieb und vielleicht nutzen Sie diese beiden Beispiele um Ihrem „Schatz“ eine kleine Freude zu machen…

Herzlichst…

Ihr Dirk Kreuter

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Dirk Kreuter, CSP – Certified Speaking Professional, ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise. Er hält begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern, Hörbüchern und DVDs.

“Trainer des Jahres 2010”, “Speaker of the Year 2011” und “TOP-Consultant 2013–2015”.

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